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72 Stunden ohne Kompromiss

14.07.2006
Im Herbst 2006 wird Österreich zum Schauplatz gelebter Solidarität. Ihre Gemeinde kann Teil der größten Jugendsozialaktion Österreichs werden. Projekte können bis September 2006 eingereicht werden.

Mehr als 5.000 Jugendliche werden von 25.-28. Oktober 2006 in mehr als 350 einzelnen Projekten in ganz Österreich ihre Ärmel hochkrempeln und zeigen was in ihnen steckt.

„72 Stunden ohne Kompromiss“ ist ein Projekt der Katholischen Jugend Österreich in Zusammenarbeit mit youngCaritas.at und Hitradio Ö3. Aufgrund seines großen Erfolges findet es im Oktober bereits zum dritten Mal statt!

Beispielhaftes Projekt

„Das ist ein beispielhaftes Projekt von Jugendlichen und ich rufe alle Gemeinden auf, sich daran zu beteiligen“, so Gemeindebund-Präsident Bgm. Helmut Mödlhammer. „Gerade in einer Zeit, in der man immer wieder das mangelnde Engagement von Jugendlichen beklagt, ist so eine Initiative besonders wichtig, sie zeigt, dass es den Willen und die Bereitschaft zu sozialem Engagement bei den Jugendlichen sehr wohl gibt.“ Nicht zuletzt, so Mödlhammer weiter, würden von diesem Projekt die Gemeinden auch sehr direkt profitieren, die Jugendlichen stellen ihren Einsatz ja kostenfrei zur Verfügung.

Ziel von „72 Stunden ohne Kompromiss“ ist es, jungen Menschen die nötigen Rahmenbedingungen für solidarisches Handeln zu bieten. Die einzelnen Projekte und der damit verbundene Umgang mit benachteiligten Menschen und Randgruppen unserer Gesellschaft vermittelt auch die Chance Vorurteile und Berührungsängste abzubauen, sowie eigene Grenzen kennen zu lernen. „Denn schließlich werden die einzelnen Projekte nicht nur für die Betroffenen Menschen umgesetzt, sondern gemeinsam mit ihnen“, so Wurm.

Bestechende Idee – Zeitgleiche Umsetzung

Die Idee des Projekts ist so einfach wie bestechend: zeitgleich in ganz Österreich lösen Gruppen von Jugendlichen innerhalb von 72 Stunden gemeinnützige Aufgaben, die sie erst beim Projektstart genannt bekommen – denn „ohne Kompromiss“ bedeutet auch, dass im Vorfeld nicht bekannt ist, was man die nächsten 72 Stunden macht.

Mit dem Start der 72 Stunden beginnt der Wettlauf gegen die Zeit. Die TeilnehmerInnen sollen ihn mit persönlichem Einsatz, viel Kreativität  und Teamgeist gewinnen. Die Jugendlichen müssen innerhalb von 72 Stunden ihr Projekt umsetzen, d.h. nicht nur beginnen, sondern auch fertig stellen!

Solche gemeinnützigen Projekte können sein:
· Renovierungsarbeiten für soziale Einrichtungen
· ein Multikultifest für eine Pfarrgemeinde organisieren
· Renovierung und Umgestaltung eines Spielplatzes
· Malworkshop mit Menschen mit Behinderungen durchführen
· Theaterstück erarbeiten und im Altenheim aufführen
· Keller entrümpeln und zum Jugendraum umfunktionieren


Gesamte Gemeinde aktiviert

Beispielhaft am Projekt ist die Zusammenarbeit verschiedenster Akteure auf lokaler Ebene. „Es ist schön zu sehen, wie eine gesamte Gemeinde für 72 Stunden zusammenwächst und wie viel mit vereinten Kräften auch in so kurzer Zeit möglich ist. Im Idealfall schaffen wir ein Netzwerk aus Bürgermeister, Pfarre, Malereibetrieb und einer lokalen Schulklasse“, meint Stefan Wurm, KJ-Vorsitzender und ehemaliger Teilnehmer von „72 Stunden ohne Kompromiss“. Jugendliche kommen meist in ihrer unmittelbaren Umgebung in  Einrichtungen zum Einsatz. Gemeinsam mit den betroffenen Menschen (AsylwerberInnen, Menschen mit Behinderungen, Obdachlose, alte Menschen, Kinder,...) arbeiten sie an der Realisierung ihrer Aufgabe. Zentral ist hierfür vor allem die Hilfe von VerantwortungsträgerInnen in Gemeinden.  Mit Hilfe ihrer Netzwerke erlangen die Jugendlichen häufig auch die notwendige Unterstützung von lokalen Unternehmen (Baufirmen, Malereibetriebe, Bäcker, Fleischhauer, Gärtnerbetriebe,...) die mit Material, Expertise und Verpflegung zur Verfügung stehen. Ebenso wichtig ist die Kontaktlegung zur lokalen Presse, um die Arbeitsleistung der Jugendlichen öffentlich machen zu können.

Gemeinden gesucht

Besonders Gemeinden verfügen über den nötigen Überblick, wo Projekte auf ihre Umsetzung warten, wo einzelne Menschen Hilfe bedürfen, wo lokalen Einrichtungen die nötigen Personalressourcen zur Verwirklichung eines möglicherweise lang gehegten Planes fehlen.

Um ein Projekt in einer Gemeinde umzusetzen braucht es folgende Punkte:

· die Bereitschaft der Gemeinde
· ein Projekt, das von einer Gruppe (5-25 Jugendliche) innerhalb von 72h durchgeführt werden kann
· im Idealfall Unterkunft und Verpflegung
· Bereitstellen der benötigten Materialien bzw. Suche von lokalen Sponsoren gemeinsam mit den Jugendlichen als Teil des Projekts
· Klärung von wichtigen Fragen im Vorfeld: Einholen von Baugenehmigungen, benötigte Infrastruktur,...

Gemeinden können ihre Projektideen bis September 2006 bei ihrer zuständigen Diözese einbringen. Gemeinsam wird die konkrete Durchführbarkeit geprüft.

Weitere Informationen zu „72 Stunden ohne Kompromiss“, einen Rückblick auf die Projektdurchführung von 2004 sowie Kontaktadressen der einzelnen Diözesen finden Sie auf der Projekthomepage unter www.72h.at. Ihr Projekt können Sie auch unter office@72h.at einreichen.


Verfasser: Daniel Kosak (daniel.kosak@gemeindebund.gv.at)



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