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Stadt Wien erhöht Wassergebühren um 33 Prozent

24.08.2011
Deutlicher Preissprung beim Wiener Wasser
Bildrechte: BMLFUW/Rita Newman
Auf eine saftige Gebührenerhöhung muss sich die Wiener Bevölkerung mit Jahresbeginn 2012 einstellen. Um satte 33 Prozent steigt die Gebühr für Wasser, die seit 1995 nicht mehr erhöht worden war. Auch die Gebühren für Kanal, Abfall und Parken steigen ab 2012, jedoch nur um rund sechs Prozent.

Mitten ins Sommerloch platzte die Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima mit der Nachricht einer massiven Gebührenerhöhung. Mit 1. Jänner 2012 steigt der Preis für einen Kubikmeter Wiener Wasser (=1.000 Liter) von 1,30 Euro auf 1,73 Euro. Rein rechtlich gibt es in Wien seit einigen Jahren eine automatische Valorisierung der Gebühren, die jedoch im Fall des Wasserpreises seit Jahren immer wieder ausgesetzt wurde. Daher datiert die letzte Erhöhung beim Wasser aus dem Jahr 1995.Die Wiener Wassergebühren liegen im internationalen Vergleich im Mittelfeld (Grafik: Stadt Wien).

Im Wiener Rathaus argumentiert man damit und mit der guten Qualität des Wiener Wassers. "Die Wasserwerke investieren pro Jahr rund 140 Mio. Euro in die Trinkwasserversorgung", sagt Stadträtin Sima. Allein 30 Mio. Euro würden in die Sanierung des Wasserrohrnetzes fließen. Zudem seien die Wiener Wassergebühren im internationalen Vergleich immer noch sehr moderat (siehe Grafik).

Mehrbelastung von 82 Euro pro Familie und Jahr

Im statistischen Durchschnitt verbraucht jede Person in Wien pro Tag ca. 130 Liter Wasser. Ein Vier-Personen-Haushalt kommt somit auf einen Jahresverbrauch von 190 Kubikmeter und muss dafür statt bisher 247 Euro fast 329 Euro berappen, eine Mehrbelastung von 82 Euro pro Jahr.

Auch die Müllgebühren sind - sagt die Stadt Wien - im internationalen Vergleich eher moderat (Grafik: Stadt Wien)Auch die Gebühren für die Abwasser- sowie die Müllentsorgung werden in Wien steigen, wenn auch "nur" um 6,3 Prozent. Hier tritt die gesetzlich vorgesehene Valorisierung in Kraft, laut der die Gebühren erhöht werden müssen, wenn der Verbraucherpreisindex bis zur Jahresmitte um mehr als drei Prozent gestiegen ist. Bei Abwasser und Müll ist diese Valorisierung schon in den vergangenen Jahren immer wieder angewandt worden, daher fällt  der Gebührensprung nicht so hoch, wie beim Wasser aus, wo zuletzt 1995 die Gebühren erhöht worden waren.

Teure Zeiten für abgeschleppte Falschparker

Das Wiener Wasser fließt lange Strecken, bevor es tatsächlich in der Bundeshauptstadt ankommt. (Grafik: Stadt Wien)Mit einer ebenfalls saftigen Erhöhung müssen auch Falschparker rechnen, die Abschleppgebühr wird erhöht. Statt bisher 192 Euro müssen Eigentümer abgeschleppter Autos künftig 242 Euro bezahlen, um ihr Fahrzeug wieder auszulösen. Das entspricht einer Steigerung von 25,9 Prozent und führt dazu, dass der Aufwand damit wieder zu 100 Prozent abgedeckt ist. Pro Jahr werden in Wien rund 30.000 Fahrzeuge abgeschleppt und auf den Abstellplätzen der Stadt Wien kurzfristig verwahrt.

Vergleichsweise bescheiden nimmt sich da die Erhöhung der Kurzparktarife aus. Statt 1,20 Euro pro Stunde muss man ab Jahresbeginn 2012 1,30 pro Stunde bezahlen, um die Wiener Kurzparkzonen zu benutzen.

Die Neuerungen im Detail:

 

Abfall Die Entleerung eines 120-Liter-Kübels kostet ab 2012 4,24 Euro statt bisher 3,99 Euro.
Wasser Die Gebühr für einen Kubikmeter Wasser steigt von 1,30 Euro auf 1,89 Euro.
Kanal Die Gebühr für die Entsorgung eines Kubikmeters Abwasser kostet künftig 1,89 Euro statt bisher 1,78 Euro.
Parken Die Anpassung betrifft in diesem Fall nur die Parkometerabgabe (Kurzparkzonen) und nicht das Parkpickerl für Anrainer/innen. Künftig kostet die Parkstunde in den Wiener Kurzparkzonen 1,30 Euro statt bisher 1,20 Euro. Die Abschleppgebühr wird von derzeit 192 Euro auf künftig 242 Euro erhöht.


Verfasser: Daniel Kosak (presse@gemeindebund.gv.at)



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