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Jüngster Bürgermeister in der Festspielgemeinde Mörbisch

29.01.2012
Die östlichste Festspielgemeinde Österreichs ist an junge Bürgermeister gewöhnt, auch Vargyas war jüngster Bürgermeister Österreichs.

Mit 25 Jahren wird Jürgen Marx zum Bürgermeister. Möglich ist das in der burgenländischen Gemeinde Mörbisch nach dem Rücktritt von Peter Vargyas. Mit der Übernahme dieses Amtes möchte Marx ein Zeichen für die Jugend setzen, Chancen, die sich einem bieten auch zu ergreifen.

 

Nach dem überraschenden Rücktritt des beliebten Mörbischer Bürgermeisters Peter Vargyas, der im November 2011 angekündigt hat, mit Ende Jänner zu gehen, musste die SPÖ lange einen Nachfolger suchen, obwohl sie über eine satte Mehrheit im Gemeinderat verfügt. Die Zeit drängte, stehen doch im Oktober 2012 auch die Gemeinderatswahlen im Burgenland ins Haus. Dass die Mörbischer nichts gegen junge Bürgermeister haben, haben sie schon bei der Wahl Vargyas' bewiesen, der 2002 im Alter von 27 Jahren das Bürgermeisteramt erklomm. Seit 25. Jänner 2012 steht nun allerdings fest, dass noch ein jüngerer Kandidat dieses Amt inne haben wird. 

SPÖ-Bezirksvorsitzender Landtagspräsident Gerhard Steier hat Jürgen Marx am Freitag den Medien vorgestellt. (Bildrechte: SPÖ)"Zu jung gibt es nicht"

Jürgen Marx ist 25 Jahre alt und war bisher in der Politik der Gemeinde als Jugendreferent und Gemeindevorstand tätig. 2010 kandidierte er bei der Landtagswahl. "Mir wurde es angeboten, das Amt zu übernehmen und ich wollte die Chance annehmen. Es soll auch ein Zeichen für andere Jugendliche sein, Chancen, die sich einem bieten, zu nützen." Marx hat die Meisterprüfung als Orthopädieschuhmacher und absolvierte 2009 die B-Matura. Auch neben seinem Amt als Bürgermeister will er weiterhin vollzeit in seinem Hauptberuf als Schuhmacher und stellvertretender Abteilungsleiter der Qualitätssicherung der Kaserne Brunn am Gebirge tätig bleiben. "Meine Chefs stehen voll hinter mir." Auf die Frage, wie er die Zukunft meistern will, antwortet er, dass er sich der Unterstützung der 14 Gemeinderäte, der Ortspartei und anderer Bürgermeister, die ihm ihre Hilfe angeboten haben, sicher sei. In seiner Amtszeit als Chef der 2.300-Einwohner-Gemeinde möchte er für die Jugend Freizeiteinrichtungen, wie beispielsweise einen Spielplatz, errichten und für die älteren Menschen, die tagsüber nicht mehr alleine bleiben können, eine Tagesbetreuung installieren. "Sollten entsprechende Ressourcen vorhanden sein, möchte ich auch in die Erhaltung der Infrastruktur investieren." In der nächsten Zeit möchte er sich jedoch erstmal einarbeiten und die Führung der Gemeinde genauer kennenlernen.

"Wahlversprechen gibt es nicht"

In Richtung Gemeinderatswahl gibt er sich noch gelassen: "Wahlversprechen gibt es nicht. Die Arbeit soll am Wahltag gemessen werden." Ob er überhaupt antreten wird, ist noch nicht endgültig geklärt. Falls er antritt, hat er jedoch hochgesteckte Ziel: Die SPÖ soll die derzeitigen 14 Mandate im Gemeinderat beibehalten oder ausbauen. Auf kritische Stimmen, die nicht daran glauben, dass ein 25-Jähriger für dieses Amt geeignet sei, antwortet er: "Man kann sich in jede Arbeit einleben, zu jung gibt es nicht. Jetzt ist die Jugend gefragt, sich in die Gemeindearbeit einzubringen, die Jungen müssen etwas für die Älteren tun." Den Worten seien schon in seiner Zeit als Jugendreferent Taten gefolgt. Er habe den Jugendgemeinderat ins Leben gerufen und auch schon bisher habe die Jugend in der Gemeinde fleißig mitgeholfen, wenn Veranstaltungen zu organisieren waren.

Marx tritt in große Fußstapfen, war sein Vorgänger doch sehr beliebt in der Gemeinde - er bekam bei der letzten Wahl 70 Prozent Zustimmung und wurde 2011 sogar "EU-Bürgermeister". Vargyas hat im November 2011 keine Gründe für seinen Rücktritt angegeben und überließ auch die Suche nach einem Nachfolger dem SPÖ-Ortsparteivorsitzenden Erich Mahr.


Verfasser: Carina Rumpold (presse@gemeindebund.gv.at)


 weiterführende Links

Zum ORF-Beitrag in Burgenland heute




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