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Obsolete Infrastrukturen?

26.06.2006
Die Konferenz des International Communal Network (ICNW) geht in die zweite Runde. Die Probleme bei Wasserver- und entsorgung wurden ebenso behandelt wie demographische Entwicklungen. Bestehende Infrastrukturen werden teilweise obsolet.

Am zweiten Tag der internationalen Konferenz des ICNW in Gleisdorf wurde das Thema der kommunalen Wasser- und Abwasserwirtschaft thematisiert. Dabei wurden zahlreiche Praxisbeispiele aus mehreren europäischen Ländern vorgestellt, welche mit den unterschiedlichsten Rahmenbedingungen konfrontiert sind. So gibt es besonders bei den neuen EU-Mitgliedsstaaten und den Beitrittswerbern verstärkt Bemühungen, die kommunale Infrastruktur im Bereich der Wasserver- und Entsorgung zu erneuern bzw. auszubauen, und somit einen höheren Versorgungsgrad u.a. im Sinne der EU-Richtlinien zu erreichen. Die Erfahrungen der Kommunen, welche bereits eine solche Infrastruktur aufgebaut haben, können dabei einen brauchbare Hilfestellung für diese Regionen sein. So betonte auch Hofrat Johann Wiedner von der Steiermärkischen Landesregierung, dass die Wasser Ver- und Entsorgung besonders für kleine Gemeinden und dünn besiedelte Gebiete sinnvoll durch gemeindeübergreifende Kooperationen sichergestellt werden kann. Dies sei ein wichtiges Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit.

Trinkwassergarant Wasserverband

In der Steiermark etwa wird die Wasserversorgung zu 70% durch kommunale Wasserverbände durchgeführt, und 65% der Bevölkerung versorgt. Solche Wasserverbände stellen aber nicht nur die unmittelbare Wasserversorgung in einzelnen Gemeinden sicher, sondern sorgen auch dafür, dass Gebiete mit knappen Wasserressourcen, wie z.B. die Südsteiermark, ausreichend mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser versorgt werden können.
Dies kann anhand des Beispiels der geplanten Fernwasserleitung aus dem Hochschwabgebiet illustriert werden. Jürgen Leindecker vom Städte- und Gemeindebund Sachsen-Anhalt machte auf das Problem der demographischen Entwicklung für die Infrastrukturleistungen aufmerksam. Besonders ländliche Regionen sind verstärkt durch Abwanderung und Geburtenrückgang betroffen. Das treffe besonders die Region der Altmark im Bundesland Sachsen-Anhalt. In extremen Fällen werden bestehende Infrastrukturen obsolet. Daraus resultiert, dass die verbleibende Bevölkerung eine unverhältnismäßig höhere Kostenbelastung trifft. Diese Problematik wird für die ländlichen Regionen immer mehr zur Herausforderung und fordert neue Strategien um die Versorgung der Bevölkerung weiter aufrecht erhalten zu können.


Verfasser: Johannes Schlick (johannes.schlick@gemeindebund.gv.at)



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