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Erhöhung von Pendlerpauschale und Kilometergeld

29.09.2005

Mittwoch Abend wurde im Parlament die Erhöhung der Pendlerpauschale und des Kilometergelds mehrheitlich beschlossen. Die Erhöhung der Pendlerpauschale tritt mit 1. Jänner 2006 in Kraft.


Erhöhung der Pendlerpauschale mit 1.1.2006

Seit 1.1.2004 wurde das Pendlerpauschale um insgesamt 26,5 % erhöht! Nun erhöht die Bundesregierung das Pendlerpauschale mit 1.1.2006 abermals um 10 %. Für einzelne Pendler bedeutet dies einen durch diese Regierung bedingten finanziellen Gewinn von über 560,-- Euro seit dem 1.1.2004.

Schon das Steuerreformgesetz 2005 enthielt Entlastungen für Pendler und Pendlerinnen, die sich bereits im Jahr 2004 auswirkten, nachdem mit 1. Juli 2004 das Pendlerpauschale rückwirkend ab 1. Jänner 2004 um generell 15 % erhöht wurde.

Kleines Pendlerpauschale

Kleines Pendlerpauschale 20 – 40 km ist um 111 Euro gestiegen.
Kleines Pendlerpauschale 40 – 60 km ist um 212 Euro gestiegen.
Kleines Pendlerpauschale über 60 km ist um 313 Euro gestiegen.

Großes Pendlerpauschale

Großes Pendlerpauschale 2 – 20 km ist um 57 Euro gestiegen.
Großes Pendlerpauschale 20 – 40 km ist um 229 Euro gestiegen.
Großes Pendlerpauschale 40 – 60 km ist um 391 Euro gestiegen.
Großes Pendlerpauschale über 60 km ist um 563 Euro gestiegen.

Was ist das Pendlerpauschale?

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die entsprechend weit entfernt von ihrer Arbeitsstätte wohnen, haben Anspruch auf das „kleine oder große Pendlerpauschale“. Dabei muss es sich um tägliche Fahrten zwischen Arbeitsstätte und Wohnung (Mehrzahl der Arbeitstage; dh bei 20 Arbeitstagen pro Monat zumindest an 11 Tagen) handeln. Bei mehreren Wohnsitzen ist immer vom nächstgelegenen auszugehen.

Das Pendlerpauschale wird von der Steuerbemessungsgrundlage abgezogen und reduziert somit die Tariflohnsteuer. Grundsätzlich werden sämtliche Fahrtkosten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte durch den Verkehrsabsetzbetrag abgegolten. Unter bestimmten Voraussetzungen besteht jedoch auch der Anspruch auf das kleine oder große Pendlerpauschale.

Was ist das kleine Pendlerpauschale?

Das kleine Pendlerpauschale gilt für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, deren Arbeitsplatz mehr als 20 Kilometer von der Wohnung entfernt ist, denen aber die Benützung eines öffentlichen Verkehrsmittels möglich und zumutbar ist.

Was ist das große Pendlerpauschale?

Das große Pendlerpauschale gilt für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, deren Arbeitsplatz mehr als zwei Kilometer von der Wohnung entfernt ist, denen aber die Benützung eines öffentlichen Verkehrsmittels nicht möglich oder nicht zumutbar ist. Sie steht auch behinderten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu, wenn sie einen Ausweis gem. § 29 StVO (Straßenverkehrsordnung) besitzen.


Kilometergeld wird um zwei Cent erhöht

Das seit 1997 (!) mit 36 Cent eingefrorene Kilometergeld wird auf 38 Cent erhöht. Österreichs Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die ihren PKW z.B. dienstlich für 15.000 km im Jahr benutzen, gewinnen durch die Erhöhung des Kilometergeldes jährlich 300,-- Euro.

Die Erhöhung tritt unmittelbar mit der Kundmachung, also in wenigen Wochen, in Kraft.

Was ist das Kilometergeld?

Das Kilometergeld ist eine Pauschalabgeltung für alle Kosten, die durch die Verwendung des privaten PKWs für Dienstfahrten anfallen. Das Kilometergeld wirkt steuerlich - als Höchstgrenze der Steuerfreiheit - gleichermaßen für den Bundesdienst (in der Reisegebührenvorschrift geregelt) wie für die Privatwirtschaft (in Kollektivverträgen, Betriebsvereinbarungen oder individuellen Vereinbarungen).

Neben diesem Pauschale ist es ausgeschlossen, andere Kosten (Ausnahme: Aufwendung für die Behebung von bestimmten Schäden) als Werbungskosten geltend zu machen. Wer sich für den amtlichen Kilometersatz entschieden hat, hat kein Anrecht mehr, einen höheren Satz zu verrechnen. Wer jedoch beweisen kann, dass die Kosten höher sind, kann die Differenz beim Finanzamt geltend machen.

Welche Voraussetzungen gelten für die Steuerfreiheit?

Es gelten folgende Voraussetzungen für die Steuerfreiheit: Es liegt eine Dienstreise vor, der amtliche Höchstsatz wird nicht überschritten, der/die ArbeitnehmerIn hat für den Betrieb des Fahrzeuges selbst aufzukommen und ein Fahrtenbuch oder sonstige Unterlagen zum Nachweis der für das Unternehmen gefahrenen Kilometer liegt vor.

Was ist durch das Kilometergeld abgedeckt?

Mit dem amtlichen Kilometersatz sind folgende Punkte abgedeckt: Abschreibung bzw. Wertverlust, Benzin, Öl, Wartung und Reparaturen aufgrund des laufenden Betriebes, Zusatzausrüstungen (z.B. Winterreifen, Schneeketten etc.), Autoradio, Steuern und Gebühren, alle Versicherungen (inklusive Kasko-, Insassen-, Rechtschutzversicherung), Mitgliedsbeiträge diverser Autofahrerclubs, Finanzierungskosten (Kredit- oder Leasingraten), Parkgebühren und in- sowie ausländische Mautgebühren.


Verfasser: Daniel Kosak (daniel.kosak@gemeindebund.gv.at)



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