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Keine Indianerreservate im ländlichen Raum

29.06.2006
Vom 18. Bürgermeistertag in Wieselburg (NÖ) berichtet die Kommunalnet-Redaktion live. Der Wettbewerb zwischen den Gemeinden, die strategische Positionierung der Kommunen und die Stellung der Gemeinden als "Hoffnungs- und Sehnsuchtsraum" sind die Themen des Bürgermeistertages.

"Wichtig ist", so der Wieselburger Bürgermeister Günther Leichtfried, "dass jede Gemeinde im Wettbewerb unter den Gemeinden und Regionen, ihre eigenen Stärken findet, erkennt und sich strategisch positioniert. Nicht jede Gemeinde kann Industrie- oder Tourismusgemeinde sein. Aber jede Kommune hat ihre ganz individuelle Stärke. Wenn man die findet und ausbaut, wird diese Gemeinde auch im Wettbewerb mit anderen erfolgreich sein", so Leichtfried.

Rund 100 Bürgermeister trafen sich im Umfeld der Wieselburger Agrarmesse und diskutierten die Probleme des ländlichen Raums. Organisiert vom Forum Land fanden auch zahlreiche kommunale Promis den Weg nach Wieselburg. Neben Bauernbund-Chef Fritz Grillitsch, dem kommunalen Urgestein Sixtus Lanner (ARGE Ländlicher Raum), IV-Präsident Veit Sorger und Gemeindebund-General Dr. Robert Hink kamen auch zahlreiche Abgeordnete von Land und Bund sowie insgesamt drei Bezirkshauptleute (davon zwei weibliche).

Schwieriges Terrain

Offene Worte fand Bauernbund-Chef Fritz Grillitsch bei seinem Referat: "Gerade wegen der Globalisierung sehen viele Menschen ihre Gemeinde, den Ort in dem sie leben, als Hoffnungs- und Sehnsuchtsraum. Da haben die Bürgermeister des ländlichen Raums eine gewaltige Aufgabe." Der ländliche Raum sei ein schwieriges Terrain. Nicht überall sei es einfach, die Herausforderungen zu bewältigen. Gerade der Arbeitsmarkt, die Gesundheit sowie die Infrastruktur seien, so Grillitsch, Bereiche für die sich die Menschen Lösungen erwarten. Grillitsch: "Entscheidend ist, dass es engagierte Bürgermeister gibt, die aus Gemeinden etwas machen, in denen sich eigentlich Fuchs und Henne Gute Nacht sagen"

Keine Indianerreservate

"Wir wollen keine Indianerreservate im ländlichen Raum", so Grillitsch. "Wir wollen einen lebendigen und funktionierenden Wirtschaftsraum und dazu müssen wir, müssen vor allem auch die Bürgermeister ihren Beitrag leisten, indem sie neue Ideen zulassen, selbst innovativ sind und neue Lösungen ermöglichen".

Auch der Bund müsse und werde dafür seinen Beitrag leisten. "Die nächsten Verhandlungen zum Finanzausgleich sind nicht mehr so weit weg, sie beginnen schon 2007. Da werden wir dafür sorgen müssen, dass die Gemeinden des ländlichen Raums auch adäquat unterstützt werden."


Verfasser: Daniel Kosak (daniel.kosak@gemeindebund.gv.at)



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