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E-Government-Konferenz 2010: "Höhere Effizienz durch Vernetzung"

12.02.2010
Am 5. Februar 2010 fand in der Veranstaltungshalle KOMMA in Wörgl die E Government-Konferenz der Donau-Universität Krems mit dem Schwerpunkt "Effizienz und Vernetzung in Gemeinden" statt. Österreichs Rolle als Vorzeigeland im Bereich elektronischer Verwaltung wurde ebenso diskutiert wie die Möglichkeiten und Veränderungen, die digitale Medien und neue Kommunikationstechnologien bieten.

Anlässlich der Eröffnung diskutierten namhafte VertreterInnen aus Politik, Wissenschaft und Verwaltung über Aspekte des E-Governments. Die Podiumsdiskussion moderierte Christian Rupp, Sprecher der Plattform Digitales Österreich. Arno Abler, Bürgermeister der Stadtgemeinde Wörgl, die als Best Practise-Beispiel für E-Government-Dienste gilt, erwartet, dass in wenigen Jahren jede Gemeinde im Bereich E-Government vertreten sein wird. 

Amtsleiter für neuen Service sensibilisieren Das Podium der diesjährigen E-Government Konferenz.

Frau Mag. Hakl, Abgeordnete zum Nationalrat, betonte, dass ein Mehr an Demokratie und zusätzlichem Service nie zuviel sein kann. Laut dem Tiroler Gemeindeverbandspräsident Bgm. Ernst Schöpf müssen AmtsleiterInnen für die neuen Services sensibilisiert werden. Harry Gatterer (Geschäftsführer Zukunftsinstitut Österreich) sprach von einer neuen "kommunikativen Ökonomie", in der es zunehmend um die Synergie geistiger Kreativität gehen wird. Der Leiter des Zentrum für E-Government an der Donau-Universität Krems, Dr. Parycek, betonte, dass für die Nutzung der Kreativität der Gesellschaft auch Transparenz notwendig sei. Hier seien Deutschland und Österreich in einer schwierigen Position, da aufgrund der kulturellen Hintergründe eher geschlossene Systeme etabliert sind.

Regierungsdaten online zur Verfügung stellen?

Bei der Diskussion wurden Fragen aus dem Internet berücksichtigt, z. B. zum Thema open data nach dem Vorbild von Großbritannien und der USA. Das Zurverfügungstellen von Regierungsdaten steht auch in Österreich zur Diskussion. Dr. Parycek sieht in diesem Bereich eine große Herausforderung für Österreich, das diese Aspekte bei der Erstellung seiner E-Government-Strategie berücksichtigt. Aspekte wie die Schaffung einer Kultur der Transparenz und offene Schnittstellen werden angestrebt. Bürgermeister Abler betonte die Wichtigkeit einer partizipativen Demokratie: BürgerInnen sollten sich in Zukunft aktiver an Entscheidungsfindungen beteiligen können.

Ziel der Konferenz war es, Lösungen aufzuzeigen, wie bestehende Serviceleistungen der Gemeinden verstärkt online abgewickelt werden können. In den Vorträgen wurden Aspekte des E-Governments mit Blick auf den Nutzen für Gemeinden und EntscheidungsträgerInnen präsentiert. Die Folien der ReferentInnen sowie ein Video zur Podiumsdiskussion sind auf dem Blog des Zentrums für E-Government einzusehen: http://digitalgovernment.wordpress.com/

Zahlreiche Teilnehmer waren gekommen.Was wird unter E-Government verstanden?

Unter dem Begriff E-Government versteht man den Einsatz neuer Kommunikations- und Informationstechniken in der öffentlichen Verwaltung. "Einerseits können auf elektronischem Weg Anliegen von Bürgerinnen und Bürgern unbürokratisch erledigt werden, andererseits können Verwaltungsbehörden untereinander rasch und effizient kommunizieren", betonte LR Bernhard Tilg. Die Verwendung von Online-Formularen bietet viele Vorteile: Die Abwicklung erfolgt sicher und unbürokratisch, viele Amtswege erübrigen sich, die BürgerInnen sind an keine Parteienverkehrszeiten gebunden und es entstehen keine Portogebühren.
 
Neue Qualität in Verwaltung und Demokratie

Die Konferenz war aus der Sicht der TeilnehmerInnen und VeranstalterInnen ein voller Erfolg und erzeugte ein breites Echo in den Medien. Sie unterstrich die Wichtigkeit der Auseinandersetzung mit elektronischen Services, die zu einer neuen Qualität in Verwaltung und Demokratie führen. Veranstalter der Konferenz ist das Zentrum für E-Government der Donau-Universität Krems in Zusammenarbeit mit dem Land Tirol, der Stadtgemeinde Wörgl, dem Tiroler Gemeindeverband, dem Österreichischen Gemeindebund, dem Städtebund sowie dem Bundeskanzleramt.


Verfasser: Marlies Nadlinger (marlies.nadlinger@gemeinebund.gv.at)


 weiterführende Links

Weitere Fotos der E-Government Konferenz in Wörgl
Zusammenfassung der Vortragenden am Vormittag
Zusammenfassung der Vortragenden am Nachmittag
Verzeichnis der bisherigen E-Government-Konferenzen
Das Programm der E-Government Konferenz 2010 im Überblick




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