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Frauen unter sich - Bürgermeisterinnen-Treffen

22.08.2012
Von 17. bis 19. August 2012 fand das jährliche Treffen der österreichischen Bürgermeisterinnen statt.
Bildrechte: Helmut Blaha/Gemeinde Scharnitz
Eine Schifffahrt, ein Besuch in den Kristallwelten und eine Fahrt mit der Zugspitzbahn, das alles und noch mehr erlebten die 35 Ortschefinnen beim jährlichen Bürgermeisterinnen-Treffen in Lermoos. Der Erfahrungsaustausch und die gegenseitige Unterstützung bei kommunalen Problemen dürfen dabei aber auch nicht fehlen.

Dass es Frauen in der Kommunalpolitik nicht leicht haben, zeigt die Anzahl der Bürgermeisterinnen in Österreich: Nur rund 120 Frauen besetzen des Amt des Bürgermeisters, was nur etwa fünf Prozent aller Gemeideoberhäupter ausmacht.

Aus diesem Grund treffen sich jährlich Österreichs Bürgermeisterinnen um sich zu beratschlagen und gegenseitig zu unterstützen. Zum 6. Mal fand das Bürgermeisterinnen-Treffen im August 2012 nun statt. Gastgeber-Gemeinde war diesmal Lermoos in Tirol, dort trafen sich 36 Bürgermeisterinnen aus ganz Österreich zum Erfahrungsaustausch, Kennenlernen und Netzwerken.

Eine Schifffahrt am Plansee war nur eine der zahlreichen Aktivitäten, die die Gemeindevertreterinnen an diesem Wochenende gemeinsam unternahmen.

Sich gegenseitig helfen

 

"Alles in Allem war es ein sehr gelungenes Fest. Die Bürgermeisterinnen konnten über ihre Probleme sprechen und es wurde überlegt wie man mehr Frauen für das Amt des Bürgermeisters begeistern könnte", erzählt Martina Klaunzer, Bürgermeisterin der Gemeinde Gaimberg in Tirol und Mitorganisatorin des Treffens, "gerade die östlichen Bundesländer haben teilweise finanzielle Probleme. Das Treffen bietet den Frauen die Möglichkeit, ihre mit anderen Gemeinden zu vergleichen und mögliche Lösungsansätze zu finden." Gemeinsam mit den Gemeinden Reutte, Innsbruck, Scharnitz und Lermoos hat Gaimberg das Treffen veranstaltet und versucht, ein passendes Rahmenprogramm zu bieten.

Ziel der Veranstaltung ist es Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen auszutauschen, darüber ist sich auch Martina Zwölfer, Bürgermeisterin der Gastgebergemeinde Lermoos, klar:"Uns ist es wichtig die Situation für Frauen in der Kommunalpolitik zu verbessern, wir versuchen uns gegenseitig zu unterstützen und auch vor allem denen die ihr Amt neu angetreten haben, mit unseren Erfahrungen zu helfen."

35 Ortschefinnen nahmen dieses Jahr am Treffen teil, neben einem umfangreichen Rahmenprogramm, standen auch das Kennenlernen und der politische Austausch im Mittelpunkt.

Kristallwelten und vieles mehr

 

Nach dem offiziellen Empfang in der Gemeinde Lermoos fuhren die Ortschefinnen zur Tiroler Bergseenlandschaft und konnten bei einer Schifffahrt am Plansee die Aussicht genießen. Am zweiten Tag stand ein Besuch im Innsbrucker Rathaus mit anschließender Besichtigung der Altstadt auf dem Programm und ein Ausflug zu den Swarovski Kristallwelten rundeten den Tag schließlich ab. "Das Programm war dicht gedrängt, aber wie jedes Jahr einfach toll", meint Michaela Walla, Bürgermeisterin der Gemeinde Warth, die bereits zum vierten Mal dabei war, "mir hat besonders das Tiroler Panorama gefallen, dieser Ausblick ist einfach herrlich, den muss man gesehen haben".

Neben den Bürgermeisterinnen waren unter anderem auch Ernst Schöpf, Präsident des Gemeindeverbandes Tirol, Landesrätin Beate Palfrader, Helmut Mödlhammer, Präsident des Österreichischen Gemeindebundes und der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter eingeladen.

Empathie ist wichtiger als Durchschlagskraft

Gemeindebund Präsident Mödlhammen wies auf das Ergebnis der Bürgermeisterumfrage 2012 hin: "Die Empathie und das Gefühl für die Bürger und für das Amt spielen heute eine immer größere Rolle, diese beiden Fähigkeiten werden sogar wichtiger als Durchschlagskraft angesehen. Hier sehe ich eine große Chance für die Frauen. Eine zweite große Möglichkeit, um das Bürgermeisteramt für Frauen attraktiver zu machen, sehe ich darin, die sozialrechtliche Absicherung noch weiter voranzutreiben. Aber auch das Bild des Bürgermeisters, der rund um die Uhr im Einsatz ist, muss sich ändern. Die Doppel- und manchmal auch Dreifachbelastung muss leichter miteinander zu vereinbaren sein."


Verfasser: Evelyn Knoll (presse@gemeindebund.gv.at)



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