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Österreich: Eine Million mehr Menschen bis 2060

11.10.2012
Die österreichischer Bevölkerung wächst und wächst.
©Klicker pixelio.de
9,4 Mio. Einwohner, deutlich mehr Senioren, abnehmende Beschäftigungsquote und deutliche Zuwanderung für die Ballungsräume. Das sind die Prognosen der Statistik Austria für die kommenden Jahrzehnte.

Der aktuellen Prognose der Statistik Austria zufolge wird Österreich in Zukunft wachsen und älter werden. Im Jahr 2030 steigt die Bevölkerungszahl auf neun Millionen, bis 2060 sogar auf 9,4 Millionen. Die Tendenz in der Altersverteilung verschiebt sich weiterhin deutlich Richtung ältere Menschen.

Das stärkste Bevölkerungswachstum wird in Wien erwartet. (©APA)

Baby-Boom Generation im Ruhestand

Laut Bevölkerungsprognose sinkt vor allem der Anteil der Menschen im erwerbsfähigen Alter (20 bis 65 Jahre), dafür gibt es einen starken Zuwachs an Menschen im Pensionsalter. Grund dafür ist die Baby-Boom Generation, die in den Ruhestand tritt. Diese Entwicklung wird hohe Anforderungen an die Bevölkerung stellen. So muss etwa die Innovationsfähigkeit der Menschen durch lebenslanges Lernen und Weiterbildung erhalten werden, einmalige Ausbildung und jahrzehntelanges Verweilen beim gleichen Unternehmen werden die Ausnahme sein. Eine Abschwächung der Überalterung ist de facto nur durch Einwanderung junger Menschen möglich. Während heute die Gesamtbevölkerung im Schnitt 42 Jahre alt ist, liegt das Durchschnittsalter bei Zuwanderern bei 23 Jahren. Ein leichter Anstieg wird auch bei der Geburtenrate prognostiziert, von 1,43 Kindern pro Frau (2011) auf 1,55 im Jahre 2060.

Wien kratzt an Zwei-Millionen-Marke

Das stärkste Bevölkerungswachstum wird von den Experten der Statistik Austria in Wien erwartet. Bis 2030 soll Wien wieder die Zwei-Millionen-Bevölkerungsmarke erreichen. Bereits 1910 überschritt die Bundeshauptstadt diese Marke, mit einer Einwohnerzahl von 2,1 Millionen. Zur Jahrhundertwende war Wien Schmelztiegel verschiedener Kulturen: Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert wuchs die Bevölkerung besonders rasch. Verantwortlich dafür waren die bis 1900 unverändert hohen Geburtenraten, eine nach 1880 stetig sinkende Sterblichkeit sowie eine beträchtliche überregionale Zuwanderung aus allen Teilen der Monarchie nach Wien und die entstehenden Industriereviere.

Doch wie wird die Metropole im 21. Jahrhundert mit dem Zuwachs umgehen? Wo werden die neuen Bürger künftig leben? Wie wird dieser Trend die Lebensqualität der Wiener beeinflussen? All diesen Fragen werden sich wohl Experten, Politiker, Pendler und Wohnungsuchende stellen müssen.

Überall Zuwachs-außer in Kärnten

Während alle Bundesländer mit einem Wachstum rechnen können, steht Kärnten ein Bevölkerungsschwund bevor. Kärnten kann mit Zuwanderung die Binnenwanderungsverluste und die negativen Geburtenbilanzen nicht ausgleichen: Bis 2060 sinkt die Bevölkerung um 8,5 Prozent. Statt 558.000 Kärntner wie im Jahr 2011, wird es 2060 nur noch 511.000 Einwohner geben. Ab 2020 wird Salzburg Kärnten als bevölkerungsmäßig sechstgrößtes Bundesland ablösen. In Oberösterreich und in Tirol wird bis 2060 mit 1,51 Mio. bzw. 761.000 Einwohnern, ein Zuwachs von rund sieben Prozent erwartet. Den geringsten Zuwachs prognostizieren die Experten der Steiermark. Hier steigt bis 2030 die Einwohnerzahl von derzeit 1,21 Mio. auf 1,24 Mio. und erreicht im Jahr 2043 mit 1,25 Mio. (plus drei Prozent ) ihr Maximum.

Die Lebenserwartung steigt ebenfalls, sowohl bei Männern als auch bei Frauen um fast zehn Jahre. 2011 lag die Lebenserwartung bei Männern 78,1, bei Frauen 87,3, ferner liegt diese bei 87,3 für Männer und 90,6 Jahre. Der Unterschied in der Lebenserwartung von Männern und Frauen wird dabei zunehmend kleiner.


Verfasser: Redaktion (presse(at)gemeindebund.gv.at)



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