English | Française
SUCHE


STARTSEITELINKSIMPRESSUMKONTAKT
Zahl der Abgangsgemeinden wird dramatisch steigen

06.04.2010
Mit seiner Forderung nach einem "Belastungsstopp" für Gemeinden hat Gemeindebund-Chef Mödlhammer über Ostern für medialen Wirbel gesorgt. Nach einem Ö1-Interview berichteten auch die ZIB 1 und die "Kronenzeitung" auf der Titelseite.

Schon in den letzten Wochen hatten die Wortmeldungen von Gemeindebund-Chef Bgm. Helmut Mödlhammer für Aufregung gesorgt. Er hatte in Frage gestellt, ob Kinderbetreuung tatsächlich für alle gratis sein sollte. "Wer es sich leisten kann, sollte auch dafür zahlen", so Mödlhammers Kernaussage. (Lesen Sie hier die Zusammenfassung)

Belastungsstopp für zwei Jahre gefordert

Über das Osterwochenende ließ der Gemeindebund-Chef erneut aufhorchen. In einem Beitrag im Ö1-Mittagsjournal thematisierte Mödlhammer am Ostersamstag erneut die Finanznöte der Gemeinden: "Ich fordere einen Belastungsstopp für Gemeinden für zumindest zwei Jahre", so Mödlhammer. In dieser Zeit sollten Bund und Länder keinerlei neue Versprechungen zu Lasten der Gemeinden machen. "Es kann nicht angehen, dass der Bund den Menschen immer das Blaue vom Himmel verspricht, die Gemeinden es dann aber bezahlen müssen." (Hier können Sie den Bericht von Ö1 nachhören).

Die Hälfte der Gemeinden steckt in finanziellen Problemen

Immer mehr Auf- und Ausgaben und gleichzeitig sinkende Einnahmen führen zu Finanznöten in Österreichs Gemeindestuben. Noch am gleichen Tag berichtete auch die "Zeit im Bild 1" über dieses Thema (den ZIB1-Beitrag können Sie hier sehen). Im Fernsehbeitrag warnte Mödlhammer: "Die Zahl der Abgangsgemeinden wird 2010 dramatisch ansteigen. Schon jetzt kann ein Drittel der Gemeinden nicht mehr ausgeglichen bilanzieren, wenn sich die Lage nicht schnell bessert, dann wird es bald die Hälfte der 2.357 Gemeinden sein, bei denen die Ausgaben die Einnahmen übersteigen."

Steuereinnahmen sinken

Die Gründe dafür liegen auf der Hand, berichtete auch die "Kronenzeitung" am Ostersonntag auf ihrer Titelseite. Einerseits sinken die Ertragsanteile der Gemeinden, andererseits steigen die Aufgaben und damit auch die Ausgaben immer weiter an. Die Kosten für Kinderbetreuung sind dabei nur eines von mehreren Problemen. "Vor allem im Gesundheits- und im Pflegebereich haben wir dramatische Kostensteigerungen zu verzeichnen", so Mödlhammer. "Ohne zusätzliches Geld vom Bund oder den Ländern werden die Gemeinden in den kommenden Jahren keine weiteren Aufgaben mehr übernehmen können", stellte Mödlhammer klar.


Verfasser: Daniel Kosak (daniel.kosak@gemeindebund.gv.at)


 verfügbare Downloads

Artikel in der Salzburger "Krone" vom 6. April 2010 (jpg)



 weiterführende Links

Ö1-Beitrag vom 3. April 2010: Jede dritte Gemeinden kommt mit dem Geld nicht aus
ZIB - Beitrag vom 3. April 2010: Gemeinden bangen um Finanzen
Alle Zahlen und Fakten zum Gratiskindergarten und was er den Gemeinden kostet




Feedback

Vorname :
Nachname :
Betreff :
Feedback :
*Rückmeldung :

Wünschen Sie eine Rückmeldung, dann geben Sie hier eine E-Mailadresse oder Telefonnummer an.
*Sicherheitsabfrage :


 Wie bewerten Sie diesen Artikel?

 sehr informativ neutral kaum informativ



 | Artikel per Email verschicken


Haben Sie eine Frage zu österreichs Gemeinden?

Schwerpunkte


.