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GR-Wahl NÖ: ÖVP gewinnt leicht, Verluste für SPÖ

15.03.2010
In 568 niederösterreichischen Gemeinden wurde am Sonntag der Gemeinderat neu gewählt. Landesweit konnte die ÖVP dabei leichte Gewinne verbuchen, die SPÖ verlor rund fünf Prozent. In 20 Gemeinden gab es einen Wechsel der Mehrheit im Gemeinderat.

Das gesammelte Ergebnis der GR-Wahlen 2010 in NÖ.Die Kommunalwahlen haben in Niederösterreich in 20 der 568 Gemeinden, in denen Urnengänge stattgefunden haben, einen Mehrheitswechsel gebracht. Am häufigsten wechselte die Mehrheit von der SPÖ zur ÖVP.
    
Insgesamt gab es in den Gemeinderäten Niederösterreichs 11.669 Mandate zu vergeben. Davon erreicht die ÖVP 6.763 Mandate (+367), die SPÖ 3.732 Mandate (-580), die Freiheitlichen 478 Mandate (+265), die Grünen 210 Mandate (-14), sonstige Listen kamen auf 486 Mandate (-38).

14 Mal wechselte Mehrheit von SPÖ zur ÖVP

Am Wahlsonntag ist die Mehrheit 14 Mal von der SPÖ zur ÖVP gewandert. Diesen Mehrheitswechsel gab es in der Bezirkshauptstadt Korneuburg, in Weissenbach a.d.Triesting (Bez. Baden), in Hainburg und Wolfsthal (Bez. Bruck a.d. Leitha), in Bockfließ, Niederleis und Ulrichskirchen-Schleinbach (Bez. Mistelbach), in Gießhübl (Bez. Mödling), in Otterthal (Bez. Neunkirchen), in Absdorf (Bez. Tulln), in Leopoldsdorf (Bez. Wien-Umgebung), in Lanzenkirchen und Pernitz (Bez. Wiener Neustadt) sowie in Göpfritz a.d. Wild (Bez. Zwettl).

Die ÖVP hat in einer Gemeinde, nämlich in Pottenstein (Bez. Baden), die Mehrheit an die Sozialdemokraten abgegeben. Die SPÖ büßte ihre Mehrheit in Eggendorf (Bez. Wiener Neustadt) und in Fischamend (Bez. Wien-Umgebung) an Listen ein. Die ÖVP in Andlersdorf (Bez. Gänserndorf) und Kasten bei Böheimkirchen (Bezirk St. Pölten). Von einer Liste zur Volkspartei wechselte die Mehrheit in Mauerbach (Bez. Wien-Umgebung). Die Liste des Bürgermeisters Gottfried Jelinek verlor knapp zehn Prozentpunkte. Die relative Mehrheit in Mauerbach hält nun eine ÖVP-Liste.

Im Gesamtergebnis vom Sonntag sind auch Deutsch-Wagram und Obersiebenbrunn enthalten. In den Gemeinden im Bezirk Gänserndorf wurde bereits am 20. September 2009 gewählt. In Obersiebenbrunn hatte dabei die SPÖ die Bürgerliste überholt, das würde letztlich einen 21. Mehrheitswechsel bedeuten.

Wr. Neustadt: SPÖ-Absolute knapp gehalten

Mit Spannung wurde das Ergebnis in Wr. Neustadt erwartet. Die SPÖ konnte ihre absolute Mehrheit in Wr. Neustadt nur hauchdünn halten. Insgesamt verliert die Partei von Bürgermeister Bernhard Müller 13 Prozentpunkte und fünf Mandate. Mit 48,4 Prozent geht sich die Absolute aus.

Reaktionen aus der Landespolitik   

Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) sprach von einem "sehr, sehr positiven Ergebnis". Die Anzahl der "schwarzen" Bürgermeister sei größer geworden. "Verlässliche Arbeit wird belohnt", stellte Pröll fest. LHStv. Josef Leitner (SPÖ) räumte "herbe Verluste" ein. Beim Urnengang 2005 hätten die Sozialdemokraten Stimmen von den Freiheitlichen abgezogen, diese seien jetzt leider wieder retour gewandert. Die freiheitliche Landesparteiobfrau und Präsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz sah ein "hervorragendes" Resultat und damit das Wahlziel "übertroffen". Die Grünen hätten ein "solides Ergebnis" erzielt, reagierte Parteichefin Madeleine Petrovic. Sie sprach von einer "Stabilisierung auf gar nicht schlechtem Niveau".

Prominente traten an und gewannen Mandate

Einige Prominente stellten sich der GR-Wahl - mit Erfolg. In Persenbeug (Bezirk Melk) trat die ehemalige SPÖ-Landesrätin und Staatssekretärin Christa Kranzl mit einer eigenen Liste gegen die SPÖ an. 329 Wähler stimmten für Kranzl, die damit auf Anhieb vier Mandate erreichte, auf Kosten beider Großparteien: Sowohl die SPÖ als auch die ÖVP verloren zwei Mandate.
    
Ein anderer ehemaliger SPÖ-Landesrat, Emil Schabl, hat mit seinem "Team Schabl-Für Hirtenberg" in der Gemeinde im Bezirk Baden 30,44 Prozent bzw. sechs Mandate geholt. Die Sozialdemokraten verloren 33,14 Prozentpunkte bzw. sieben ihrer bisher 16 Sitze und damit die absolute Mehrheit.

In Yspertal (Bezirk Melk) kandidierte die Miss Niederösterreich 2009, Maria Zeilinger, für die ÖVP. Mit Erfolg, denn die ÖVP gewann im Vergleich zu 2005 zwei Mandate dazu und hält nun bei 14 Mandaten im Gemeinderat. Andrea Kdolsky, die ehemalige Gesundheitsministerin, kandidierte in Ardagger (Bezirk Amstetten) für die ÖVP, die dieses Mal als "Liste ÖVP" antrat und mit 70,48 Prozent ein Mandat in Ardagger dazugewann.

In Tulbing (Bezirk Tulln) trat der Star-Anwalt Rudolf Mayer für die Liste "BF" an. Auch das hat sich ausgezahlt. Die Liste gewann ein Mandat dazu und hält nun bei zwei Mandaten. Der große Verlierer in Tulbing ist die SPÖ, die drei Mandate verlor und nun bei vier steht, ÖVP (14) und FPÖ (1) gewannen jeweils ein Mandat dazu.


Verfasser: Redaktion
 verfügbare Downloads

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen in NÖ 2010 (Excel, 267 KB)



 weiterführende Links

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen in NÖ 2010 im Internet (NÖ Landesregierung)




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