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Klimaschutz-Gemeinden 2010: Elektrisch, dynamisch, gut

19.10.2010


Mit dem Elektrofahrrad war zwar niemand angereist, aber auf den Siegerfotos durfte es trotzdem nicht fehlen. Hauptpreisträger, die sich damit ablichten ließen, waren die Gemeinden Auersbach, Murau und Thalgau. Gemeindebundpräsident Helmut Mödlhammer und Umweltminister Niki Berlakovich übergaben neben den Preisgeldern auch jedem Sieger dieses klimafreundliche Gefährt.

Zum dritten Mal wurde heuer die Auszeichnung "Österreichs Klimaschutz-Gemeinde" verliehen. Am 18. Oktober 2010 überreichten Umweltminister Niki Berlakovich, Verbund Vorstand Ulrike Baumgartner-Gabitzer und Gemeindebundpräsident Bgm. Helmut Mödlhammer im Wiener Konzerthaus feierlich die grün umrandete Ortstafel mit dem Schriftzug "Österreichs Klimaschutz-Gemeinde 2010" sowie Preisgeld und Sachpreise an die drei Siegergemeinden Auersbach (Steiermark), Murau (Steiermark) und Thalgau (Salzburg). 

Verbund, Lebensministerium und der Österreichische Gemeindebund als Veranstalter. (Bildrechte: Lebensministerium/DeSt) Energieautarkie als eines der Ziele

"Mein Ziel ist es, Österreich Schritt für Schritt in die Energieautarkie zu steuern. Die Gemeinden sind dabei ganz wichtige Partner. Und, wie unser Wettbewerb zeigt, haben die Kommunen das Potenzial erneuerbarer Energieträger längst erkannt. Das macht Mut und gibt Hoffnung, dass wir unsere Klimaschutzziele erreichen. Denn hinter allen Einreichungen der Gemeinden stehen Projekte, die beweisen, dass den Bürgerinnen und Bürgern der Klimaschutz ein wichtiges Anliegen ist", erklärte Umweltminister Niki Berlakovich bei der Preisverleihung.

Auch dieses Jahr konnten wieder innovative Projekte mit den Themenschwerpunkten Erneuerbare Energie und Energieeffizienz in drei verschiedenen Kategorien eingereicht werden, wobei das Spektrum von technischen Maßnahmen bis zur Bewusstseinsbildung reichte. Die Kategorie 1 umfasste Gemeinden mit weniger als 1.500 EinwohnerInnen, die zweite solche mit einer Einwohnerzahl zwischen 1.500 und 5.000. Die Kategorie 3 richtete sich an Gemeinden mit mehr als 5.000 EinwohnerInnen oder Gemeindeverbände bzw. Regionen.

Kleine Initativen gefragt

"Klimaschutz funktioniert nicht nur über Großprojekte, sondern über tausende kleine Initiativen und Ideen. Die österreichischen Gemeinden sind hier Vorreiter, dieser Wettbewerb zeigt sehr eindrucksvoll, wie viel auf kommunaler Ebene für den Klimaschutz getan wird. Wir holen heute einige Projekte vor den Vorhang, um zu zeigen, welche Kraft und welches Engagement für den Klimaschutz in den Gemeinden vorhanden sind", betonte Gemeindebundpräsident Bgm. Helmut Mödlhammer.

Engagierte Projekte um den Titel "Österreichs Klimaschutz-Gemeinde 2010"

Die qualitativ hervorragenden Klimaschutzprojekte wurden von einer hochkarätigen Jury, bestehend aus Umweltminister Niki Berlakovich, Ulrike Baumgartner-Gabitzer (Mitglied des Verbund-Vorstandes), Univ. Prof. Günter Brauner (TU Wien), Ingmar Höbarth (Klimafonds), Monika Langthaler (brainbows), Peter Molnar (Klimabündnis) und Bgm. Christoph Stark (Stadt Gleisdorf), bewertet. Die vom Verbund gewidmeten Preisgelder und Sachpreise des Wettbewerbs "Österreichs Klimaschutz-Gemeinde 2010" wurden feierlich überreicht. Der erste Platz der jeweiligen Kategorie erhielt neben der Ortstafel 2.000 Euro plus Elektrofahrrad, der zweite 1.000 Euro plus Elektrofahrrad und der dritte Platz ein Elektrofahrrad.

