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Probleme des ländlichen Raums stärker beachten

07.06.2006
Im Zuge der Pressekonferenz des Gemeindebundes im Vorfeld der Kärntner Landeskonferenz äußerte sich der Kärntner Gemeindebund-Präsident und 2. Landtagspräsident Bgm. Hans Ferlitsch zu den dringendsten Problemen des ländlichen Raums. 

"Es muss uns gelingen, die Probleme des ländlichen Raums der Bevölkerung auf einer sehr breiten Basis bewusst zu machen", so Ferlitsch.
Ferlitsch begrüsste die Initiativen zur Stärkung und Förderung von Klein- und Mittelbetrieben (KMU) ausdrücklich. "Das sind jene Unternehmen, die im ländlichen Raum tätig sind und dort die so wichtigen Arbeitsplätze schaffen", so Ferlitsch. "Ich glaube, dass wir mit diesen Anstrengungen auf dem richtigen Weg sind. Sie sind auch wichtiger Bestandteil der Bemühungen, die Abwanderung aus ländlichen Gemeinden zu stoppen." Ferlitsch erinnerte jedoch auch daran, die Bereiche der Landwirtschaft aber auch des Tourismus nicht zu vernachlässigen. "Vielen ist nicht bewusst, dass in diesen Bereichen allein in Kärnten Zehntausende Arbeitsplätze dauerhaft gesichert werden müssen", so Ferlitsch.
 
Im Bereich der Nahversorgung berichtete Ferlitsch von gemeinsamen Projekten mit Gemeindereferent Reinhart Rohr. "Wir tun alles, um den örtlichen Nahversorger zu unterstützen und ihm ein dauerhaftes Überleben zu ermöglichen", so Ferlitsch. Hier gebe es sehr interessante Modelle, beispielsweise das „Bausteinmodell", bei dem sich in Form einer Genossenschaft viele Menschen direkt am Erhalt eines Nahversorgers beteiligen können.
 
Erfreut äußerte sich der Kärntner Gemeindebund-Präsident über die offensichtlich bestehende Einigkeit zwischen ihm, Minister Pröll und Präsident Mödlhammer zur Wiedereinführung der Förderung für die Sanierung von Wasserversorgungsanlagen. "Diese Förderung wurde 2001 eingestellt, sie sollte schnellstmöglich wieder aktiviert werden", so Ferlitsch.
 
Schmied: "Zusammenschluss  ist einzigartig"
 
Kommunalkredit-Vorstand Dr. Claudia Schmied hob das Konzept der Länderkonferenzen besonders hervor. "Der Zusammenschluss zwischen Gemeindebund, der Kommunalkredit, den Landesverbänden, Tageszeitungen und Bundesministerien ist einzigartig. Wir leben in einer Zeit, in der kein Gebiet alleine und nur für sich bleiben kann", sagte Schmied und forderte bei allen Projekten das Konzept der Nachhaltigkeit ein.
 
50 Prozent der Investitionen in Österreich werden von den Gemeinden getätigt. "Die Kommunen müssen sich ihres enormen Stellenwertes bewusst werden, und dies vor allem gemeinsam." Eine Diskrepanz sieht Schmied in den sinkenden Investitionen auf der einen und den steigenden Anforderungen und Erwartungen der Bürger auf der anderen Seite.

Rahmenbedingungen müssen geändert werden
 
Wichtig sei es, passende Rahmenbedingungen zu schaffen. "Wenn wir an den Rahmenbedingungen nichts ändern, wird der ländliche Raum an Attraktivität, an Finanzkraft und Strahlkraft verlieren", so Schmied. Besonders die kleinen Gemeinden sind von Rationalisierungsmaßnahmen betroffen und sollten von der öffentlichen Hand unterstützt werden.
 
Die Kärntner Landeskonferenz beginnt heute, Mittwoch Nachmittag um 14 Uhr, im Congress Zentrum in Pörtschach. Dabei werden rund 100 Kärntner Bürgermeister/Innen und Gemeindevertreter/Innen die Probleme des ländlichen Raums diskutieren. Ebenso nehmen an der Landeskonferenz u.a. BM Pröll, Präsident Mödlhammer, LT-Präsident Ferlitsch und zahlreiche andere Politiker und Experten teil.


 


Verfasser: Daniel Kosak (daniel.kosak@gemeindebund.gv.at)



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