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Mystische Gemeinden gesucht

10.02.2012
Märchenhafte Figuren einer Gemeinde werden im Zauberwald-Projekt wieder lebendig gemacht.
Bildrechte: Sagen- und Märchenfestival
Sagenumwobene Gestalten, mystische Überlieferungen - jede Region hat sie, doch wer kennt sie wirklich noch? Im Sagen- und Märchenfestival wird das regionale Kulturgut durch inszenierte Erlebniswanderungen für Groß und Klein wieder lebendig gemacht. Das Zauberwaldprojekt sucht noch nach Gemeinden in den Bundesländern Vorarlberg, Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich, Burgenland und Wien.

Jahrhunderte alte Sagen und Märchen einzelner Gemeinden vor dem Vergessen bewahren. Das Tiroler Sagen- und Märchenfestival hat sich in Kooperation mit der Universität Innsbruck zur Aufgabe gemacht, das regionale Kulturgut einer Gemeinde zu erforschen und wieder lebendig zu machen. Ihr Projekt Zauberwald gibt es bereits in Wattens Tirol, in der Kärntner Gemeinde Wolfsberg und in Neuberg an der Mürz in der Steiermark, wo es alljährlich über 10.000 Besucher/innen anzieht. Da der urheberrechtlich geschützte Märchenwald in jedem Bundesland einzigartig sein soll, werden jetzt noch interessierte Gemeinden aus den übrigen Bundesländern Vorarlberg, Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich, Burgenland und Wien gesucht. Um die märchenhaft mystischen Welten optimal inszenieren zu können, eignen sich Nationalpark- und Naturparkgemeinden besonders gut. "Doch theoretisch kann jede Gemeinde, die über ein Waldstück und einen Theaterverein verfügt, das Festival bei sich veranstalten", erklärt der Verantwortliche Walter Steidl.

Zwerge, Feen und Trolle: Kostüme aller Art können beim Kulturverein ausgeliehen werden. (Bildrechte: Sagen- und Märchenfestival)Sagenhafte Spektakel bald in Ihrer Gemeinde?

 

Ob sich eine Gemeinde für das Projekt tatsächlich eignet oder nicht, stellt der Tiroler Kulturverein bei einem Besuch vor Ort selbst fest. Für den Gemeinderat der interessierten Gemeinde hat der Verein eine umfangreiche Präsentation vorbereitet, in der von den bisherigen Erfahrungen, den zu erwartenden Kosten und Einnahmen und den unterschiedlichen Förderungen berichtet wird. Stellt sich eine Gemeinde als für das Projekt geeignet heraus, werden empirische Untersuchungen des Instituts für Europäische Ethnologie der Universität Innsbruck eingeleitet, die das Jahrhunderte alte Kulturgut der jeweiligen Region ans Licht bringen sollen. Im nächsten Schritt wird vom Kulturverein ein maßgeschneidertes Drehbuch mit lokalen Sagen und Märchen für die Gemeinde verfasst. Inszeniert werden die Theaterstücke jedoch im Anschluss von den Schauspielern der Kommune selbst. Der lokale Theaterverein erhält zu diesem Zwecke eine Förderung zwischen 1.500 und 3.000 Euro. Die Höhe der Summe hängt von der Größe und Bekanntheit der jeweiligen Gemeinde ab. Ungefähr 30 Schauspieler sollten zur Verfügung stehen, die man sich jedoch notfalls auch von der Nachbargemeinde ausborgen kann, so Steidl.

Auch Ihre Gemeinde könnte bald einmal jährlich zum Zauberwald werden. (Bildrechte: Sagen- und Märchenfestival)Vorhang auf!

Bei der Veranstaltung selbst verwandelt sich die jeweilige Gemeinde ein Wochenende lang in einen wahren Märchenwald, der Besucherscharen aus dem ganzen Bundesland anzieht. Der Kulturverein unterstützt die Gemeinde dabei tatkräftig durch Marketing, Sponsorenempfehlungen und Hilfe bei der Organisation. Von Jahr zu Jahr übernehmen die Gemeinden jedoch immer mehr Tätigkeiten selbst, bis wir irgendwann überhaupt nicht mehr vor Ort gebraucht werden, weiß Steidl aus der nun neunjährigen Erfahrung in der Gemeinde Neuberg. Nur das Drehbuch, das jedes Jahr neue märchenhafte Spektakel enthält, verfasst der Kulturverein weiter alljährlich für die Zauberwald-Gemeinden. Das urheberrechtlich geschützte Projekt soll aufgrund des großen Aufwandes nur einmal in jedem Bundesland stattfinden, die Einnahmen gehen dabei zu hundert Prozent an die Gemeinden selbst. Gemeinsam mit den Sponsorengeldern und den Förderungen werden die Kosten, die für das Drehbuch und einmalig für die Forschung der Universität Innsbruck enstehen, erfahrungsgemäß durch ein Leichtes gedeckt. Das erfolgreiche Konzept richtet sich vor allem an Familien mit Kindern, die in Kleingruppen durch den Zauberwald geführt werden. Die Sagen- und Märchenliebhaber werden auf rund 14 Stationen mit lustigen kleinen Theatereinlagen unterhalten und so mit der Jahrhunderte alten Geschichte ihrer Gemeinde vertraut gemacht.

Für nähere Informationen über das Zauberwaldprojekt steht Ihnen Herr Walter Steidl gerne zur Verfügung:
Tel.: +43 (0)5224 57431


Verfasser: Redaktion (presse@gemeindebund.gv.at)



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