English | Française
SUCHE


STARTSEITELINKSIMPRESSUMKONTAKT
"Goldenes Ehrenzeichen" für Legende der Kommunalpolitik

04.11.2010
Bildrechte: Gemeindebund
Bildrechte: Gemeindebund
Von Innenministerin Maria Fekter persönlich wurde einem besonderen Mann das Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich überreicht. Mit 88 Jahren erhielt der ehemalige Bürgermeister von Wolfurt und vormalige Präsident des Vorarlberger Gemeindeverbandes Hubert Waibel diese hohe Auszeichnung.
Hubert Waibel ist ein Urgestein der Vorarlberger Kommunalpolitik. Der ehemalige Langzeit-Bürgermeister von Wolfurt und Präsident des Vorarlberger Gemeindeverbandes erhielt nun das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, überreicht von Innenministerin Maria Fekter persönlich.

Gemeindebund-Präsident Mödlhammer unterstrich in seiner Rede besonders den Einsatz Waibls für die Gemeinden.Ein Vorbild der Menschlichkeit

Viele Freunde und seine gesamte Familie reisten aus dem Ländle an, um wenige Tage vor Waibels 88. Geburtstag der Ehrung beizuwohnen. Auch Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer und sein Generalsekretär Dr.  Robert Hink ließen es sich nicht nehmen, der Ehrung im stilvollen Oktogon des Innenministeriums beizuwohnen. "Hubert Waibel hat zahllose Verdienste", erklärte Mödlhammer. "Sein größtes Verdienst ist aber, dass er trotz seiner vielen Jahre in der Politik und in höchsten Funktionen immer ein Vorbild an Menschlichkeit geblieben ist."

Auch Innenministerin Maria Fekter fand überschwengliche Worte für Waibels Engagement: "Es ist bei weitem keine Selbstverständlichkeit, sich über so viele Jahre mit so großem Einsatz in der Gemeindepolitik zu engagieren. Ich kenne den Lebensweg von Hubert Waibel sehr genau, ich bewundere seine Schaffenskraft und die Erfolge, die seine Gemeinde Wolfurt zu einer der lebenswertesten Gemeinden Vorarlbergs gemacht haben."

Hubert und seine Frau Inge Waibl mit vier ihrer fünf Töchter und den Enkelkindern.Durch Zufall ins Bürgermeisteramt

Dabei, so erzählt der sichtlich gerührte Waibel, sei seine Wahl zum Bürgermeister eigentlich ein Zufall gewesen. "Meiner Wahl ging ein Streit zwischen dem amtierenden Bürgermeister und seiner Fraktion voraus. Der Mann wurde von den eigenen Leuten abgewählt und ein Nachfolger bestimmt. Durch einen tragischen Autounfall kam der designierte Nachfolger aber ums Leben. Daraufhin setzte man interimistisch einen Bürgermeister bis zur nächsten Wahl ein, für den aber klar war, dass er dieses Amt nur übergangsweise ausüben will. Es wurde also - so würde man das heute nennen - eine "fact finding mission" gestartet, mit dem Ziel, bis zur nächsten Wahl einen geeigneten Bürgermeister zu finden. Ich war bis dahin nicht einmal im Gemeinderat oder in einer Partei, ich war kommunalpolitisch gar nicht engagiert, sondern hatte einen guten Job in der Privatwirtschaft. Trotzdem ist man an mich herangetreten, ob ich das machen will und ich habe zugesagt. Ich wurde einstimmig quasi als Quereinsteiger gewählt, das war der Anfang meiner Bürgermeister-Karriere."

v.l.: Angelika Moosbrugger (Vizebgm. Wolfurt), BM Maria Fekter, Hubert und Inge Waibl, Helmut MödlhammerKarriere in der Gemeinde- und Landespolitik

Im Laufe von Waibels politischem Lebensweg folgte eine große weitere Zahl an Ämtern und Funktionen. So wurde Waibel schon 1964, wenige Jahre nach Amtsantritt als Bürgermeister auch in den Vorarlberger Landtag gewählt, dem er über zwei Jahrzehnte als Abgeordneter angehörte. 1970 wählten ihn seine Amtskollegen zum Vizepräsidenten des Vorarlberger Gemeindeverbandes, vier Jahre später zum Präsidenten.

Darüber hinaus übte Waibel in seiner aktiven, aber auch nach seiner aktiven politischen Zeit eine Fülle von Ehrenämtern aus, u.a. war er Präsident der Landesgruppe Vorarlberg der österreichisch-sowjetischen Gesellschaft, Obmann des Seniorenbeirates, u.v.m.. Sein Engagement schlug sich auch vor der aktuellen Ehrung in vielen anderen Auszeichnungen nieder. So ist Waibel natürlich Ehrenbürger seiner Gemeinde, Ehrenpräsident des Vorarlberger Gemeindeverbandes und Ehrenmitglied des Österreichischen Gemeindebundes.

Privat ist Hubert Waibel mit seiner Frau Inge verheiratet und hat fünf Töchter sowie neun Enkelkinder.

"Wir freuen uns ganz besonders mit Hubert Waibel", sagte Gemeindebund-Generalsekretär Dr. Robert Hink bei der Verleihung und gratulierte im Namen aller heimischen Gemeinden. "Es gibt wenige, die diesen Orden so verdient haben, wie er."



Verfasser: Daniel Kosak/Nora Grünbauer (presse@gemeindebund.gv.at)



Feedback

Vorname :
Nachname :
Betreff :
Feedback :
*Rückmeldung :

Wünschen Sie eine Rückmeldung, dann geben Sie hier eine E-Mailadresse oder Telefonnummer an.
*Sicherheitsabfrage :


 Wie bewerten Sie diesen Artikel?

 sehr informativ neutral kaum informativ



 | Artikel per Email verschicken


Haben Sie eine Frage zu österreichs Gemeinden?

Schwerpunkte


.