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Sozialdialog 2006 in St. Veit

02.05.2006
Im Landeskrankenhaus St. Veit fand der Sozialdialog 2006 mit dem Thema "Die Zukunft der Seniorenbetreuung im Pongau" statt. Der Präsident des Österreichischen Gemeindebundes Bgm. Helmut Mödlhammer ging ausführlich auf die Herausforderungen der demographischen Revolution ein und betonte die wichtige Rolle der Gemeinden, die ihnen bei deren Überwindung zukommt.

"Die Veränderung der Bevölkerungspyramide stellt die größte politische, soziale und wirtschaftliche Herausforderung der nächsten Jahrzehnte dar", ist sich Mödlhammer sicher. Tatsächlich haben die demographischen Entwicklungen auf der ganzen Welt bereits zu Veränderungen der Gesellschaft geführt. Überall auf der Erde wächst der Anteil der über 60-jährigen schneller als irgendeine andere Altersgruppe, auch in Salzburg mussten die Statistiker ihre ursprünglichen Prognosen revidieren; während 1995 für den Zeitraum bis 2021 von einem Anstieg in dieser Altergruppe von 32,7% ausgegangen wurde, geht man heute von über 50% aus. Bis 2030 steigt die durchschnittliche Lebenserwartung bei Männern mit Wohnort im Bundesland Salzburg über 80, bei Frauen über 85 Jahre.

"Lösung der Probleme wird den Gemeinden zugetraut"
 
"Wir wissen, dass die aktuelle demographische Entwicklung erhebliche Konsequenzen quer durch Wirtschaft, Gesellschaft und Politik nach sich ziehen und uns vor neue Probleme stellen wird", erklärt Mödlhammer. "Die Lösung der meisten dieser Probleme wird, wie wir durch zahlreiche Umfragen bestätigt wissen,  vom Bürger am ehesten der Gemeinde zugetraut." Auf dem Weg zu einer "altersgerechten" Gesellschaft seien in den letzten Jahren bereits einige Meilensteine gesetzt worden. So wären etwa der Standard der Seniorenheime zumindest weitgehend modernen Qualitätsstandards angepasst, der Ausbau der sozialen Dienste flächendeckend vorangetrieben oder die Patientenrechte gesetzlich verankert worden.
 
"Treffsicherheit" der Sozialpolitik muss verbessert werden
 
"Trotz aller Maßnahmen die in den letzten Jahren gegen den Missbrauch unserer sozialen Netze geschaffen wurden, lässt die 'Treffsicherheit' in der Sozialpolitik immer noch mehr als zu wünschen übrig", steht für Mödlhammer fest. Konkrete  Schwerpunkte für das Bundesland Salzburg würden immer deutlicher in den Vordergrund rücken. Etwa die bessere Vernetzung und Abstimmung von mobilen und stationären Diensten, die Konzentration auf die qualitativ hochwertige Erbringung notwendiger sozialer Dienstleistungen, die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Einrichtungen, den vermehrten Einsatz von betriebswirtschaftlichen Steuerungsinstrumenten (Controlling, Benchmarks), Dienstleistern, Behörden und Interessenvertretungen, mehr Kostenwahrheit bei der Erbringung von Leistungen in der Alten- und Pflegehilfe, "Ich bin davon überzeugt, dass wir die Herausforderungen der Zukunft nur dann bewältigen werden, wenn es uns gelingt, unsere Einstellung zum Alter und der älteren Generation selbst grundlegend zu ändern und mit bestimmten 'Vorurteilen', die lange Zeit auch unsere Seniorenpolitik bestimmt haben, aufzuräumen", meint Mödlhammer abschließend. 

 


Verfasser: Iris Houra (iris.houra@gemeindebund.gv.at)



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