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Mödlhammer: Österreichs Gemeinden werden immer familienfreundlicher

27.12.2009
„Immer mehr Bürgermeister/innen entdecken, wie wichtig es ist, das Umfeld in den Kommunen möglichst familienfreundlich zu gestalten“, berichtet Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer. Das Audit „familienfreundliche Gemeinde“, das der Gemeindebund seit Herbst dieses Jahres im Auftrag von Familienstaatssekretärin Christine Marek abwickelt, findet höchstes Interesse bei den Gemeinden.
„Die Bürgermeister/innen erkennen, dass Familienfreundlichkeit auch ein Standortfaktor für eine Gemeinde ist“, so Mödlhammer.  Die Gemeinden geben jährlich fast 1,5 Mrd. Euro für Familie, Unterricht und Erziehung aus.

Das Audit „familienfreundliche Gemeinde“ ist ein höchst zeitintensiver und aufwändiger Prozess für die teilnehmenden Gemeinden, der sich über mehrere Jahre erstreckt. „Hier genügen keine Absichtserklärungen oder schöne Worte“, so Mödlhammer. „Hier sind konkrete Pläne gefragt, die dann auch umgesetzt werden müssen und von Experten geprüft und zertifiziert werden.“ Zudem bedarf es der Zustimmung des Gemeinderates, um in den Audit-Prozess überhaupt eintreten zu können. „Der wichtigste Punkt ist allerdings die lückenlose Einbindung der Bevölkerung in den Audit-Prozess“, so Mödlhammer. „Denn nur, was von den Menschen auch mitgetragen wird, kann dauerhaft auf kommunaler Ebene erfolgreich sein.“

Oft zählen Kleinigkeiten

Der Audit-Prozess zur „familienfreundlichen Gemeinde“ beinhaltet den zwingend erforderlichen Besuch von Audit-Seminaren. Im Anschluss werden mit Hilfe von Coaches konkrete Problemstellungen lokalisiert und realistische Pläne für die kommenden Jahre erarbeitet. Deren Umsetzung wird wiederum von ausgebildeten Profis überwacht und dokumentiert. „Oft sind es Kleinigkeiten, die eine Gemeinde familienfreundlich machen“, weiß Mödlhammer, dessen eigene Gemeinde Hallwang (Sbg), sich ebenfalls dieser Herausforderung gestellt hat. „Da geht es um abgeschrägte Gehsteigkanten, damit man es mit Kinderwägen leichter hat, aber auch um gemeinschaftliche Aktivitäten in der Gemeinde selbst, wie etwa Mütter- und Vätertreffen, Beratungsleistungen, u.v.m.“

Breite Palette an Maßnahmen

Oft sind die Bemühungen der Gemeinde, Familien ein qualitativ hochwertiges Umfeld zu bieten, durchaus auch aufwändig und kostenintensiv. „Die Palette reicht hier von günstigen Startwohnungen, flexiblen Kindergartenzeiten, diversen Familienförderungen auf Gemeindeebene, den Ausbau von Kinderspielplätzen und Jugendzentren, Schul- und Kindergartenbusse, die Einrichtung von Eltern-Kind-Zentren oder einer Babysitter-Oma-Börse“, schildert Mödlhammer nur einige von vielen Maßnahmen.

Steirisches Gabersdorf ist vorbildlich

Zumindest drei Jahre lang dauert es, bis eine Gemeinde die Vollzertifizierung erlangen kann. Derzeit befinden sich 96 Gemeinden im Zertifizierungsprozess, davon haben schon über 60 das Grundzertifikat erreicht, erst eine Gemeinde, nämlich das steirische Gabersdorf, hat die Vollzertifizierung erreicht und den Prozess abgeschlossen.

„Im Auftrag des Familienministeriums und in Zusammenarbeit mit der Familie und Beruf Gmbh bieten wir regelmäßig Informationsveranstaltungen zu diesem Audit an, die bei den Gemeinden auf reges Interesse stoßen“, so Mödlhammer. „Das Jahr 2009 war in dieser Hinsicht sehr erfolgreich, für 2010 streben wir an, insgesamt 120-130 Gemeinden im Zertifizierungsprozess zu haben.“



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