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Tamsweger Bürgermeister nimmt den Hut

09.01.2012
Lankmayer:
Bildrechte: tamsweg.riskommunal.net
Am Montag gab Alois Lankmayer seinen Rücktritt aus dem Amt des Bürgermeisters bekannt. Als möglicher Grund wird das Scheitern des Baus des Kulturzentrums "Kubus" gehandelt. Er selbst gibt jedoch bekannt, dass er nicht mehr die Kraft für dieses Amt aufbringe und er sich wieder in seinem Beruf stärker engagieren wolle.

Nachdem am Wochenende schon über den Rücktritt des Tamsweger Bürgermeisters Alois Lankmayer spekuliert wurde, wurde dies am Montag den 9. Jänner 2012 nun im Rahmen einer Pressekonferenz gegenüber der Öffentlichkeit bestätigt. Nach 20 Jahren in der Gemeindepolitik und neun Jahren als Bürgermeister legt Lankmayer sein Amt zurück. Schon vor seiner Wahl zum Gemeindeoberhaupt im Jahr 2003 war Lankmayer als Vizebürgermeister in der 5.700-Einwohner-Gemeinde aktiv. Bei seiner ersten Bürgermeisterdirektwahl 2004 schlug er sich mit 78,1 Prozent der Stimmen eindrucksvoll. In seiner Zeit als Bürgermeister, stellte er seinen Zivilberuf ruhend, um sich voll auf das Amt konzentrieren zu können.

Gegenüber der APA äußert er zwei Gründe, die den Ausschlag für diesen Schritt gegeben hätten: Er habe immer vollen Einsatz gezeigt. Doch, wenn man merke, dass Energie und Einsatzbereitschaft nachlassen und man nicht mehr hundertprozentig die Kraft aufbringe, die dieses Amt benötige, "sollte man die Konsequenzen ziehen und das Amt in neue Hände legen". Andererseits habe er sich nie als Berufspolitiker gesehen, ihm habe sein Beruf als planender Baumeister immer Freude bereitet. "Jetzt ist der geeignete Zeitpunkt, wieder einzusteigen".

Scheitern des "Kubus" vermutlicher Auslöser

Als wahrer Grund wird jedoch das Scheitern des Baus des Kulturzentrums "Kubus" in Tamsweg gesehen. Das 8,3-Millionen-Euro-Projekt wurde im Herbst 2011 mit den Stimmen der ÖVP und FPÖ abgelehnt, obwohl bereits Planungskosten von 660.000 Euro entstanden waren und die öffentliche Hand 5,8 Millionen Euro an Förderungen bereitgestellt hätte. "Natürlich bin ich enttäuscht, dass wir den Kubus nicht verwirklichen können", meinte Lankmayer bei der Pressekonferenz. Der Bau hätte der Gemeinde aber "jeden Spielraum auf mehr als ein Jahrzehnt genommen".

Lankmayer will am 21. April 2012 aus dem Amt scheiden. Auch ein Wunsch-Nachfolger, nämlich ÖVP-Gemeinderat Georg Gappmayer, Betriebsratsvorsitzender des Musikums Salzburg, wurde von der Ortspartei bereits bestimmt. Als möglicher Termin für die Bürgermeister-Direktwahl wurde der 22. April 2012 genannt.

 


Verfasser: Redaktion (presse@gemeindebund.gv.at)



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