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Statistik: Investition in Kinderbetreuung zahlt sich aus

03.11.2011
Die in Zahlen gegossene Übersicht über die Familien vom Österr. Institut für Familienforschung.
Bildrechte: Rolf van Melis/pixelio.de

Das aktuelle Familienbericht zeigt es: Die Maßnahmen der Bundesregierung zum Ausbau der Betreuungseinrichtungen für Kinder haben offensichtlich gefruchtet, denn die Betreuungsquoten von kleinen Kindern sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen.


Viele Zahlen, Daten und Fakten birgt der 56-Seiten starke Familienbericht 2011 in sich. Kommunalnet fasst für Sie die wichtigsten Entwicklungen kurz zusammen:

Geburten

Die Gesamtfertilitätsrate lag 2010 bei 1,44 Kindern pro Frau. (Quelle: Familien in Zahlen 2011, Grafik: Kommunalnet)Erfreulich sind die statistischen Daten bei den Neugeborenen in Österreich. Wurden im Jahr 2000 noch 78.268 Kinder geboren, waren es 2010 schon 78.742 Neugeborene. Somit ist die Fertilitätsrate seit dem Jahrtausendwechsel von 1,36 auf 1,44 gestiegen. Das Alter der Mutter bei ihrer Erstgeburt hat sich jedoch weiter von 28,9 Jahren (2000) auf 30,1 Jahre 2010 gesteigert. Dem Trend der letzten Jahre entsprechend erhöhte sich der Anteil unehelicher Geburten in Österreich kontinuierlich in der letzten Dekade um fast neun Prozentpunkte (2010: 40,1 Prozent)

Ehe und Scheidungen

Ein weniger erfreuliches Bild bietet sich bei den Eheschließungen, denn hier ist die Zahl stark gesunken. 2000 wagten noch 39.228 Menschen den Sprung in den Ehehafen, 2010 waren schon nur mehr 37.545 Eheschließungen. Auch das mittlere Heiratsalter stieg weiter an: 2010 lag es bei Frauen bei 29,3 und bei Männern bei 31,9 Jahren. Seit 2000 sind zumindest auch die Scheidungszahlen gesunken (2000: 19.552; 2010: 17.442 Scheidungen). Die durchschnittliche Ehedauer liegt 2010 immerhin bei 10,5 Jahren.

Gemeinden haben seit 2000 ganze 617 neue Kindertagesheime errichtet. (Quelle: Familien in Zahlen 2011, Grafik: Kommunalnet)Familien
und Kinderbetreuung

Die Zahl der Familien ist um drei Prozent gestiegen. Im Jahr 2010 gab es in Österreich 2,33 Millionen Familien. Die Steigerung von drei Prozent lässt sich jedoch durch die veränderte Altersstruktur der Bevölkerung erklären, da es signifikantes Wachstum bei der Anzahl der kinderlosen Paarhaushalte gab. Die Zahl der Lebensgemeinschaften nahm seit 2000 um ganze 56 Prozent zu (2010: 333.000 Lebensgemeinschaften).

Die Betreuungsquote bei den drei- bis fünf-jährigen Kindern um über 13 Prozent auf 90,7 Prozent im Jahr 2010 an. Auch die Zahl der institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen darf sich sehen lassen: Von 2000 bis 2010 stieg die Zahl um ein Drittel. Durch die höheren Betreuungsquoten bei den kleinen Kindern konnte sich auch die Erwerbsquote von 25- bis 49-jährigen Frauen mit Kindern unter 15 Jahren um fast sechs Prozent auf 76,3 Prozent steigern. Die Erwerbsquote der Männer ist hingegen um zwei Prozent gesunken, liegt jedoch immer noch bei 96,3 Prozent. Große Unterschiee gibt es jedoch immer noch bei den Teilzeitquoten: Hier arbeiteten mit 69,1 Prozent 2010 viel mehr Frauen in Teilzeit als noch 2000. Aber auch bei den Männern gab es in diesem bereich eine leichte Steigerung von 2,3 auf 5 Prozent.

Familien in Zahlen 2011 (PDF; 791 KB)


Verfasser: Carina Rumpold (presse@gemeindebund.gv.at)



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