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Bank Austria Kunstpreis: Sprachsalz gewinnt Regionalpreis

27.02.2012
Bei fünf Kategorien gab es sechs Preisträger beim Bank Austria Kunstpreis.
Bildrechte: Bank Austria
Zum zehnjährigen Jubiläum wurden sie ausgezeichnet: Der höchst dotierte Kunstpreis Österreichs, der in fünf Kategorien vergeben wird, ging in der Kategorie "Regional" an die Literaturinitiative "Sprachsalz" aus Hall in Tirol. Fünf weitere Projekte durften sich über die Anerkennung freuen.

Gut gelaunte Menschen, ein mit wunderschönen Blumen dekoriertes Theater in der Josefstadt, ein hochkarätig besetztes Programm und Preise, die nur darauf warteten, ihre Besitzer zu wechseln - der Bank Austria Kunstpreis, der mit 218.000 Euro zu den höchst dotierten Österreichs zählt, wurde am 24. Februar 2012 zum zweiten Mal verliehen.

'GeneralsekretärProminent besetzte Jury - gehobene Qualität bei den Einreichungen

Die hochkarätig besetzte Jury - darunter finden sich bekannte Namen wie Thomas Angyan (Intendant der Gesellschaft der Musikfreunde Wien, Sabine Breitwieser (Chefkuratorium im Museum of Modern Art, New York), Ingried Brugger (Direktorin Bank Austria Kunstforum), Willibald Cernko (Vorstandsvorsitzender Bank Austria), Andrea Ecker (Sektionschefin im BMUKK), Herbert Föttinger (Direktor Theater in der Josefstadt, Klaus Albrecht Schröder (Direktor Albertina Wien), Walter Leiss (Österreichischer Gemeindebund) und Thomas Weninger (Generalsekretär Österreichischer Städtebund) - wählte in fünf Kategorien (Regional, International, Kunstvermittlung, Kulturjournalismus und dem Förderpreis "Best Start") Projekte aus, die aus ihrer Sicht vor den Vorhang geholt werden mussten.

Freiwilligenarbeit im Kulturbereich wesentlicher Bestandteil der Gemeinden

Moderatorin Verena Scheitz führte mit viel Witz und Charme durch den Abend. (Bildrechte: Bank Austria)Auf die Bühne des Theaters an der Josefstadt musste auch der Generalsekretär des Österreichischen Gemeindebundes Dr. Walter Leiss, als er an die Tiroler Literaturinitiative "Sprachsalz" den mit 70.000 Euro dotierten Preis in der Kategorie "Regional" übergab. In seiner Rede sprach er davon, dass auch ein Jahr nach dem Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit die wichtige Bedeutung der Arbeit für die Gemeinschaft nicht unter den Teppich gekehrt werden dürfe. Wenn man an Freiwilligenarbeit denkt, sollte man nicht nur an das Feuerwehr- oder Rettungswesen denken, sondern auch an die Kulturvereine, die gerade in finanziell schwierigen Zeiten die Kunst auch in kleinen Gemeinden nicht zu kurz kommen lassen. Stellvertretend für die vielen Initiativen wurden die Literaturtage "Sprachsalz", die in Hall in Tirol seit genau zehn Jahren stattfinden, mit dem Bank Austria Kunstpreis ausgezeichnet.

Die Jury begründete die Wahl des Tiroler Projekts mit der Verbindung von "internationaler Literatur von hoher Qualität" und "regionaler Verbundenheit". Das bei freiem Eintritt stattfindende Festival lockte 2011 beispielsweise um die 1.000 Besucher/innen pro Tag in die Gemeinde. Für das Jubiläum, das mit besonderen Veranstaltungen in der Stadt Hall und Umgebung gefeiert werden soll, wird das Preisgeld gute Verwendung finden, ist sich das Veranstaltungsteam, dem Magdalena Kauz, Heinz D. Heisl, Elias Schneitter, Max Hafele und Urs Heinz Aerni angehören, sicher.

'RuthWeitere Gewinner: "rotor", Musikhaus Doblinger, Lakeside und Irene Suchy

Bei der Kategorie "International" konnte sich die Jury dieses Jahr nicht entscheiden, womit gleich zwei Gewinner, nämlich der Verein für zeitgenössische Kunst "rotor" und das Wiener Musikhaus Doblinger, das Notenblätter in die ganze Welt bringt, ausgezeichnet wurden. Der Preis für "Kunstvermittlung an neue Zielgruppen" wurde dem Kunstraum "Lakeside" zuerkannt, dessen Programm Kunst und Diskurs, Gesellschaft und Wirtschaft verbindet und der gleichzeitig als Ort von Produktion und Präsentation zeitgenössischer Kunst fungiert. Ö1-Journalisitin Irene Suchy konnte nicht nur die Jury von ihrer Arbeit überzeugen, wodurch sie den mit 8.000 Euro dotierten Preis für Kulturjournalismus erhielt, sondern sie beeindruckte auch das Publikum im Theatersaal mit ihrer Dankesrede: "Ich werde nie genug Musik gehört haben. Ich will der Welt immer irgendetwas sagen, was sie nicht sagt. Es gibt soviel, das im Land und überhaupt auf der Welt nicht betrachtet wird, eigentlich gehen einem da nicht die Ideen aus."

Den Förderpreis der Bank Austria, der sozialen Zwecken gewidmet wird, erhielt die Initiative "Amber-Med", die nicht-sozialversicherten Menschen eine ärztliche Versorgung bietet. Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich, betonte bei der Preisübergabe, wie wichtig diese Initiative auch in einem Sozialstaat wie Österreich ist.

Das Mobilis Saxophon Quartett beeindruckte das Publikum mit ihrem Können. (Bildrechte: Bank Austria)Lieder zum Mitsummen, beeindruckende Aufführungen

Bei der Gala durfte neben der Preisverleihung natürlich auch die Kunst nicht zu kurz kommen: Bei einem Medley aus Produktionen der Josefstadt und der Kammerspiele konnte das Publikum Lieder wie "Cabaret", "Money" oder "I wanna be loved by you" vorgetragen von bekannten Schauspieler/innen wie Ruth Brauer-Kvam oder Caroline Vasicek genießen. Einen musikalischen Höhepunkt, der zugleich das Finale bildete, zeigten die Künstler/innen der Kulturkooperationen der Bank Austria wie das "Mobilis Saxophon Quartett", "Tanz die Toleranz" und die "Voice Crew".

Worum geht es in welchem Projekt?

 

 

Kategorie "REGIONAL"

 

 

Sprachsalz

Kategorie "INTERNATIONAL"

 

 

"rotor"

Musikhaus Doblinger

 

Kategorie "KUNSTVERMITTLUNG"

 

 

Lakeside

Kategorie "KULTURJOURNALISMUS"

 

 

Irene Suchy

Kategorie "BEST-START 2011"

 

 

Amber-Med

 



Verfasser: Carina Rumpold (presse@gemeindebund.gv.at)



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