In der Kategorie 1 wurde die steirische Gemeinde Auersbach mit dem ersten Preis ausgezeichnet, die Marktgemeinde Großschönau (Niederösterreich) erreichte den zweiten Platz, der dritte Platz wurde der Gemeinde Lech am Arlberg (Vorarlberg) zugesprochen. In der Kategorie 2 belegte die steirische Stadtgemeinde Murau den ersten Platz, zweite wurde die Marktgemeinde Kötschach-Mauthen (Kärnten), den dritten Platz sicherte sich die Gemeinde Hittisau (Vorarlberg). In der Kategorie 3 wurde die Salzburger Marktgemeinde Thalgau als "Österreichs Klimaschutz-Gemeinde 2010" ermittelt. Der zweite Preis ging an die Stadtgemeinde Hollabrunn (Niederösterreich) und Platz drei belegte die Stadt Graz (Steiermark).

Auersbach gewann in der ersten Kategorie. (Bildrechte: Lebensministerium/DeSt) "Nachhaltiger Lebensstil Auersbach"

Öffentliche, unternehmerische und private Initiativen sorgen in der Gemeinde Auersbach für Vorbildwirkung in Sachen Klimaschutz. Auersbach zeigt, wie eine ganzheitliche und erfolgreiche Entwicklung möglich ist, wenn die Aspekte der Regionalität genutzt und ein respektvollerer Umgang mit den Ressourcen vorgelebt wird. So hat man in der Gemeinde Auersbach früh erkannt: "Je näher die Produktherstellung, desto kürzer der Transportweg." Neben dem öffentlichen Verkehr werden daher besonders die regionalen Produkte gefördert. Dank verschiedener Betriebe und einem Biogaswerk ist Auersbach schon jetzt sowohl bei Strom als auch bei Wärme zu über 80 Prozent energieautark.

Zur Stärkung brachten die Preisträger aus Murau regionales Bier mit. (Bildrechte: Lebensministerium/DeSt) Murau: "Gemeinde mit eigener Strom- und Wärmeerzeugung"

Die Gemeinde Murau hat ihre Stromerzeugung bereits in den letzten Jahrzehnten selbst in die Hand genommen. Mit dem Betrieb "Murauer Stadtwerke" gelang es nun in zwei Kraftwerken beinahe 100 Prozent der elektrischen Energie aus Wasserkraft zu gewinnen. Der nächste Schritt erfolgt mit der Errichtung eines Nahwärmeheizwerkes. Alle öffentlichen Objekte der Stadtgemeinde, wie zum Beispiel Schulen, das Rathaus und gemeindeeigene Wohnhäuser, werden bereits jetzt mit Biomasse beheizt. Für das Winterhalbjahr ist ein Konzept mit Stromerzeugung aus Holzvergasung vorgesehen.

"Energie für Thalgau"

Thalgau hat sich klare Ziele gesetzt: Der Energieeinsatz soll um 20 Prozent gesenkt und der Energiebedarf im Bereich Strom und Wärme zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien gedeckt werden. Darüber hinaus sollen bestehende Möglichkeiten zur Eigenversorgung mit Erneuerbaren Energien genützt werden. Der Strombedarf der öffentlichen Gebäude und der Straßenbeleuchtung wird bereits mit Ökostrom bedient. Die Energieberatungsstelle der Gemeinde freut sich über den regen Besuch der Bevölkerung. In naher Zukunft sollen eine temporeduzierte Mischverkehrszone im Ortskern, ein Windpark am Lehmberg sowie eine Schnellbahnverbindung zur Stadt Salzburg entstehen.


Verfasser: Redaktion (presse@gemeindebund.gv.at)


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