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Vinzenz Rauscher geht in Pension

17.05.2011
Alles neu macht der Mai: Die Jung-Pensionisten Rauscher (li.) und Ferlitsch (re.) umringen Neo-Präsident Vouk. (Bildrechte: St.Stefan)

Nach mehr als 31 Jahren Gemeindearbeit - davon immerhin 28 als Bürgermeister - in seiner Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See, geht Vinzenz Rauscher in Pension. Der 61-Jährige war außerdem Vizepräsident des Kärntner und Mitglied des Bundesvorstands des Österreichischen Gemeindebunds.

Armin Assinger war gerade erst volljährig geworden, da wurde Vinzenz Rauscher schon zum Bürgermeister ihrer beider Heimatstadt Hermagor. Ob der Gendarm und Schifahrer den Gendarmen und SPÖ-Politiker auch gewählt hatte, konnte Kommunalnet nicht eruieren - ist mittlerweile ja auch belanglos: Vinzenz Rauscher geht mit 31. Mai 2011 nämlich in Pension.

Politiker, Jäger aber vor allem Mensch: Nach einem Schicksalsschlag will Rauscher sich nun seiner Familie widmen. (Bildrechte: Hermagor)Vom Polizist zum Bürgermeister

Als Vinzenz Rauscher am Silvestertag des Jahres 1949 in Egg geboren wurde, konnte noch niemand ahnen, dass aus dem gelernten KfZ-Mechaniker und späteren Polizisten einmal ein Bürgermeister werden sollte. Die Karriere begann 1971, als Rauscher Egger Gemeindesekretär wurde. Mit der Gemeinde-Zusammenlegung 1973 avancierte er zum Leiter des Tourismusbüros der nunmehrigen Stadtgemeinde Hermagor-Pressegger See. Sechs Jahre später zog er auf der SPÖ-Liste in den Gemeinderat ein. Und da er sein Amt als Stadtrat für Sport, Kultur, Schule und Kindergarten scheinbar mit Bravour meisterte, wurde er nur vier Jahre später, am 10. Jänner 1983 Bürgermeister. Die nächsten und finalen Karriereschritte folgten 1991 mit der Wahl zum Vizepräsidenten des Kärntner Gemeindebundes und dem Einzug in den Bundesvorstand des Österreichischen Gemeindebundes. Für sein politisches Lebenswerk wurde Rauscher 2008 das Goldene Ehrenzeichen des Landes Kärnten verliehen.

Politiker und Mensch

Vinzenz Rauscher ist aber nicht nur Politiker, sondern vor allem Mensch: Mit seiner Frau Maria hat er zwei Töchter, die ihm bereits zwei Enkelkinder schenken konnten und als Hobbies gibt er die Jagd, Jagdhornblasen, Schifahren und Radfahren an. Ein schwerer Schicksalsschlag war sicherlich die Krebsdiagnose, aber auch diese Krankheit konnte die Kämpfernatur nicht aufhalten. Er will sich nun verstärkt seiner Familie und der Betreuung seiner Eltern (beide im 89. Lebensjahr) widmen. "Es gab immer eine kollegiale Zusammenarbeit im Gemeinderat sowie mit den verschiedenen Institutionen und Behörden. Ich konnte mich aber auch auf ein hervorragendes Mitarbeiterteam verlassen. Daher ist es mir ein besonderes Bedürfnis mich auf diesem Wege nochmals bei allen Wegbegleitern für das gegenseitige Vertrauen, die große Unterstützung, kollegiale Zusammenarbeit und die vielen Freundschaften herzlichst zu bedanken", so Rauscher über seinen Abschied aus der Politik.

Das war seine Leistung

Die Stadtgemeinde - deren interimistische Leitung bis zur Neuwahl Vizebürgermeister Siegfried Ronacher übernehmen wird - bedauert den Abgang der prägnanten Persönlichkeit, die viel bewegen konnte. So hat sich in den drei Jahrzehnten seiner Führung die Stadtgemeinde zu einer international führenden Tourismusregion entwickelt. Hermagor kann sich als Schul- und Einkaufszentrum bezeichnen, und auch der sozial-medizinische und der sicherheitstechnische Bereich befinden sich auf einem hohen Niveau. Bei der Gemeindeerneuerung stand der Schutz und Erhalt der schönen Natur und Umwelt, durch Errichtung der Abwasseranlagen, einer modernen Müllentsorgung und einer gesicherten Trinkwasserversorgung, im Vordergrund. Darüber hinaus kann auf eine steigende und solide Finanzwirtschaft im Gemeindebudget hingewiesen werden, die auch weiterhin eine moderne Infrastruktur gewährleisten wird. "Ich bin glücklich und dankbar zur Entwicklung meiner Heimatgemeinde einen Beitrag geleistet zu haben. Mir hat die Funktion des Bürgermeisters immer Freude bereitet", meint der Jung-Pensionist bescheiden.

Bedauern und Respekt kommt aus dem Gemeindebund

Mit großem Bedauern aber Respekt vor der Entscheidung reagierte der Präsident des Kärntner Gemeindebundes, Bürgermeister Ferdinand Vouk (Velden/Wörthersee), auf Rauschers Rücktritt: "In seiner 28jährigen Tätigkeit als Bürgermeister hat Vinzenz Rauscher viel für die BürgerInnen seiner Heimatgemeinde erreicht. Es ist aber verständlich, dass für Vinzenz Rauscher nun seine Gesundheit und seine Familie im Vordergrund stehen." Vouk betont weiters: "Bürgermeister Rauscher hat 28 Jahre lang den Landesvorstand des Kärntner Gemeindebundes tatkräftig unterstützt und sich stets mit hoher Sachkenntnis eingebracht. Für seine langjährige Tätigkeit gebührt ihm unser außerordentlicher Dank."

 


Verfasser: Markus Wagentristl (presse@gemeindebund.gv.at)



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