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Mödlhammer-Appell: Übergangsfrist für Vorsteuer-Regelung ist dringend nötig

22.03.2012


Mit einem eindringlichen Appell an die Bundesregierung meldete sich heute, Donnerstag, Gemeindebund-Chef Helmut Mödlhammer erneut zu Wort: „Wir brauchen dringend eine Übergangsfrist für den geplanten Wegfall der Vorsteuer-Regelung“, sagte Mödlhammer. „Uns überhäufen täglich verzweifelte Gemeinden mit Nachfragen und Anrufen, weil der Wegfall dieser Regel ab 1. April zu massiven Problemen in der Planung und Finanzierung führt“, so der Gemeindebund-Präsident.

„Wir haben auch schon erste sehr konkrete Meldungen aus Gemeinden, die Bauprojekte abgesagt haben oder zurückstellen müssen, weil sie unter diesen so rasch veränderten Regeln einfach nicht mehr durchführbar und finanzierbar sind. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Bauwirtschaft, die regionalen Wirtschaftskreisläufe und damit auch auf den Arbeitsmarkt.“

Der Hintergrund: Mit 1. April 2012 sollen sich die Gemeinden bei Bau- und Infrastruktur-Projekten die Vorsteuer in der Höhe von 20 Prozent nicht mehr zurückholen können. „In den Gemeinden gibt es jede Menge Projekte, die in der Planung und Finanzierung auf diese Regel gebaut haben. Es ist eine Frage der Rechtssicherheit, dass man zumindest jene Projekte, die schon bewilligt sind, noch unter den bisher geltenden Rahmenbedingungen durchführen kann.“

Konkret schlägt Mödlhammer eine Übergangsfrist vor: „Wir stehen ja grundsätzlich zu diesem Vorhaben der Bundesregierung, der Wegfall dieser Regel sollte nur nicht so überfallsartig kommen. Wenn man Übergangsfristen – etwa bis zum Jahresende 2012 gewährt – dann vermeidet das Probleme in vielen, vielen Gemeinden“, so Mödlhammer. Eine plötzliche Steigerung der Baukosten um 20 Prozent sei ja kein Pappenstiel, so der Gemeindebund-Chef. „Da hängen ja auch Finanzierungszusagen von Banken dran, da hängt die Budgetplanung einer Gemeinde dran, die dadurch womöglich ihren Haushalt nicht mehr ausgleichen kann, wenn die Baukosten um 20 Prozent steigen. Und am Ende schreien dann wieder alle, dass die Gemeinden schlecht wirtschaften. Das kann es auch nicht sein.“

„Ich bitte den Herrn Bundeskanzler und den Herrn Vizekanzler daher ausdrücklich um eine längere Übergangsfrist, damit wir jene Projekte, die schon geplant und bewilligt sind, unter den bislang geltenden Regeln abwickeln können“, so der Gemeindebund-Chef abschließend.


Verfasser: Daniel Kosak (presse@gemeindund.gv.at)



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