English | Française
SUCHE


STARTSEITELINKSIMPRESSUMKONTAKT
Einbruch bei Ertragsanteil-Vorschüssen

16.10.2012
Hauptverantwortlich für das Minus bei den Gemeinde-Ertragsanteilen im November 2012 sind die Einbrüche bei der Körperschaft- und Einkommensteuer.
©babimu/Fotolia.com
Wenig erfreulich sind die Vorschüsse für die Ertragsanteile im November 2012: Minus 6,5 Prozent müssen Österreichs Gemeinden im Vergleich zu November 2011 hinnehmen.

Der Konjunkturabschwung macht sich im November 2012 auch bei den Ertragsanteilen deutlich sichtbar. Die Ertragsanteil-Vorschüsse der Gemeinden (ohne Wien) für November 2012 werden gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres aufgrund des Konjunkturabschwungs um minus 6,5 Prozent (Wien minus drei Prozent) absinken. 

In Tirol rutschten die Ertragsanteile mit minus acht Prozent am stärksten in den Negativbereich. Die geringsten Verluste verzeichnen Wien (minus drei Prozent) und Vorarlberg mit minus 3,3 Prozent.

Zum ersten Mal im Jahr 2012 rutschten die Ertragsanteilvorschüsse ins Minus. (Quelle: BMF, Grafik: Gemeindebund)

Schlechte Einnahmen bei Körperschaft- und Einkommensteuer

Der Einbruch der aktuellen November-Vorschüsse der Gemeinden ohne Wien ist überwiegend durch die schlechten Ergebnisse bei den Einnahmen aus Körperschaft- und Einkommensteuer bedingt, die im zugrundeliegenden Abgabemonat September massiv eingebrochen sind. Neben diesen konjunkturellen Gründen trägt auch der 2012 erstmalig erfolgte monatliche Abzug des Gemeindeanteils am ehemaligen Landespflegegeld zum Minus bei. Einen noch höheren Rückgang konnten nur die kräftigen Zuwächse des Abgabenertrags der Lohnsteuer und der Umsatzsteuer verhindern. 

Im Jahresvergleich bleiben die Ertragsanteile der Gemeinden ohne Wien mit +3,1 Prozent noch deutlich im Plus. Quelle: BMF, Grafik: Gemeindebund

Jahresvergleich vorsichtig positiv

Im Jahresvergleich liegen die Vorschüsse der Gemeinden (inklusive Wien) der ersten elf Monate des Jahres 2012 mit plus 3,9 (ohne Wien: 3,1 Prozent) noch deutlich über dem für 2012 prognostizierten Wachstum der Ertragsanteile. Voraussichtlich werden also auch die Dezember-Vorschüsse hinter dem Ergebnis des Vergleichsmonats des Vorjahres zurückbleiben.

Hier liegen die Tiroler Gemeinden trotz des starken Einbruchs im November mit plus vier Prozent immer noch an der Spitze. Nur Wien kann im bisherigen Jahresvergleich mit 6,2 Prozent noch ein stärkeres Plus verzeichnen. Das geringste Wachstum bei den Ertragsanteilen 2012 zeichnet sich im Burgenland und Niederösterreich ab. Hier stiegen die Vorschüsse von Jänner bis November im Vergleich zu 2011 um nur 2,1 Prozent.


Verfasser: Carina Rumpold (carina.rumpold(at)gemeindebund.gv.at)



Feedback

Vorname :
Nachname :
Betreff :
Feedback :
*Rückmeldung :

Wünschen Sie eine Rückmeldung, dann geben Sie hier eine E-Mailadresse oder Telefonnummer an.
*Sicherheitsabfrage :


 Wie bewerten Sie diesen Artikel?

 sehr informativ neutral kaum informativ



 | Artikel per Email verschicken


Haben Sie eine Frage zu österreichs Gemeinden?

Schwerpunkte


.