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ÖVP verliert Mehrheit in Krems: Rinke geht

08.10.2012
Nach Jahrzehnten der ÖVP-Dominanz hat in Krems nun die SPÖ die Mehrheit

Herbe Verluste für die bislang regierende ÖVP in Krems. Sie wurde von der SPÖ überholt. vor allem auch die Kleinparteien gewannen dazu. Bürgermeisterin Inge Rinke kündigte ihren Rücktritt an.

Nach vielen Jahrzehnten hat die ÖVP überraschend in Krems die Stimmenmehrheit im Gemeinderat an die SPÖ verloren. Bürgermeisterin in Ingeborg Rinke hat noch am Wahlabend ihren Rückzug angekündigt, die SPÖ erhebt nun Anspruch auf das Bürgermeisteramt. 

Die ÖVP unter Rinke verlor 10,1 Prozentpunkte gegenüber 2007. Die Partei erhielt 36,2 Prozent der Stimmen. Die SPÖ bekam etwa gleich viele Stimmen wie vor sieben Jahren (37,9 Prozent). Auffällig ist, dass Kleinparteien, wie die Liste unabhängiger Bürger Krems (UBK), deutlich an Stimmen dazugewannen (plus 2,7 Prozentpunkte). Ein Plus erzielten auch die KLS, die FPÖ und die Grünen.

Mehr als 10 Prozent der Stimmen hat die ÖVP im Vergleich zu 2007 verloren.

Wahlbeteiligung weiter gesunken

 

Krems war seit 1955 bei elf Wahlgängen in der Hand der ÖVP. Bis zu diesem Sonntag hatte die SPÖ nur 1950 die Mandatsmehrheit in der Stadt. Die Wahlbeteiligung ist weiter gesunken. Betrug sie vor fünf Jahren 65,99 Prozent, waren es diesmal 62,63 Prozent der 23.060 Wahlberechtigten, die ihr Stimmrecht ausübten - mehr dazu in Duell um das Kremser Rathaus.
Rinke bot Rücktritt an

In einer ersten Reaktion sprach Rinke von einem herben Schlag und bot ihren Rücktritt an. „Wir sind in den fünf Jahren einen harten Sparkurs gefahren. Es ist uns nicht gelungen, der Bevölkerung nahe zu bringen, dass wir die Schulden reduziert haben. Es haben auch die Oppositionsparteien nicht so wirklich mitgearbeitet“, so Rinke.

Weil die ÖVP fünf Mandate verloren hat, reichte es der SPÖ ihre bisherige Mandatsstärke zu halten. Gewonnen haben vor allem die Kleinparteien.

Historisches Ergebnis für SPÖ

 

Vizebürgermeister Reinhard Resch, Spitzenkandidat der SPÖ, sprach von einem historischen Ergebnis. Ob er Bürgermeister werde, das hänge jetzt vom Ergebnis ab, so Resch. „Ich bin angetreten um die Stadt zu führen und ich werde versuchen einen großen und breiten Konsens und eine Basis zu stellen. Wir brauchen eine gute Zusammenarbeit um die Probleme der Stadt zu lösen.“
Plus für FPÖ, Grüne und Kleinparteien

Die FPÖ kam auf acht Prozent der Stimmen. „Wichtig ist, dass wir dazugewonnen haben. Welche Rolle wir in Zukunft spielen werden, das werden Verhandlungen zeigen. Die Palette ist bunter und größer geworden“, so Walter Rosenkranz.

Die Grünen konnten noch nicht sagen, ob sie einen SPÖ-Bürgermeister unterstützen. „Es kommt darauf an, wie die Ergebnisse aussehen und die gemeinsamen Pläne“, sagte die grüne Spitzenkandidatin Sandra Mayer.

Freude bei Kleinparteien groß

Die UBK bekam fünf Prozent der Wählerstimmen. „Die Bürger und Bürgerinnen haben gezeigt, dass sie mit der derzeitigen Regierung nicht einverstanden sind. Wir freuen uns irrsinnig, dass wir in den Gemeinderat einziehen können. Wir werden von der ersten Stunde an arbeiten“, sagte Adolf Krumbholz, der Spitzenkandidat der UBK.

Wolfgang Mahrer, Spitzenkandidat der Kommunisten, sagte zur zukünftigen Zusammenarbeit: „Ich kann niemanden blind unterstützen, ich muss erst wissen, was dieser Mann oder diese Frau machen wird. Wir haben fünf Jahre intensive Aufklärung über die Kremser Politik und ihre Hintergründe gemacht und ich bin glücklich darüber, dass wir so viele Stimmen bekommen haben“.


Verfasser: Daniel Kosak (presse@gemeindebund.gv.at)



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