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Mödlhammer fordert Anreizsysteme für Freiwilligenarbeit

04.11.2011


"Wir brauchen Anreizsysteme für Freiwilligenarbeit, damit jene, die etwas für die Gesellschaft leisten, später auch etwas davon haben", sagt Gemeindebund-Chef Mödlhammer und denkt über Punktesysteme nach. Außerdem müsse man die rechtlichen Hürden abbauen, die Freiwilligenarbeit oft erschweren.


Im Rahmen des Symposiums "Freiwilligenarbeit" der Kommunalwissenschaftlichen Gesellschaft (KWG) im Wiener Rathaus forderte Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer heute, Donnerstag, bessere Anreizsysteme für ehrenamtliches Engagement. "Wir sollten Wege finden, dass jene, die ihre Zeit und ihre Tatkraft unentgeltlich zur Verfügung stellen, auch später davon profitieren können", so Mödlhammer. "Zudem müssen wir die rechtlichen Rahmenbedingungen für Freiwilligenarbeit so setzen, dass Engagement gefördert und nicht behindert wird", so der Gemeindebund-Chef.

Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer eröffnete das dritte Symposium der KWG. (Bildrechte: Gemeindebund)Mit Top-Experten aus der Wissenschaft diskutieren heute, Donnerstag, Kommunalpolitiker aus ganz Österreich die rechtlichen Rahmenbedingungen von Freiwilligenarbeit in Österreich. Für Gemeindebund-Chef Bgm. Helmut Mödlhammer ein guter Anlass, um bessere Anreizsysteme für Ehrenamtliche zu fördern. "Ich könnte mir vorstellen, dass man so eine Art Punktesystem etabliert. Für erbrachte Leistungen sammelt man Punkte, die man zu einem späteren Zeitpunkt, etwa wenn man selbst pflegebedürftig wird oder Hilfe braucht, einlösen kann", so Mödlhammer. "Nur so können wir dauerhaft sicherstellen, dass wir auch für Führungsaufgaben in Freiwilligenorganisationen auch geeignete Menschen finden", so der Gemeindebund-Chef. Weiters müsse man darauf achten, dass Freiwilligenarbeit nicht zu stark verrechtliche. "Wir haben immer wieder das Problem, dass freiwilliges Engagement durch rechtliche Hürden erschwert wird", beklagte Mödlhammer und nannte ein Beispiel: "Es gäbe durchaus genügend Menschen, die sich bereit erklären, Schülertransporte zu Kindergärten und Schulen zu übernehmen. Das können sie derzeit aber nicht, weil nur befugte Fuhrunternehmer den entsprechenden Versicherungsschutz genießen", berichtete Mödlhammer aus der Praxis. "Derartige Probleme haben wir in sehr vielen Vereinen und Freiwilligeneinrichtungen. Das führt dazu, dass sich die Menschen sehr genau überlegen, ob sie Ehrenämter übernehmen, wenn sie schwierige Haftungsfragen oder rechtliche Probleme befürchten müssen. Das ist auch eine Folge der völligen Verrechtlichung unserer Gesellschaft." 

Der Wissenschaftspreis 2011 ging an die Rechtswissenschafterin Renate Fuchs. (Bildrechte: Gemeindebund)Das Ziel, so Mödlhammer vor Experten und Politikern, müsse sein, dass ehrenamtliches Engagement möglichst leicht gemacht werde. "Wir sind stolz darauf, dass in Österreich der Anteil an ehrenamtlich tätigen Menschen sehr hoch ist. Viele Leistungen könnten nicht erbracht werden, wenn Menschen nicht ihre Zeit und ihre Kraft in den Dienst der Allgemeinheit stellen würden. Wenn wir dieses Niveau dauerhaft erhalten wollen, dann muss die Politik aber auch die entsprechenden Rahmenbedingungen setzen", so Mödlhammer abschließend.

Im Rahmen des heutigen Symposiums der KWG im Wiener Rathaus wurde auch zum neunten Mal der "Kommunale Wissenschaftspreis" der KWG verliehen, der von Gemeindebund und Städtebund ins Leben gerufen wurde. Preisträgerin 2011 ist MMag. Renate Fuchs, sie sich in ihrer Arbeit mit den Kommunalen Pflichtaufgaben, am Beispiel der Abfallwirtschaft, befasst hat.


Verfasser: Redaktion (presse@gemeindebund.gv.at)



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