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Seniorenfreundliche Gemeinden prämiert

13.11.2012
Fünf Preise wurden bei der Verleihung
©Mike Ranz/Volkshilfe
Leitersdorf, Kronstorf, Bad Goisern, Bregenz, sowie zwölf Gemeinden im Bezirk Spittal an der Drau dürfen sich "seniorenfreundliche Gemeinde 2012" nennen. Bundesminister Hundstorfer nahm sich Zeit, um die Gemeinden auszuzeichnen.

Seit 2004 werden Städte und Gemeinde für ihr Engagement für ältere Menschen von der Volkshilfe Österreich und dem Pensionistenverband Österreich in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, dem Städte-und dem Gemeindebund ausgezeichnet. Am 7. November 2012 fand die Preisverleihung der "seniorenfreundlichen Gemeinde" im feierlichen Rahmen der Abschlussveranstaltung des "Europäischen Jahrs für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen" im Odeon Theater in Wien statt. Der Preis wurde von Bundesminister Hundstorfer verliehen.

Engagement für Senioren

Die demographische Entwicklung ist auch für die Kommunen eine große Herausforderung. Viele Gemeinden gehen diese aktiv an, um älteren Menschen das Leben zu erleichtern. Besonders herausragende Initiativen werden einmal im Jahr vor den Vorhang geholt. Mit dem Angebot an Aktivitäten stellten die Gemeinden ihr Engagement für Senioren unter Beweis. In den verschiedensten Bereichen wird versucht das älter werdende Österreich in die Gemeinschaft einzubinden. Die Seniorenfreundlichkeit erstreckte sich dabei von kleineren Veranstaltungen, wie Seniorentreffs, bis zu größeren Projekten.

Gemeinden als Lebensmittelpunkt

Die Auszeichnungen wurden von Bundesminister Rudolf Hundstorfer übergeben, der in seiner Rede die Bedeutung der Gemeinden als unmittelbaren Lebensmittelpunkt hervorhob. "Es sind die Angebote und Maßnahmen der Gemeinden, die maßgeblich darüber entscheiden, wie aktiv, wie engagiert, wie gesund und wie gesellschaftlich integriert die Menschen, insbesondere auch die Seniorinnen und Senioren leben können", so Hundstorfer.

Qual der Wahl

Eine kompetente Fachjury, die sich aus Vertretern der Veranstaltern zusammensetzt, prüfte die Bewerber auf die verschiedensten Aspekte der Seniorenfreundlichkeit. Dabei standen Gesundheit, Pflege und Betreuung, Barrierefreiheit, Infrastruktur, Freizeit- und Bildungsangebot, Ehrenamt, Partizipation sowie die Vernetzung zwischen den Generationen im Mittelpunkt. Auf die Jury kam eine schwierige Aufgabe zu: zwischen den qualitativ hochwertigen Einreichungen konnte jeweils nur eine Gemeinde ausgezeichnet werden. Neben karl Blecha, dem Präsident des Pensionistenverband Österreichs und Erich Fenninger, dem Geschäftsführer Volkshilfe Österreich nahmen auch der Generalsekretär des Gemeindebunds Walter Leiss und die Generalsekretärin des Städtebunds Heidrun Meier-de Kruijff an der Preisverleihung teil. 

Die ausgezeichneten Gemeinden

In fünf Kategorien wurden die Auszeichnungen vergeben. Der Preis in der ersten Kategorie für Gemeinden mit einer Einwohnerzahl bis zu 2.500 ging an  Leitersdorf im Raabtal (Steiermark). Die kleine Gemeinde hat ein blühendes Vereinswesen und fördert mit vielfältigen Maßnahmen die Aktivitäten von Bürgern. Projekte wie "Jugend hilft Älteren", "Ältere lernen mit Kindern" und "Einkaufen und Botendienste im Dorf" überzeugten die Jury.

Leihoma als Babysitter

Die zweite Kategorie bis zu 5.000 Einwohnern eroberte die oberösterreichische Gemeinde Kronstorf. Die Gemeinde zeichnete sich durch das Engagement bei generationenübergreifenden Aktivitäten aus. Die Idee von "Leihomas und -opas", die auf Schulkinder aufpassen und die Entwicklung der Kinderwagenwege durch engagierte Pensionisten, verstärkte die generationsübergreifenden Initiativen. 

Dynamik in der Gemeinde

Bad Goisern räumte den Preis in der Kategorie bis zu 10.000 Einwohnern ab, mit dem Schwerpunkt "Dialog zwischen Generationen". Neben gesellschaftlichen Veranstaltungen, Ausflügen und Festen, legte die Gemeinde besonderen Wert auf den Gesundheitsbereich: Tanzkurse, Aqua-Gymnastik, Gedächtnistrainings. Die "gesunde Gemeinde" stimmte ihr Angebot auf die Bedürfnisse der Älteren ab.

Altern in Würde

Platz eins in der Kategorie ab 10.000 Bewohner ging an Bregenz. Die Landeshauptstadt von Vorarlberg zeichnet sich durch ein dichtes Netz an Einrichtungen und zahlreiche Aktivitäten aus. Sozialzentren, psychosoziale Beratung, betreutes Wohnen und Kurzzeitpflege ermöglichen in Bregenz ein Altern in Würde. Die Stadt Bregenz erleichtert durch finanzielle Unterstützung für Betroffene auch den Zugang zu Tagesbetreuungseinrichtungen.

Spezialpreis der Jury

Der heurige Spezialpreis der Jury ging an das "Dorfservice" in Kärnten. Vier Pilotgemeinden, Dellach, Berg, Lendorf und Trebesing, starteten ihre Arbeit, die sie 2007 und bauten ein Netzwerk von zwölf Gemeinden im Bezirk Spittal an der Drau auf. Gemeinsam setzten sie sich für eine altersgerechte Infrastruktur in ländlichen Regionen ein. 120 Freiwillige versuchen durch Informationsangebote und professionell koordinierte ehrenamtliche Leistungen Lücken im sozialen Netzwerk zu schließen. Im Zuge der geschaffenen "Sozial-und Gesundheitsdrehscheibe" in jeder Gemeinde, geben die Mitarbeiter Auskunft und vernetzen verschiedene Pflegedienstanbieter.




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