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Erfolgskriterien für ländliche Entwicklung

12.06.2006
Auftakt zur Niederösterreichischen Landeskonferenz in St. Pölten war eine Diskussionsrunde, in der sich die prominenten Teilnehmer mit den Erfolgskriterien für eine zukunftsgerichtete ländliche Entwicklung auseinandersetzten.

Der erste der insgesamt vier Blöcke der Niederösterreichischen Landeskonferenz im Veranstaltungszentrum in St. Pölten thematisierte die Erfolgskriterien für eine zukunftsgerichtete ländliche Entwicklung. Die Teilnehmer Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer, Bgm. Alfred Riedl, Präsident des Gemeindevertreterverbandes der VP Niederösterreich, Bgm. Bernd Vögerle, der Präsident des Sozialdemokratischen Gemeindevertreterverbandes NÖ, LR Wolfgang Sobotka und Dr. Reinhard Platzer, Generaldirektor der Kommunalkredit Austria widmeten sich der Problematik des ländlichen Raumes. Moderiert wurde die Veranstaltung von Wirtschaftsblatt-Redakteur Johann Pleininger.


"Gemeinsam stärker – Interkommunale Zusammenarbeit"


Präsident Riedl betonte die Bedeutung der Interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ). Besonders im Hinblick auf die immer größer werdenden Herausforderungen zeige sich in der Gemeindearbeit, dass gemeindeübergreifende Kooperationen nützlich seien. "In Wahrheit ist es nur gemeinsam möglich, das Angebot in der Form und Qualität zu bieten. Zusammen sind wir ganz einfach stärker", so der Präsident des VP-Gemeindevertreterverbandes. Die Bezirks- und länderübergreifende Zusammenarbeit beurteilte der Präsident des Sozialdemokratischen Gemeindevertreterverbandes ebenfalls als wichtig. Dabei dürfe die Gemeindeautonomie nicht in Frage gestellt werden. "Wir versuchen, Konflikte nicht aufkommen zu lassen und erarbeiten gemeinsam Konzepte. Bei der Umsetzung ist die Politik gefragt, deren Aufgabe es auch ist, neue Modelle zu finden. Man sollte nicht davon reden, man sollte es tun!", so Vögerle.


IKZ: NÖ ist Pionier und Kernland


"Wenn wir von interkommunaler Zusammenarbeit sprechen ist Niederösterreich ein Kernland. Vor sechs Jahren entstand die Idee, Verwaltungsaufgaben und praktische Aufgaben wie die Bauhöfe zusammenzulegen", erklärte Präsident Mödlhammer. Die ersten Schritte über Gemeindegrenzen hinweg waren eine nicht leicht zu meisternde Herausforderung. Niederösterreich nahm als Pionier in diesem Bereich eine Vorreiterrolle ein. Nur gemeinsam gewinnen die Gemeinden an Stärke. "Mehrere Gemeinden können das Komplettangebot, das aus einer Reihe von Faktoren wie Infrastruktur, Schule, Bildung, Kultur besteht, nur gemeinsam anbieten", so Mödlhammer.

"Höhere Investitionsquoten in NÖ"

Generaldirektor Platzer ging auf die Investitionsquoten ein, die in NÖ höher sind. 391 Euro werden pro Einwohner investiert, der Österreichschnitt liegt bei 322 Euro pro Kopf - davon fließt ein großer Teil in die Infrastruktur. "Die Kehrseite der Medaille ist eine höhere Verschuldung von 2.228 Euro pro Einwohner", so Platzer. "Österreich ist von ländlichen Gemeinden geprägt. 60 Prozent der Bevölkerung lebt im ländlichen Raum. Hier werden Vernetzungen immer stärker und klarere Rahmenbedingungen immer wichtiger. Besonders im Gesundheitsbereich bietet es sich an, dass die Länder verstärkt Verantwortung übernehmen", erklärte der Generaldirektor.


Land NÖ investiert verstärkt in Infrastruktur


Landesrat Sobotka betonte die Funktion des Landes als Unterstützer der Gemeinden und die Bedeutung der Eigenverantwortlichkeit der Kommunen. "Das Land Niederösterreich hat im Bereich der Infrastruktur enorm viel in die Hand genommen und investiert. Wir versuchen zu helfen, es muss sich aber auch eine nachhaltige Änderung im Denken vollziehen. Die Gemeinden sollten ihre Eigenverantwortung stärken", so Sobotka. Diese Stärkung der Eigenverantwortlichkeit zeige sich unter anderem darin, dass konkrete Konzepte von den Gemeinden vorgelegt werden. "Es ist auch wichtig, die Sensibilität zu stärken – mit dem Bewusstsein, Altes zu erhalten und die Eigentümlichkeit der Landschaft zu behalten, Neuem aber auch offen gegenüber zu stehen".


Verfasser: Mag. Nadja Tröstl (nadja.treostl@gemeindebund.gv.at)



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