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Nachlese zu den Kommunalen Sommergesprächen erschienen

29.08.2011


Alle Vorträge sind in der Nachlese zu den Kommunalen Sommergesprächen 2011 für Sie aufbereitet: Der Eröffnungsvortrag von Rudolf Taschner, das Referat von Alois Steinbichler, die Studie "Gestern-heute-morgen" von Helene Karmasin und Wolfgang Bachmayer und vieles mehr finden Sie hier.

Viele Eindrücke aus den Vorträgen konnte man von den Kommunalen Sommergesprächen mit in den Arbeitsalltag nehmen. Wer nochmal die sieben Thesen von Horst W. Opaschowski nachlesen will, oder wer wissen will, warum die Alterspyramide kippt, wenn wir das Pensionsantrittsalter nicht heben, hat in der Nachlese zu den Kommunalen Sommergespräche 2011 noch einmal Gelegenheit dazu.

Eröffnungsrede von Mathematik-Genie Rudolf Taschner


Der Wissenschaftler des Jahres 2004 über die Generationengerechtigkeit. (Bildrechte: Gemeindebund)Gerechtigkeit ist ein großes Wort. Schon der griechische Philosoph Platon sprach von Gerechtigkeit, wenn der den Staat Leitende gerecht ist. Ganz anders war die Auffassung im Mittelalter, wo die Herrscher glaubten, durch Kriege, Heirat oder Erbfolge für Gerechtigkeit sorgen zu müssen. Dieser Blickwinkel wandelte sich im Laufe der Aufklärung wieder - sie bedeutete die Möglichkeit zu sozialem Aufstieg. Außerdem sollte die Gerechtigkeit über Institutionen sichergestellt werden. Über diesen historischen Überblick gelangte Taschner zu der Frage der Generationengerechtigkeit und zeigte anhand einfacher Rechnungen, dass sich die Pensionen nicht mehr finanzieren lassen werden können, wenn wir nicht an einer Schraube, sei es das Pensionsalter oder die Zuwanderung, drehen. 

Klicken Sie hier um die ganze Präsentation von Alois Steinbichler zu sehen.Steinbichler: "Mut zur Klarheit"

Kommunalkredit-Vorstandsvorsitzender Alois Steinbichler demonstrierte anhand seines Vortrages Mut zur Klarheit. Er räumte mit Mythen rund um die Finanzkrise auf und zeigte klar, welchen Enfluss der öffentliche Diskurs auf die Finanzmärkte hat, und dass auch er zur Verschlimmerung der Lage beitragen kann. Außerdem plädiert er dafür, dass nicht der Euro als Währung in der Krise sei. Zur Bewältigung der Schwierigkeit brauche es mehr und nicht weniger Europa und vor allem ein gemeinsames zeitgerechtes Vorgehen.

Studie gestern-heute-morgen


Klicken Sie hier um die ganze Präsentation von Wolfgang Bachmayer zu sehen.Wolfgang Bachmayer und Helene Karmasin sprachen anhand einer OGM-Studie, die wichtige Fragen der Gesellschaft in der Bevölkerung und bei den Bürgermeistern abfragen ließ, über die wichtigen gesellschaftlichen und politischen Themen im Lichte der Zukunft und der Vergangenheit. So zeigten beide, dass prägende Erlebnisse aus der Vergangenheit auf die heutige Politik Einfluss haben. Wäre beispielsweise die Katastrophe in Tschernobyl nicht passiert, würde man heute wahrscheinlich anders über Atomkraft denken. Viele Probleme, die wir heute bewältigen müssen, fußen auf Erfahrungen aus der Vergangenheit. "Jedes Jahrzehnt des Gestern hat seine Schocks und Ängste. Es gab innere und äußere Feinde - die Ölkrisen, Umweltkatastrophen, Balkankriege, den Terroranschlag vom 11. September 2011, die Wirtschafts- und Finanzkrise. Der durchschnittliche Mensch versteht die Vorgänge im Detail nicht. Er behält nur ein Gefühl in Erinnerung: Ich habe Angst. Das macht kooperativ", so Karmasin bei der Doppelconférence mit Wolfgang Bachmayer. Ebenso wie das Publikum vor Ort beim Live-Voting, spiegelten die Ergebnisse die Meinung der befragten Bürgermeister wider.

Mag. Rainer Bacher erklärte den Teilnehmern, wie man Zinsrisiken richtig managed. (Bildrechte: Gemeindebund)Workshops und Foren: Expertenwissen aus erster Hand


Im Rahmen der Workshops konnten die Teilnehmer/innen durch Experten einerseits mehr über die Freiwilligenarbeit in den verschiedensten Facetten erfahren und andererseits wurden die drängendsten Probleme der Gemeinden wie die strafrechtliche Haftung der Gemeindeorgane oder das Management der Zinsrisiken geklärt.

Zukunftsforscher Opaschowski prophezeit "Das Ende der Ichlinge"

Mit Spannung wurde der letzte Vortrag im Rahmen der sechsten Kommunalen Sommergespräche erwartet, bei dem es um die Zukunft der Gemeinden ging. Er veranschaulichte anhand einer einfachen Geschichte, wie unterschiedlich Wirklichkeiten wahrgenommen werden können. Deswegen spricht er auch nicht von der "Zukunft", sondern stellt klar, dass das Wort im Singular "die Zukünfte" im Plural einschließen muss. Er erklärt: "Als Zukunftsforscher prophezeie ich nicht. Ich beobachte, was war, was geschieht und wäge Folgen für die Zukunft ab." Er beobachtet Menschen und leitet aufgrund ihrer Lebensgewohnheiten - durch das "Wollen des Menschen" - die sieben Trends für die Zukunft ab.

Politikerrunde: Schuldenabbau im Zentrum


Bei der politischen Diskussionrunde ging es heiss her. (Bildrechte: Gemeindebund)Einen wahren Schlagabtausch lieferten sich Alois Steinbichler (Kommunalkredit), Martha Schulz (WKÖ), Gabi Burgstaller (LH Salzburg), Veit Sorger (IV), Hans Bürger als Moderator, Maria Fekter (BM für Finanzen), Reinhold Mitterlehner (BM für Wirtschaft, Familie und Jugend) und Helmut Mödlhammer (Gemeindebund). Das hauptsächliche Thema war die Finanzsituation der Gemeinden und der Schuldenabbau des Bundes, der Länder und der Gemeinden. Strukturreformen und Ausgabeneinschränkung wurden dabei beispielsweise von Finanzministerin Fekter eingemahnt. Landeshauptfrau Gabi Burgstaller möchte ein gemeinsames neues Finanzierungsmodell ab 2015 auf die Beine stellen, wobei die Finanztransfers entflechtet werden sollen. Als Antwort verspricht die Finanzministerin einen Vorschlag zu präsentieren, der nicht dem gewohnten abgestuften Bevölkerungsschlüssel folgt.

Kicken Sie auf das Bild um die gesamte Nachlese zu öffnen!



Einen Auszug aus der Nachlese können Sie auch im aktuellen Kommunal (Ausgabe 7/8 2011)finden. Die vollständige Version finden Sie auch am Ende dieses Artikels zum Download.

 

 

 


Verfasser: Carina Rumpold (presse@gemeindebund.gv.at)


 verfügbare Downloads

Nachlese zu den Kommunalen Sommergesprächen 2011 (PDF; 3,3 MB)




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