English | Française
SUCHE


STARTSEITELINKSIMPRESSUMKONTAKT
"VielfaltLeben"-Gala zeichnete die besten Gemeinden aus

25.11.2010

Bildrechte: N. Grünbauer
Insgesamt 120 Gemeinden reichten im Wettbewerb um den Titel "Vielfalt-Champion" Projekte rund um den Schutz der Artenvielfalt ein - vier konnten die Jury am meisten von sich überzeugen. Vom Sonnentau bis zur Wildkatze - Prominente bewarben zudem ihre "Patenkinder": Streng geschütze Arten.
Die Wiener Staatsoper bildete den festlichen Rahmen für die Prämierung der Gemeinde-Projekte zum Schutz der Biodiversität in Österreich. Insgesamt 120 Gemeinden stiegen in den Wettkampf um den Titel "Vielfalt-Champion", doch Bürmoos in Salzburg konnte sich letztendlich durchsetzen. Drei weitere Gemeinden wurden nach Einwohnerzahl gestaffelt ausgezeichnet:
  • Kirchheim im Innkreis, Sieger bei den kleinen Gemeinden
  • Tattendorf, Sieger bei den mittleren Gemeinden
  • und das gemeindeübergreifende Projekt von Altach, Götzis, Koblach und Mäder wurde Sieger bei den großen Gemeinden. 

Die Champions der Sieger-Gemeinde Bürmoos mit BM Berlakovich, Sepp Forcher und Präsident Mödlhammer.Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer, der in der Jury saß, war nicht von der Vielzahl der eingereichten Projekte überrascht: "Ich bin von der Vielfalt an Ideen wirklich beeindruckt." Der Vielfalt-Champion durfte sich über einen Scheck von 5.000 Euro freuen, die restlichen drei Gemeinden gingen auch nicht leer aus, denn sie erhielten einen Betrag über 1.000 Euro. Umweltminister Niki Berlakovich, der selbst in der Kommunalpolitik seine politische Karriere begonnen hat, betonte: "Gemeinden sind bei 'VielfaltLeben' unsere wichtigsten Kooperationspartner, denn dort ist die Politik direkt am Menschen."

Die prominenten Artenschutz-Paten mit ihrem Geschenken.High Society versammelt sich im Kampf um Artenvielfalt

Vor der Prämierung der Siegergemeinden überreichte der Minister den zahlreichen Paten für bedrohte Tiere und Pflanzen eine symbolische Anerkennung, nämlich Brutkästen für die einzelnen Tierarten und von Kindern gemalte Bilder ihrer "Schützlinge" Die meisten der prominenten Paten ließen es sich nämlich nicht nehmen, persönlich zur Gala zu erscheinen: Von der Dancing Star-Lady und "Konkret" Moderatorin Claudia Reiterer, die dem Schutz für die Wildkatze übernahm, über Schirmherrin Maggie Entenfellner, die sich besonders für Fledermäuse einsetzt, bis hin zu Sepp Forcher, der für das Pinzgauer Rind die Patenschaft übernommen hat. Für den passenden musikalischen Rahmen sorgten Luttenberger*Klug und die norwegische Sängerin Rebekka Bakken. Alle Beteiligten bis hin zu den beiden Moderatoren Karl Ploberger und Monika Langthaler sind ebenfalls Paten für geschützte Arten.

Die Sieger-Projekte im Detail:

 

Vielfalt-Champion Bürmoos (Sbg.) Als in Bürmoos die Torfgewinnung 2000 gänzlich eingestellt wurde, galt es das Hochmoor zu retten. Dafür leisteten die Bürmooser insgesamt beachtliche 43.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden. Unter dem Patronat der Gemeinde wurden der "Torferneuerungsverein Bürmoos"  gegründet, dem heute 564 Mitglieder, vom Schüler bis zum Pensionisten, angehören. Die so geschaffenen Flächen für die Natur weisen eine beachtliche Artenvielfalt auf. Nicht nur die Natur nutzt die Fläche, sondern auch Interessierte können am Lehrpfad die zurückgewonnene Artenvielfalt bestaunen.
Kirchheim im Innkreis (OÖ) In Kirchheim geht der Weg schon seit den 1990ern zurück zur Natur. Als Meilensteine können die Renaturierung der stark bebauten Waldzeller Ache und ein umweltverträglicher Umweltschutz bezeichnet werden. Auch auf die Jüngsten wird mit dem Naturforschungskoffer, der Gestaltung des Schulgartens und der gesunden Schuljause nicht vergessen. Die länderübergreifenden "Streuobsttage" und die Ernennung zum Kulturdorf Europas 2010 machten Kirchheim überregional bekannt.
Gemeinschaftsprojekt von Altach, Götzis, Koblach und Mäder (Vbg.) Naturschutz stellt einen wesentlichen Bereich der Gemeindezusammenarbeit dar. Auch die Vorarlberger Gemeinden möchten ein Moor zusammen mit einem Streuwiesenkomplex für die nächsten Generationen erhalten. Beim "Artenbestimmen im Forschercamp" entdeckten etwa 300 Schüler die Kummerbergregion mit ihrem Pflanzen- und Tierreichtum.
Tattendorf (NÖ) Die niederösterreichische Gemeinde konnte die Jury mit einem umfassenden Konzept zum Schutz und der Erhaltung der biologischen Vielfalt überzeugen. Vor allem der gesamtheitliche Ansatz mit Einbeziehung der gelebten Einstellung der Bürger, ist dabei hervorzuheben. Schutzmaßnahmen wie Nützlingshotels, Feuchtbiotope oder Eidechenplätze wurden schon umgesetzt.

Verfasser: Carina Rumpold (carina.rumpold@gemeindebund.gv.at)


 Bildergalerie





Feedback

Vorname :
Nachname :
Betreff :
Feedback :
*Rückmeldung :

Wünschen Sie eine Rückmeldung, dann geben Sie hier eine E-Mailadresse oder Telefonnummer an.
*Sicherheitsabfrage :


 Wie bewerten Sie diesen Artikel?

 sehr informativ neutral kaum informativ



 | Artikel per Email verschicken


Haben Sie eine Frage zu österreichs Gemeinden?

Schwerpunkte


.