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20 Gemeinden werden zu "Smart District Mödling"

24.08.2012
Bgm. Martin Schuster, Bgm. Peter Wimmer, Projektleiter Eugen Krammer, Bgm. Christian Wöhrleitner, Vz.Bgm. Robert Weber und DI Werner Tippel sind die Hauptverantwortlichen für das Projekt
Bildrechte: Eugen Krammer
Ein neues Bezirksleitbild für Mödling soll entstehen. Alle 20 Gemeinden sind sich einig: Man will durch die Kooperation Kosten reduzieren und eine gemeinsame Bezirksidentität schaffen.

Die Gemeinden im Bezirk Mödling haben alle das gleiche Problem: Steigende Ausgaben und sinkende Einnahmen. Eine Gemeinde-Zusammenlegung als Lösung der Probleme kam für die Gemeinden nicht in Frage, deshalb hat der ehemalige Bürgermeister von Gießhübl, Eugen Krammer, die "Vereinigung aller Mödlinger Gemeinden", kurz VaMöG, gegründet. Dabei hat er sich Gedanken über sinnvolle Gemeindekooperationen gemacht und auch schon einige davon verwirklicht. Die niederösterreichischen Gemeindevertreterverbände der VP und SP haben die Initiative von Krammer nun aufgegriffen und gemeinsam ein neues Projekt, den "Smart District Mödling", ins Leben gerufen. 

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Gemeinsames Leitbild

 

 

Ein gemeinsames Bezirksleitbild soll entstehen. Dazu werden die Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken der 20 Gemeinden (Achau, Biebermannsdorf, Breitenfurt bei Wien, Brunn am Gebirge, Gaaden, Gießhübl, Gumpoldskirchen, Guntramsdorf, Hennersdorf, Hinterbrühl, Kaltenleutgeben, Laab am Walde, Laxenburg, Maria Enzersdorf, Mödling, Münchendorf, Perchtoldsdorf, Vösendorf, Wiener Neudorf, Wienerwald) analysiert und im Bezug auf ihre Interessen und Schwerpunkte ein verbindliches Bezirks-Kooperationsleitbild erstellt.

Um eine gemeinsame Bezirksidentität zu erschaffen, soll zukünftig in den Bereichen Verwaltung, Leben und Wohnen, Arbeiten, Verkehr, Energie, Infrastruktur, Kommunikation und Wirtschaft auf Gemeindeebene zusammengearbeitet werden. "Momentan wird besonders auf den Verkehr, die Energie und die Verwaltung eingegangen", so Eugen Krammer, "mit Radweg-Projekten, der Umstellung der öffentlichen Beleuchtung auf LED-Lampen und die bezirksweite Vernetzung der Gemeindedatenbanken sollen Personal und vor allem Geld gespart werden."

Peter Wimmer, Bürgermeister der Gemeinde Wiener Neudorf und Chef des Gemeindevertreterverbandes Laab am Walde, verspricht sich vieles aus der neuen Kooperation: "Besonders wichtig ist eine gute Ausnützung der Ressourcen. Die Gemeinden werden beispielsweise bei der Erhebung der Abfallbeseitigungsgebühren kooperieren", so Wimmer, "es gibt aber auch Überlegungen gewisse Tätigkeiten im Verwaltungsbereich gemeindeübergreifend zu erledigen."

Finanzielle Unterstützung

Das Land Niederösterreich hat nun beschlossen dieses Projekt finanziell zu unterstützen. Insgesamt wird ein Betrag von etwa 70.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Erarbeitung des fertigen Leitbildes wird bis Ende 2013 abgeschlossen sein.

Bereits realisiert wurde die Initiative "Photovoltaik auf Gemeindedächern", die den Mödlinger Gemeinden ermöglicht, kostengünstig Strom über Photovoltaikanlagen zu beziehen, dabei haben alle Gemeinden Interesse gezeigt, zwölf davon haben bereits erste Schritte unternommen. "Wie hoch die Kostenersparnis sein wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab", meint Krammer, "dabei spielen die Größe, die Förderung und auch der zukünftige Strompreis eine Rolle. Allerdings ist es abzusehen, dass sich die Anlagen nach etwa 13 Jahren ausfinanziert haben werden und anschließend die Gemeinden ihren benötigten Strom selbst produzieren können."

Förderungen für vergleichbare Projekte können alle Gemeinden beim Land Niederösterreich beantragen. Um einen Zuschuss zu erhalten müssen bestimmte Richtlinien erfüllt werden. Genauere Informationen dazu finden die auf der Homepage der Niederösterreichischen Landesregierung unter dem nebenstehenden Link.


Verfasser: Evelyn Knoll (presse@gemeindebund.gv.at)



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