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"e"-Auszeichnung für steirische Energie-Gemeinden

20.10.2011

Rainer Sturm/pixelio.de
Die begehrte "e5"-Auszeichnung erhielten sechs besonders energieeffiziente Gemeinden in der Steiermark. Bei der feierlichen Auszeichnung präsentierten die Vorzeigekandidaten auch die Ergebnisse ihres Umweltengagements.

Insgesamt waren es 14 steirische Gemeinden, die sich um die begehrten "e"-Auszeichnungen im Rahmen des e5-Programms für energieeffiziente Gemeinden bemühten. Sechs von ihnen stellten sich in diesem Jahr einer externen Auditierung und präsentierten die Ergebnisse ihrer Projekte im Rahmen der feierlichen Auszeichnung, am 19. Oktober 2011, in der steirischen Landeshauptstadt.

Bildrechte: LandesEnergie-Verein, Werner KrugSemriach setzt auf Energie für Generationen

Die Gemeinde Semriach, als eine der sechs ausgezeichneten Gemeinden, darf sich getrost als Vorreiter in Sachen Energiesparen bezeichnen. Neben einer Stromtankstelle, der Anschaffung von drei Elektrofahrrädern und der schrittweisen Umstellung auf LED- und Solar-Straßenbeleuchtung steht schon das nächste große Projekt in den Startlöchern: Eine Photovoltaik-Freiflächenanlage mit einer maximalen Leistung von 850 Kilowatt, die rund 25 Prozent des Stromverbrauchs der Semriacher Haushalte bereitstellen soll. "Das ist unser Zukunftsprojekt", erklärt Marina Sobitsch, die Ansprechpartnerin in Sachen e5-Gemeinde. Die neue Anlage wird als Bürgerbeteiligungsprojekt umgesetzt, die Bürger von Semriach und der Region haben also die Möglichkeit, sich ihren Anteil am umweltfreundlichen Strom durch finanzielle Beteiligung zu sichern.

"Wir haben auch eine Photovoltaik-Lampe eingerichtet, in einer unübersichtlichen Kurve, an einer Stelle, wo keine Kabel verlegt wurden. Da es sich nur um einen kurzen Weg handelt, wäre es teuer gewesen die Straße dafür aufzugraben. Die Beleuchtung funktioniert sehr gut. Die Anschaffung hat 4.000 Euro gekostet, aber die Investition hat sich ausgezahlt, denn der Energieverbrauch ist um 80 Prozent geringer. Das Licht setzt mit der Dämmerung automatisch ein." Die vielen Energiesparmaßnahmen der Gemeinde haben inzwischen einen fixen Platz im Budget-Voranschlag und man versucht die Bürgerbeteiligung stetig zu erhöhen. Als Mitglied des Landesenergievereins steht Semriach ein kostenloser Energieberater zur Seite und es gibt die Möglichkeit an Treffen teilzunehmen und Erfahrungen mit anderen Gemeinden auszutauschen.

Die Ideen für neue Projekte kommen aus dem e5-Team der Gemeinde, an dem viele Bürger beteiligt sind. Auch Vorträge, beispielsweise zum Thema Umweltpumpen, und Energiestammtische werden organisiert und einmal im Jahr findet ein Workshop statt, um die Menschen über Möglichkeiten und Maßnahmen zu informieren. "Das Feedback aus der Bevölkerung ist positiv", weiß Marina Sobitsch zu berichten. Ebenfalls gibt es Förderungen für Haushalte, die bestimmte Energiespar-Maßnahmen ergreifen. Zum Beispiel für die thermische Gebäudesanierung oder Thermographie, bei der mit einer Infrarot-Kamera die Wärmeabstrahlung von Gebäuden oder energietechnischen Anlagen aufgenommen wird. Auch Solar- bzw. Photovoltaikanlagen werden mit 30 Euro pro Quadratmeter unterstützt. Insgesamt erhalten 119 Haushalte der 3.163-Einwohner-Gemeinde eine Energie-Förderung.

Erfahrungsaustausch der Energie-Gemeinden

Die Teilnahme am e5-Programm ist für Semriach eine große Bereicherung. Die Vorteile des Programms können jedoch nicht nur im Rahmen von Auszeichnungen und Veranstaltungen diskutiert werden, sondern auch im Erfahrungsaustausch untereinander. "Ich würde das Programm anderen Gemeinden auf jeden Fall weiterempfehlen", bestätigt Marina Sobitsch. Ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch sei sehr wichtig, deswegen steht sie auch gerne als Ansprechperson für Energieeffizienz-Maßnahmen in ihrer Gemeinde zur Verfügung.

Das e5-Programm soll Gemeinden dabei unterstützen, ihre Energiepolitik zu modernisieren, Energie effizienter zu nutzen, Klimaschutzziele festzulegen und auch zu erreichen und erneuerbare Energieträger einzusetzen. In sieben Bundesländern läuft das Programm bereits und es stoßen laufend neue Gemeinden dazu.

 



Verfasser: Verena Gärtner (presse@gemeindebund.gv.at)



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