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GR-Wahl VBG: ÖVP erobert Lustenau zurück und hält Vormachtstellung

15.03.2010
Die ÖVP bleibt mit über 44 Prozent der Stimmen die stärkste Partei in Vorarlberg. Nach Jahrzehnten konnte die Volkspartei Lustenau von der FPÖ zurück erobern. Die Sozialdemokraten mussten starke Verluste hinnehmen, während Freiheitliche und Grüne ähnliche Ergebnisse wie 2005 erzielten.

In 96 Vorarlberger Kommunen wurde die Gemeindevertretung neu gewählt. In 63 Gemeinden fand eine Direktwahl der Bürgermeister statt, bei der insgesamt 140 Kandidaten zur Auswahl standen. Die Wahlbeteiligung von 62,6 Prozent fiel um rund zwei Prozentpunkte geringer aus als 2005.

ÖVP gewinnt bei Bürgermeistersitzen 44,6 Prozent der Stimmen entfallen auf die Volkspartei.

Die Volkspartei erreichte nach eigenen Angaben 44,63 Prozent der Stimmen, 2005 waren es 45,35 Prozent. Von den 1.779 vergebenen Mandaten entfallen 612 auf die ÖVP, vor fünf Jahren konnten sie noch 667 Sitze verbuchen. Neben Lustenau konnte auch die Vormachtstellung in Feldkirch und Dornbirn untermauert werden. In Bludenz wurde die absolute Mehrheit erreicht , in der Landeshauptstadt Bregenz ist zwar Markus Linhart mit 56,84 Prozent erneut zum Bürgermeister gewählt worden, die absolute Mehrheit in der Gemeindevertretung wurde mit 48,76 Prozent knapp verfehlt. In Hohenems ging die absolute Mehrheit ebenso verloren. 51 Bürgermeister von insgesamt 96 gehören der Volkspartei an.

FPÖ überholt SPÖ

Die Freiheitlichen erreichten zwar 11,33 Prozent der Stimmen (2005 waren es 11,49 Prozent), mussten aber bei den Gemeindeoberhäuptern einbüßen. Die FPÖ kommt auf ein Wahlergebnis von 123 Mandaten (2005: 153). Zwei ihrer bisherigen fünf Bürgermeistersessel mussten sie an die ÖVP abtreten. In Lustenau und Mittelberg (Kleinwalsertal) wurden die Freiheitlichen von ihren ÖVP-Konkurrenten geschlagen. In Nenzing, Fußach und Vandans konnten die Bürgermeisterämter beibehalten werden. Bei der Stichwahl in zwei Wochen könnte in Hörbranz (Bezirk Bregenz) noch ein weiteres Amt gewonnen werden.

Knapp die Hälfte der Sitze entfallen auf Listen, die meist als ÖVP-nahe gelten.Starke Verluste bei der SPÖ

Die Sozialdemokraten fuhren starke Verluste ein. Während sie 2005 noch auf 15,61 Prozent der Stimmen kamen, sind es heuer nur mehr 10,75 Prozent. Die SPÖ fällt somit hinter die FPÖ zurück. Von 181 bisherigen Mandaten können die Sozialdemokraten in den nächsten fünf Jahren nur mehr auf 115 Mandatare zählen. Von den zwei Bürgermeistersesseln mussten sie einen davon an die ÖVP abgeben. In St. Gallenkirch (Bezirk Bludenz) setzte sich Ewald Tschanhenz gegen Arno Salzmann durch. In Bürs bleibt das rote Dorfoberhaupt Helmut Zimmermann an der Macht.

Namenslisten legen zu

Namenslisten, die zumeist als ÖVP-nahe gelten, konnten 25,97 Prozent der Stimmen verbuchen. Bei der Gemeinderatswahl 2005 konnten sie nur 20,52 Prozent für sich begeistern. Insgesamt 845 Abgeordnete werden von Listen in die Gemeinderäte entsandt. Fünf Gemeindeoberhäupter, mehr als FPÖ und SPÖ zusammen, stammen von Namenslisten.

Die Grünen sind mit einem Plus von 0,3 Prozent die echten Wahlgewinner. Sie legten von 7,02 auf 7,32 Prozent zu. Statt bisher 57 Mandaten entsenden die Grünen nun 69 Gemeindevertreter. Bei der Stichwahl könnte der Grüne Klaus Schmid in Göfis erstmals das Bürgermeisteramt für seine Partei ergattern.

Das BZÖ kandidierte zum ersten Mal bei Vorarlberger Gemeinderatswahlen. Der Stimmenanteil blieb unter einem halben Prozent. Drei Mandatare werden in Zukunft vom BZÖ entsandt.

Lustenau nun wieder in Händen der ÖVP

In Lustenau schaffte es Dr. Kurt Fischer von der ÖVP mit 58,99 Prozent der Stimmen auf den Bürgermeistersessel. Damit setzte er sich klar gegen seinen Konkurrenten von der FPÖ Ernst Hagen durch, der nur 31,99 Prozent für sich verbuchen konnte. Die Kandidaten von Grünen und SPÖ lagen unter sechs Prozent. In der Gemeindevertretung konnte die Volkspartei mit 51,11 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit erringen. Die bisherige Bürgermeisterpartei FPÖ rutschte von 40 auf rund 30 Prozent Stimmenanteil ab.

Lediglich drei Stichwahlen am 28. März 2010

In Hörbranz (Bezirk Bregenz), Göfis (Bezirk Feldkirch) und in Thüringen (Bezirk Bludenz) ist eine Bürgermeister-Stichwahl notwendig. Vor fünf Jahren war in fünf Kommunen ein zweiter Urnengang nötig. In Hörbranz steht Karl Hehle für die ÖVP und Thomas Hagen für die FPÖ zur Wahl. In Thüringen entscheidet sich die Stichwahl zwischen Harald Witwer (Liste Thüringen) und Berno Witwer (Liste Berno Witwer). In Göfis könnte erstmals ein Grüner Bürgermeister werden. Klaus Schmid, der 44,4 Prozent der Stimmen bekam, tritt gegen den amtierenden Bürgermeister Helmut Lampert von der "Dorfliste" an. Die übrigen 33 Bürgermeister werden von den Gemeindevertretungen bestimmt.


Verfasser: Redaktion
 weiterführende Links

Die Ergebnisse der Bürgermeister-Direktwahl finden Sie hier.
Die Wahlergebnisse der Gemeindevertretung sind unter diesem Link einzusehen.




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