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Umfrage: Oberösterreichs Bürger lieben ihre Gemeinden

22.06.2011

Land OÖ/Dedl
Großes Vertrauen und eine starke Bindung an die Heimatgemeinde bescheinigt eine Umfrage aus Oberösterreich den Kommunen. Die Zufriedenheit mit den Bürgermeistern ist hoch, Gemeindezusammenlegungen werden klar abgelehnt. Lesen Sie hier alle Ergebnisse der Umfrage.
"Die Identifikation ist an der Basis am stärksten", bestätigte sich wieder einmal bei einer Repräsentativumfrage der Oberösterreichischen Bevölkerung, die vom IMAS-Institut durchgeführt wurde, denn das meiste Vertrauen in die Lösungskompetenz haben die Oberösterreicher/innen immer noch in ihre Gemeindepolitiker, wenn der Schuh drückt. Dies und noch einige andere Zahlen präsentierten am 20. Juni 2011 Landtagspräsident Friedrich Bernhofer und Oberösterreichs Gemeindebundpräsident LAbg. Bgm. Johann Hingsamer. 

Bindung zur Gemeinde ist hoch

Auf die Frage, ob die Befragten gerne in ihrer Gemeinde wohnen, antworteten 79 Prozent mit "Ja". Nur zehn Prozent möchten lieber wo anders wohnen. Eine besonders starke Bindung zur eigenen Gemeinden haben Personen ab 50 Jahren, Bewohner der Landeshauptstadt und eher Frauen.

Zufriedenheit mit dem Bürgermeister hoch

Während 20 Prozent der Befragten mit der Arbeit ihres Bürgermeisters sehr zufrieden sind, und 47 Prozent einigermaßen zufrieden, sind ingesamt nur 19 Prozent nicht besonders bzw. gar nicht zufrieden. Somit sind gut zwei Drittel mit ihrem Bürgermeister zumindest einigermaßen glücklich. Erwartungsgemäß ist die Zufriedenheit in jenen Gemeinden besonders groß, wo die Bevölkerungszahl gering ist - also vor allem in ländlichen Gemeinden sowie im Mühl- und im Innviertel.  

Auch bei der Zufriedenheit mit der Bürgernähe erhalten die kommunalen Politiker ausgezeichnete Noten. Immerhin sind ganze 66 Prozent sehr zufrieden bzw. einigermaßen zufrieden mit der Arbeit des Gemeinderats und ganze 53 Prozent glauben, dass ihr Bürgermeister noch am ehesten um die Sorgen seiner Bürger Bescheid weiß. Radikal nimmt das Vertrauen dahingehend bei der nächsten Ebene, den Landespolitikern, ab, denn sie genießen nur mehr von 11 Prozent das Vertrauen. Lediglich drei Prozent glauben, dass der Bundespolitiker um die Probleme der Bürger Bescheid weiß.

Aufholbedarf bei der Information

Gut, aber nicht berauschend, ist das Ergebnis bei der Informationspolitik. 57 Prozent fühlen sich sehr gut (16%) bzw. einigermaßen gut (41%) über die Gemeindepolitik informiert. Immerhin 38 Prozent geben an, nicht besonders gut (27 %) oder gar nicht (11%) informiert zu werden. 

Interessanterweise könnte diese Zahl leicht verbessert werden, denn für 63 Prozent der Befragten ist die Gemeindezeitung das Medium, aus dem die meisten ihre Informationen zur Gemeindepolitik beziehen. An zweiter Stelle mit 40 Prozent rangiert das Gespräch mit dem Nachbarn. Erst auf den Plätzen drei und vier kommen die Gratis- und die Tageszeitungen.

Große Unwissenheit bei Finanzen

Auf die Frage "Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Gemeinde für Anschaffungen, Dienstleistungen usw. in der Vergangenheit eher zu viel oder eher zu wenig Geld ausgegeben hat?" antworteten 33 Prozent mit "hat zuviel Geld ausgegben" und 21 Prozent mit "hat zu wenig Geld ausgegeben". Eine Mehrheit von 46 Prozent gab an, diese Frage nicht beantworten zu können. Am meisten überzeugt von der Geldverschwendung ihrer Kommunen sind einerseits Personen mit geringerer Bildung und Stadtbewohner. Umgekehrt sind besonders Personen unter 30, Maturanten/Akademiker und Landbewohner von einer übermäßigen Spargesinnung ihrer Gemeinde überzeugt.

Allerdings sind 53 Prozent der Befragten der Meinung, dass durch Kooperationen zwischen den Gemeinden Einsparungen erzielt werden könnten. Ein knappes Drittel bestreitet dies. Überdurchschnittlich überzeugt von der Sinnhaftigkeit der Zusammenarbeit sind Personen mit hoher Bildung und ansonsten einerseits Bewohner ländlicher Kommunen und zum anderen die Linzer. 

Keine Akzeptanz für Gemeindezusammenlegungen

Eine klare Abfuhr haben die Befragten Gemeindezusammenlegungen erteilt: 54 Prozent würden diesen eher nicht zustimmen, während 23 Prozent eher zustimmen würden. Für 22 Prozent ist dieser Schritt egal. Vor allem Maturanten und Akademiker würden einer Gemeindefusion am ehesten zustimmen.

Bei der Frage nach dem Grund für die Ablehnung sehen 49 Prozent den Verlust des Charakters der Gemeinde und 46 Prozent allgemein zuviele Nachteile. 27 Prozent möchten auf ihren Ortsnamen nicht verzichten und 13 Prozent möchten weiterhin einen eigenen Bürgermeister im Ort haben. Im Zentrum bei dieser Frage steht die Furcht vor einem Identitätsverlust bei einer Fusion.


Verfasser: Carina Rumpold (presse@gemeindebund.gv.at)



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