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Gemeinderatswahl Innsbruck: Piraten erobern Gemeinderat

16.04.2012

Bildrechte: Rolf van Melis/pixelio.de
Neun Listen traten an. Bei einer äußerst niedrigen Wahlbeteiligung konnten die ÖVP, die Grünen und die FPÖ an Stimmen gewinnen. Die Piraten schafften auf Anhieb den Einzug in den Gemeinderat. Bei der Bürgermeisterdirektwahl wird es in 14 Tagen eine Stichwahl zwischen Christine Oppitz-Plörer und Christoph Platzgummer geben.

Die ÖVP war bei dieser Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl eindeutig die dominierende Partei, obwohl auch die Piratenpartei - das österreichische Pendant zur deutschen Organisation - auf Anhieb den Einzug in den Gemeinderat schaffte.

Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen ÖVP-nahen Kandidaten

Kein eindeutiges Ergebnis brachte die erstmals durchgeführte Direktwahl des Bürgermeisteramtes in Innsbruck. Die bisher amtierende Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck) erreichte 31 Prozent der Stimmen, während ihr Konkurrent aus der ÖVP Christoph Platzgummer 28 Prozent der Bürger von sich überzeugen konnte. Dies führt nun zu einer Stichwahl, die voraussichtlich am 29. April über die Bühne gehen wird. 

Herbe Verluste für SPÖ und "Für Innsbruck"

Auch bei der Gemeinderatswahl kam es zu einigen Überraschungen. Nach der Auszählung der 152 Wahlsprengel und der Briefwahlstimmen, entfallen auf die Liste "Für Innsbruck" 20,8 Prozent, auf die SPÖ 14,8 Prozent, auf die Grünen 18,8 Prozent, auf die ÖVP 21,7 Prozent, auf die Liste Rudi Federspiel acht Prozent, auf die FPÖ 7,9 Prozent, auf den Seniorenbund 2,7 Prozent, auf die KPÖ 1,4 Prozent und auf die Piraten 3,9 Prozent.

Im Vergleich zum Wahlergebnis aus dem Jahr 2006 mussten die SPÖ und die Liste "Für Innsbruck" herbe Verluste im Bereich von fünf und mehr Prozent einstecken. Damit hat die ÖVP nun einen knappen Vorsprung und ist stärkste Partei. Im Gemeinderat werden jedoch beide Parteien mit neun Mandataren vertreten sein. Die Grünen konnten in der Tiroler Landeshauptstadt sogar die SPÖ klar überholen und haben künftig acht Sitze inne. 

Zugewinne konnten die Grünen, die Liste Rudi Federspiel und der Seniorenbund verzeichnen. Die FPÖ steigerte sich von fünf auf knapp acht Prozent. Während die Piraten in den Gemeinderat überraschend einziehen konnten, schaffte die KPÖ den Einzug nicht.

Äußerst niedrige Wahlbeteiligung

Die niedrige Wahlbeteiligung, die bereits bei der letzten Gemeinderatswahl im Jahr 2006 auffallend war, hat 2012 neuerlich abgenommen. Lag sie 2006 noch bei 57,8 Prozent, konnten sich 2012 nur mehr 50,7 Prozent der 96.861 Wahlbeteiligten für die Gemeinderatswahl begeistern.



Verfasser: Carina rumpold (presse@gemeindebund.at)



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