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Heiraten ist wieder "in"

27.08.2012
17.198 Paare gaben sich im ersten Halbjahr 2012 in Österreichs Standesämtern das Jawort. Das sind um 914 mehr als im gleichen Zeitraum 2011
Bildrechte: Eray/Fotolia.con
Die Anzahl der Heiratswilligen hat sich im ersten Halbjahr 2012 um 5,6 Prozent gesteigert. Die neu eingetragenen Partnerschaften sind hingegen rückläufig.

Bei der Halbjahresstatistik 2012 setzt sich der Trend der letzten Jahre weiter fort. Auch 2012 gab es wieder um 5,6 Prozent mehr Eheschließungen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ganze 17.198 Trauungen (Jänner bis Juni 2011: 16.284) wurden von Jänner bis Juni 2012 in Österreichs Standesämtern durchgeführt. Bereits seit 2009 steigen die Trauungszahlen wieder: 2008 bis 2009 gab es ein Plus von 0,7 Prozent, von 2009 bis 2010 plus 5,7 Prozent. Unterbrochen wurde diese Aufwärtskurve von einem leichten Rückgang von minus 1,8 Prozent in den Jahren 2010 bis 2011. 

 

Seit 2008 sind die Eheschließungszahlen wieder im Steigen. 2010 bis 2011 bildet in dieser Tendenz eine Ausnahme.

In Tirol "trauten" sich die meisten

 

 

In sieben Bundesländern gab es im ersten Halbjahr 2012 mehr standesamtliche Eheschließungen, wobei aber regional unterschiedliche Trends erkennbar sind. In Tirol "trauten" sich mit plus 11,4 Prozent die meisten Paare in die gemeinsame Zukunft. Oberösterreich (+ 10,4 Prozent) rangiert auf Platz und Platz drei belegt Kärnten mit plus 10,1 Prozent. Auch in Vorarlberg (+8,2 Prozent) und Niederösterreich (+7,9 Prozent) gab es überdurchschnittliche viele Hochzeiten. Von den Standesämtern in Salzburg (+2,9 Prozent) und der Steiermark (+2,8 Prozent) wurden unterdurchschnittlich gestiegene Zahlen gemeldet. Weniger Heiratswillige als in den Vorjahren fanden sich im Burgenland (-4,2 Prozent) und in Wien (-0,1 Prozent).

Das prozentuell größte Plus (250 Prozent) bei den Eheschließungen gibt es im burgenländischen Rust, wo die Anzahl der Eheschließungen von zwei auf sieben gestiegen ist. In Relation dazu hat jedoch der Bezirk Neusiedl am See mit 101 Hochzeiten im ersten Halbjahr 2012 immer noch die meisten frisch verheirateten Ehepaare im Burgenland. Doch auch hier sank, die Anzahl um 11, 4 Prozent.

Die in absoluten Zahlen meisten Hochzeiten gab es im Bezirk Baden mit 320 Eheschließungen (ausgenommen die Landeshauptstädte und Wien). Die wenigsten Paare wurden - bis auf Rust - im Bezirk Murau von den Standesbeamten vermählt: Es waren nur 37 Paare.

In Tirol gab es im ersten Halbjahr die größten Steigerungen.

Starkes Minus bei eingetragenen Partnerschaften

 

Von Jänner bis Juni 2012 haben insgesamt 178 gleichgeschlechtliche Paare ihre Partnerschaft bei den dafür zuständigen Bezirksverwaltungen eintragen lassen. Gegenüber 2011 ist dies ein Rückgang von 11,9 Prozent. Außerdem überwiegen dabei österreichweit männliche Paare (61,8 Prozent aller Partnerschaften). Nur in Kärnten (60 Prozent bzw. drei von fünf), Tirol (53,8 Prozent bzw. sieben von 13) und Niederösterreich (53,6 Prozent bzw. 15 von 28) begründeten mehr weibliche als männliche Paare eine eingetragene Partnerschaft. In Salzburg gab es je drei weibliche und drei männliche Paare.

In Wien, wo es die meisten Verpartnerungen gibt, sank die Anzahl im ersten Halbjahr 2012 um 22 Prozent. Österreichweit sind es um fast zwölf Prozent weniger.

Wien immer noch stärkstes Bundesland bei gleichgeschlechtliche Ehen

 

Knapp die Hälfte (47,8 Prozent) aller eingetragenen Partnerschaften wurden von in Wien lebenden Paaren begründet. An zweiter Stelle folgt Niederösterreich mit 15,7 Prozent und an dritter Stelle Oberösterreich mit 11,2 Prozent. Während die Anzahl der Eintragungen in Wien um 22 Prozent zurück ging, blieb sie in Niederösterreich und Oberösterreich gleich.

Bei diesen Daten handelt es sich um vorläufige Ergebnisse. Deshalb gibt es sie auch nicht auf einzelne Gemeinden aufgeschlüsselt. Endgültige Ergebnisse werden erst im Februar des2013 produziert.


Verfasser: Carina Rumpold (presse@gemeindebund.gv.at)



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