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Verkehrssicherheitspreis geht an Villach

28.06.2012
Der Aquila wurde in fünf Kategorien vergeben.
Bildrechte: Gemeindebund
Die Sicherheit der Bürger ist ein wesentliches Anliegen der Gemeinden. Beim Verkehrssicherheitspreis werden alljährlich die besten Projekte vor den Vorhang geholt. In der Kategorie "Gemeinden" konnte 2012 das Verkehrssicherheitsprogramm der Stadtgemeinde Villach überzeugen.

Dass Österreich in den letzten Jahren enorme Fortschritte in der Verkehrssicherheit gemacht hat, ist nicht nur der Verdienst von Institutionen, die sich von Berufswegen damit beschäftigen. Viele Menschen engagieren sich aus eigenem Antrieb und in den unterschiedlichsten Formen für ein besseres Miteinander im Straßenverkehr. Diese Arbeit ist ein unschätzbarer Beitrag, den das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) und der Österreichische Gemeindebund seit mittlerweile 41 Jahren mit dem Österreichischen Verkehrssicherheitspreis ehren. Am 27. Juni 2012 landete der "Aquila", die Trophäe in Gestalt eines Adlers, bei der Preisverleihung im Wiener MuseumsQuartier in den Händen der glücklichen Gewinner.

In fünf Kategorien wurde der Aquila verliehen:

 

Kategorie Gewinner
Kindergärten und Volksschulen VS Wies
Mittelschulen und Höhere Schulen HTBLuVA Salzburg
Städte und Gemeinden Villach
Unternehmen und Vereine ÖBB Personenverkehr AG
Medien Das "fair & sicher"-Team des ORF Burgenland

Die Vorjahresgewinnerin Claudia Reiterer führte bei dieser Preisverleihung charmant durch den Abend. (Bildrechte: Gemeindebund)Gemeinden als Straßenerhalter spielten gerade bei den Schulprojekten eine wesentlich Rolle. Gemeinsam mit den Hauptschülern konnten beispielsweise in Munderfing gefährliche Stellen am Schulweg entschärft werden. Die Hauptschule Munderfing konnte den zweiten Platz in der Kategorie "Mittelschulen und Höhere Schulen" erreichen.

Hevorzuheben ist auch das bereits seit zwölf Jahren existierende Projekt "fair und sicher" des ORF-Burgenland. Die größte Verkehrssicherheitskampagne des Burgenlands konnte dazu beitragen, dass die Unfalltoten gesunken sind. Redakteurin Gertraud Steinhäusl-Höflinger ist von der Sinnhaftigkeit des Projekts überzeugt: "Man muss bedenken, dass seit dem Beginn der Kampagne um ungefähr fünf vierköpfe Familien weniger umgekommen sind. Dafür lohnt sich dieses Projekt." Seit Beginn hat der ORF-Burgenland rund 71 Wochen seines Programms, 1.300 Radiospots, 650 TV-Spots, Reportagen und Live-Berichte der Aktion gewidmet. Aus diesem Grund bekam der ORF-Burgenland dieses Jahr den Aquila in der Kategorie "Medien".

(Fast) der gesamte Villacher Gemeinderat war gekommen, um gemeinsam den Aquila entgegenzunehmen. (Bildrechte: Gemeindebund)Villach punktet mit innovativem Verkehrssicherheitsprogramm


Schutzwege werden ihrem Namen nicht immer gerecht. Missverständnisse in der Kommunikation zwischen Fahrzeuglenkern und Fußgängern, aber auch verparkte Zebrastreifen, wucherndes Gebüsch, schlechte Bodenmarkierungen und Beleuchtung führen zu Unfällen, wo keine passieren sollten. Die Stadt Villach hat dieses Problem erkannt und 2010 ein eigenes Verkehrssicherheitsprogramm beschlossen. Eine erste Maßnahme lautete: Schutzwegüberprüfung und Verbesserung. Bis November 2011 wurden die ersten hundert Schutzwege unter die Lupe genommen. "Seit Jänner 2012 werden die jeweils notwendigen Maßnahmen - zum Beispiel Bodenmarkierungen, Beleuchtung, Überwachung von parkenden Fahrzeugen im Kreuzungsbereich und teilweise Umplanungen - umgesetzt, damit Autofahrer die Schutzwege und die Fußgänger darauf besser und vor allem rechtzeitig wahrnehmen", so Bürgermeister Helmut Manzenreiter, der den Aquila von Walter Leiss, dem Generalsekretär des Österreichischen Gemeindebunds, entgegengenommen hat. In einem Jahr werden erste Vergleiche der Unfallzahlen angestellt werden können.

v.l.:KFV-Direktor Thann, Vbgm. Brachinger, GS Leiss, Bgm. Sirlinger, Präs. Leiß. (Bildrechte: Gemeindebund)Ybbs an der Donau: Auffahrunfälle minimieren

Bei der Einmündung in die Persenbeugstraße in der niederösterreichischen Gemeinde Ybbs an der Donau kam es immer wieder zu Auffahrunfällen durch eine fehlende Abbiegespur. Aus diesem Grund musste dieser gefährliche Bereich verbessert werden. Im Zuge des Ausbaus des Hochwasserschutzes an der Donau konnte auch eine neue Nord-West-Zufahrt in Kooperation mit der NÖ Landesregierung errichtet werden. Diese wurde am 1. Jänner 2012 eröffnet. Gleichzeit mit dem Umbau wurde der Donauradweg optimiert und verkehrssicherer gestaltet, die Gleisanlagen entfernt und ein Kreisverkehr als Geschwindigkeitsbremse errichtet. Das erfreuliche Projektergebnis, das die Sicherheit für ca. 1.800 Verkehrsteilnehmer verbesserte, wurde mit dem zweiten Platz des Verkehrssicherheitspreises belohnt.

Volksschuldirektorin Christine Schmutz nahm den Preis von KFV-Direktor Thann, GS Leiss, KFV-Präs. Leiß entgegen. (Bildrechte: Gemeindebund)Amstetten macht seine Schüler "fit für sicheres Verhalten"

In einem vierjährigen Projekt wurden Volksschüler durch eine Vielzahl an gezielten Fördermaßnahmen an die Gefahren des Straßenverkehrs herangeführt. Für alle vier Schulklassen standen unterschiedliche Schwerpunkte auf dem Programm. Schuldirektorin Christine Schmutz nahm die Urkunde von Walter Leiss, KFV-Präsident Erich Leiß und KFV Direktor Othmar Thann entgegen: "Die Aktionen für die Schule begannen mit Informationen zum Anschnallen im Auto oder dem sicheren Überqueren des Schutzweges und endeten mit der Radfahrprüfung unserer Viertklässler." Zudem lernten die Schüler das richtige Verhalten im Schulbus und im Bereich der Bushaltestelle, sie nahmen bei der Verkehrssicherheitsaktion "Hallo Auto" teil und hatten Unterricht zum Thema Verkehrssicherheit.

 


Verfasser: Carina Rumpold (presse@gemeindund.gv.at)



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