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Italienische Bürgermeister legen sich auf die Straße

01.07.2010
Italiens Bürgermeister sind verzweifelt. Mit einer aufsehenerregenden Aktion machten sie nun auf die Probleme der Gemeinden aufmerksam. Rund 100 Ortschefs organisierten in Florenz einen kommunalen "Flashmob" und legten sich auf dem Hauptplatz auf die Straße.
Wissen Sie, was ein Flashmob ist? Dabei handelt es sich um einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, bei dem sich die Teilnehmer üblicherweise persönlich nicht kennen und ungewöhnliche Dinge tun. Flashmobs werden über Online-Communitys, Weblogs, Newsgroups, E-Mail-Kettenbriefe oder per Mobiltelefon organisiert. Sie gelten als spezielle Ausprägungsformen der virtuellen und jungend Gesellschaft, um kollektive Aktionen zu organisieren.Italienische Bürgermeister versammelten sich im Zentrum von Florenz....

In Italien haben jüngst rund 100 Bürgermeister zu diesem Mittel gegriffen, um auf ihre Probleme und Sorgen aufmerksam zu machen. Mitten auf der Piazza della Signoria im Zentrum von Florenz trafen sich die Ortschefs, geschmückt mit ihren Amtsschärpen, und legten sich unter den überraschten Blicken der Passanten nach Ertönen einer Sirene für einige Minuten kollektiv auf den Boden.

Organisiert wurde die Aktion vom stellvertretenden Bürgermeister von Florenz Alessandro Cosimi, der auch Chef der regionalen Interessensvertretung der italienischen Bürgermeister ANCI ist. Seinem Aufruf folgten Amtskollegen aus den Abbruzzen, der Toskana, Umbrien und Latium. Die Proteste galten der Starrheit des italienischen Stabilitätspaktes und den damit verbundenen Sparzwängen. "Die Gemeinden waren in den letzten Jahren die einzigen, die Ausgaben reduziert haben", berichtet Cosimi. "Wir sind jetzt aber an einem Punkt angelangt, an dem wir Dienstleistungen, die die Bürger direkt betreffen, nicht mehr garantieren können."...und legten sich auf ein Signal hin alle gemeinsam auf die Strasse, um zu protestieren.

"Brauchen mehr Unterstützung"

Claudio Scarpetta, Bürgermeister der Gemeinde Firenzuola, ergänzt: "Die Probleme der Bürgermeister und der Gemeinden sind von der Parteipolitik unabhängig. Wir stehen täglich in der ersten Reihe, wenn es um die Bedürfnisse der Bürger geht. Wir brauchen mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung, vor allem die kleineren Gemeinden."

Mit dem Protest appellieren die Kommunalvertreter an die Regierung und wollen eine Lockerung des Stabilitätspaktes erreichen. "Wir brauchen mehr Flexibilität und mehr Unterstützung bei den kommunalen Budgets, sonst können wir unsere Aufgaben nicht mehr erfüllen."


Verfasser: Daniel Kosak (daniel.kosak@gemeindebund.gv.at)


 weiterführende Links

Sehen Sie hier das Video zum Bürgermeister-Flashmob




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