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Mehr Verständnis füreinander - 15 Pilotprojekte

29.08.2012
v.l.: Bernd Rosenberger, Bettina Vollath und Erwin Dirnberger
©steiermark.at/Schüttbacher
Integration ist das Schlagwort, wenn es um die Eingliederung von Zuwanderern in die Gesellschaft geht. In 15 steirischen Pilotgemeinden wird bis März 2013 das Integrationsrüstzeug für die Zukunft erarbeitet.

Die Steiermark ist seit einigen Jahren wieder Zuwanderungsland und rangiert nach Wien und Niederösterreich an dritter Stelle im Bundesländervergleich. Bereits seit 2010 wird im Land daher stärker auf das Thema Integration eingegangen. Es wurde sogar ein eigenes Landesressort dafür gegründet, das von Landesrätin Bettina Vollath geleitet wird. Seitdem sind zahlreiche Initiativen erarbeitet worden. Eine davon wurde am 27. August 2012 im Rahmen einer Pressekonferenz gemeinsam mit Städtebund-Landesvorsitzenden Bgm. Bernd Rosenberger und Steiermarks Gemeindebund-Präsident Bgm. Erwin Dirnberger präsentiert.

Kommunen wichtigste Partner

"Die Menschen leben in den Gemeinden. Deshalb sind die steirischen Kommunen die wichtigsten Partner auf dem Weg zu einem besseren Zusammenleben", erklärt Vollath die Gründe, warum sie eine Allianz gemeinsam mit den Städten und Gemeinden eingegangen ist. In 15 Pilotgemeinden wird nun ausprobiert, was allen 572 steirischen Gemeinden auf dem Weg zu einer friedlicheren Gemeinschaft helfen soll. Darunter befinden sich große Gemeinden wie Bruck an der Mur oder Knittelfeld, aber auch kleinere wie St. Lambrecht. Mit dem Vulkanland verschreibt sich sogar eine ganze Region der Verbesserung des Zusammenlebens.

Thema Vielfalt tangiert viele Bereiche

"Das Thema Zusammenleben und Vielfalt betrifft nicht nur Ausländer, sondern auch Jung und Alt, sowie den Umgang mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Ich bin froh über das Netzwerk zwischen den Gemeinden und dem Land. Hätten wir uns vor 20 Jahren schon damit beschäftigt, hätten wir uns sehr viel erspart", ist sich Brucks Bürgermeister und Städtebund-Landesvorsitzender Bernd Rosenberger sicher.

Unterstützung des Landes zugesagt

Das Land unterstützt die Gemeinden bei diesem einjährigen Prozess, indem Prozessbegleiter geschult wurden, die sich jede der beteiligten Gemeinden selbst aussuchen konnte. Und auch bei der Umsetzung stellt die Landesrätin den Gemeinden Hilfe in Aussicht: "Die Gemeindereferenten Landeshauptmann Voves und Landeshauptmannstellvertreter Schützenhöfer haben bereits ihre Unterstützung bei der Umsetzung von Schritten zugesagt."

Nachdem in den Gemeinden vorhandene Erfahrungen gesammelt wurden, geht es daran Projekte und Maßnahmen gemeinsam mit den Bürger/innen zu planen und umzusetzen. Einige der behandelten Themenfelder drehen sich um Jung und Alt, Kultur und Freizeit, sowie Wohnen, Zuzug und Integration. Im Herbst 2012 beginnt die Phase der Umsetzung.

Eigenverantwortung und gelebte Nachbarschaft in Zukunft noch wichtiger

In den vier Partnergemeinen Teufenbach, Mariahof, St. Blasen und St. Lambrecht im Bezirk Murau ist die erste Phase der Erhebung des IST-Zustandes und der Erarbeitung der Pläne für die Zukunft bereits abgeschlossen. Die Vielfalt in der Gesellschaft soll als Querschnittsmaterie in den Gemeinden unter Einbindung aller Bewohner/innen, der Vereine und aktiven Bürger/innen implementiert werden. Ziel ist die Einbindung aller Bewohner in die Gemeinschaft (Zuzügler, Migranten), die Verbesserung des Zusammenlebens über den Abbau von Vorurteilen (Z.B. zwischen Alt und Jung), sowie die Veränderung von Zugängen. Konkret bedeutet das intergenerationsbezogene Aktivitäten, das Projekt Kulturtage 2013 und die Verbesserung der Kommunikation unter der Bevölkerung und zwischen den Ortschaften und Ortsteilen in Zuzugsgemeinden. Jedes dieser Handlungsfelder wird durch eine bzw. zwei Gemeinden hauptverantwortlich vertreten. "Vieles könnte, wenn mehr miteinander geredet würde, unbürokratisch, Kosten und Nerven sparend gelöst werden. Eigenverantwortung und gelebte Nachbarschaft müssen in unserer Gesellschaft wieder mehr gestärkt werden", so Mariahofs Bürgermeister Peter Präsent über die Gründe, bei diesem Projekt teilzunehmen.

Integrationswerkzeugkoffer für alle Gemeinden

Bis März 2013 sollen alle Projekte abgeschlossen sein. "Am Ende wissen wir, was stärkt, was unterstützt und was weniger hilfreich ist. Aus all diesen Erfahrungen, die in den Gemeinden in diesem einen Jahr gewonnen werden, können andere Gemeinden profitieren. Diesen Werkzeugkoffer wollen wir dann anderen Gemeinden zur Verfügung stellen, damit diese für sie passende Lösungen daraus entwickeln können", freut sich Vollath über die rege Teilnahme der Gemeinden.

Auch Steiermarks Gemeindebund-Präsident Erwin Dirnberger sieht Integration als zentrales Thema in den Kommunen: "Die Menschen sollen sich in den Gemeinden wohl fühlen. Das ist eine wichtige Voraussetzung für ein friedvolles Miteinander und um sich in der Gemeinde geborgen und zuhause zu fühlen."


Verfasser: Carina Rumpold (presse@gemeindebund.gv.at)



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