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Fohnsdorf: Verluste, aber absolute Mehrheit für Straner

26.09.2011

Bild: ORF
Der umstrittene Bürgermeister von Fohnsdorf, Johann Straner, musste bei der Wahl herbe Verluste einstecken, behält aber die absolute Mehrheit. Wegen akuter Finanzprobleme hatte die Landesregierung den Bürgermeister abgesetzt und einen Regierungskommissär eingesetzt. Straner trat aus der SPÖ aus und mit einer eigenen Liste an.

Herbe Verluste muss Johann Straner bei der Gemeinderatswahl in Fohnsdorf verkraften: Der frühere SPÖ-Bürgermeister fiel mit seiner Liste Hans von 71,2 Prozent auf 55,4 Prozent der Wählerstimmen zurück.

Als die massiven Finanzprobleme der Gemeinde - unter anderem verursacht durch den Bau der Aqualux-Therme - bekannt wurden, wurde Straner als Bürgermeister abgesetzt. Weil die SPÖ-Landesspitze Straner als Kandidaten für nicht mehr tragbar gehalten hatte, war er im Kreise früherer SPÖ-Gemeinderäte mit einer Namensliste angetreten. Die „Liste 1“, an sich für die SPÖ am Wahlzettel reserviert, blieb in der „roten Hochburg“ erstmals seit 1945 leer.



Leicht sinkende Wahlbeteiligung

6.762 Wahlberechtigte waren aufgerufen, aus fünf kandidierenden Listen einen neuen Gemeinderat zu wählen, die Wahlbeteiligung lag bei 71,3 Prozent (2010: 77 Prozent).
Die Mandatsverteilung im neuen Fohnsdorfer Gemeinderat: 

Von 4.650 gültigen Stimmen entfielen 2.576 oder 55,4 Prozent auf die Liste „Hans“, die 15 Mandatare stellt (2010: Straner mit SPÖ 71,2 Prozent, 19 Mandate). Straner erreichte damit zwar die absolute Mehrheit, verlor aber die Zweidrittel-Mandatsmehrheit.

ÖVP und Grüne legen zu

Zugelegt haben ÖVP und Grüne: Die Volkspartei kam auf 1.137 Stimmen und 24,5 (18,4) Prozent und ist nun mit sechs (bisher vier) Mandaten im Gemeinderat vertreten, die Grünen schafften mit 370 Stimmen und rund 8 Prozent mit zwei Mandaten den Wiedereinzug. KPÖ und FPÖ blieben mit 298 Stimmen und 6,4 (4,3) Prozent bzw. 269 Stimmen und 5,8 (4,6) Prozent zwar leicht über ihren Ergebnissen von März 2010, haben aber weiter nur ein Mandat.

"Nicht im Sinne der steirischen SPÖ"

„Auch wenn es nicht im Sinne der steirischen SPÖ ist, dass Johann Straner sich der Bürgermeisterwahl gestellt hat, müssen wir die Entscheidung akzeptieren. Das ist Demokratieverständnis“, kommentierte SPÖ-Landesgeschäftsführer Toni Vukan im Namen der steirischen SPÖ das Ergebnis. Der Grüne Obersteiermark-Sprecher Lambert Schönleitner freut sich über den Wiedereinzug seiner Partei in den Fohnsdorfer Gemeinderat: „Dieses Ergebnis erfüllt uns alle mit Freude und gibt uns Mut, auch in den anderen obersteirischen Städten konsequent weiterzuarbeiten.“

Gratulationen an ihre Spitzenkandidatin Elfi Wieser kommen von KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler: „Auf Elfi Wieser können sich die Fohnsdorfer verlassen. Die nächsten Jahre werden nicht einfach. Wir müssen gemeinsam verhindern, dass dieselben Personen, die den Ort in den finanziellen Abgrund geführt haben, jetzt das Eigentum der Gemeinde, die Wohnungen und das Altenheim verschleudern.“




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