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Mödlhammer: Feuerwehren können Katastrophenschutz nicht zur Gänze übernehmen

07.02.2011


Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer warnt davor, den Katastrophenschutz gänzlich der Feuerwehr zu überlassen. Obwohl die Feuerwehr 90 Prozent der Katastropheneinsätze übernimmt, ist für die restlichen zehn Prozent das Bundesheer vonnöten, denn es besitzt das nötige schwere Gerät und Hubschrauber. Außerdem ist ein wochenlanger Einsatz der freiwilligen Feuerwehr nicht bewältigbar.
"Was will man den Gemeinden und den Feuerwehren denn noch alles aufbürden", ärgert sich Gemeindebund-Chef Bgm. Helmut Mödlhammer über die aktuelle Diskussion, in der gefordert wird, dass die Feuerwehren alle Agenden des Katastrophenschutzes übernehmen sollen. "Die Feuerwehren leisten exzellente Arbeit, sie sind verlässliche und unverzichtbare Partner im Katastrophenschutz. Bei richtig großen Katastrophen geraten sie aber weit über die Grenzen ihrer Möglichkeiten", so Mödlhammer. "Das Bundesheer ist in diesem Bereich unersetzbar."

"Wochenlanger Einsatz der Feuerwehr undenkbar"

Mödlhammer warnte eindringlich davor, die Feuerwehren mit diesen Aufgaben zu überlasten. "Den Wehren fehlen hier einerseits die oft notwendigen schweren Geräte, andererseits kann auch ein freiwilliger Feuerwehrmann nicht wochenlang im Katastropheneinsatz sein, da spielt doch kein einziger Arbeitgeber mit", so der Gemeindebund-Präsident.

"Wenn ich etwa an Lawinen- oder Schneekatastrophen denke, die ohne schwere Geräte und Hubschrauber nicht zu bewältigen sind. Oder wenn ich an die Hochwasser-Katastrophen denke, bei der tausende Soldaten zehntausende Stunden im Einsatz waren. Da weiß ich, dass dies von den Feuerwehren alleine einfach nicht bewältigbar wäre."

Blitzumfrage bestätigt: Bürgermeister wollen Heer für Katastrophen

"90 Prozent der Katastropheneinsätze werden von den Feuerwehren ausgezeichnet bewältigt, die restlichen zehn Prozent sind aber ohne das Bundesheer einfach nicht vorstellbar. Ich bitte hier schon um Verständnis, dass man den Reformbedarf beim Bundesheer nicht schon wieder auf dem Rücken der Gemeinden, die ja Erhalter der Feuerwehren sind, austragen kann."
Mödlhammer weiß in dieser Frage auch eine überwältigende Mehrheit der Bürgermeister hinter sich.

"In einer Blitzumfrage des Gemeindebundes haben jüngst erst 91,4 Prozent der Ortschef/innen die Leistungen des Heeres im Katastrophenschutz als unverzichtbar bezeichnet. Der Bund kann und darf sich weder organisatorisch, noch formell aus dem Katastrophenschutz zurückziehen. Das ist und bleibt Kompetenz des Bundes", so der Gemeindebund-Chef abschließend.


Verfasser: Redaktion (presse@gemeindebund.gv.at)



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