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Flächendeckendes Breitband-Internet bis 2020

28.11.2012
Dieses Mal sollen gerade ländliche Räume von der Ausbauoffensive profitieren, verspricht die Ministerin.
@Gerd Altmann, pixelio.de
Das BMVIT steckt sich hohe Ziele: Bis 2020 sollen alle Haushalte Zugang zum ultraschnellen Breitband-Hochleistungsinternet haben. Für den Ausbau wird eine zentrale Anlaufstelle für Gemeinden geschaffen und zusätzliches Geld locker gemacht.

Beim Mobilfunk ist Österreich im internationalen Vergleich herausragend. Das gilt für die Netzabdeckung, wie auch für die Netzqualität und die Tarife. Die Zahl der Haushalte mit mobilem Breitband hat sich in den letzten zwei Jahren praktisch verdoppelt. Beim Breitband insgesamt steht Österreich sowohl bei der Nutzung als auch bei der Verfügbarkeit jedoch nur mittelmäßig da. Im EU-Ranking erreicht Österreich nur Platz zehn, im OECD-Schnitt nur Platz 18 - weit hinter Vorreitern wie Schweden, Singapur oder Finnland.

Doch gerade der flächendeckende Zugang zum Internet ist eine der wesentlichen Voraussetzungen, damit sich Land und Stadt gleichwertig entwickeln können. Dabei muss auch die Qualität der Anschlüsse zu schnellem Internet verbessert werden.

'Ministerin

Nutzung des Internets steigt rasant an

 

 

Im Jahr 2003 nutzten nur zehn Prozent der Bevölkerung einen Breitbandanschluss, heute sind es bereits 77 Prozent, die entweder über das Festnetz, mobiles Breitband oder ein Smartphone die Vorzüge des schnellen Internets genießen dürfen - allerdings nur etwa die Hälfte davon - meist in Städten und Ballungsräumen - mit mehr als 30 MBit/Sekunde. Die abgelegeneren Räume schauten bisher meist durch die Finger. Genau jene sollen nun durch die Bündelung der Kräfte und die Erhöhung der Förderung verstärkt unterstützt werden.

Ehrgeizige Ziele

"Wenn wir von Breitband reden, dann geht es für mich auch um gesellschaftliche Chancengleichheit und darum, wie wir die digitale Kluft in sozialer und räumlicher Hinsicht schließen", so Infrastrukturministerin Doris Bures. Drei Ziele sollen die Politik des Ressorts für die nächsten Jahre bestimmen:

  • Bis 2013 sollen die Rahmenbedingungen für die Versorgung der Bevölkerung mit 25 MBit/s erreicht sein.
  • Bis 2018 sollen in den Ballungsgebieten (70 Prozent der Haushalte) ultraschnelle Breitband-Hochleistungszugänge zur Verfügung stehen.
  • Bis 2020 soll eine nahezu flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit ultraschnellem Breitband-Hochleistungszugängen erreicht sein.

Um vor allem das letzte Ziel zu erreichen, belaufen sich die Schätzungen für die Kosten auf fünf Milliarden Euro. 70 bis 80 Prozent davon entfallen auf Grabungskosten, weswegen durch intelligente Kooperationen und Planung um bis zu 50 Prozent der Kosten minimiert werden sollen.

Alfred Ruzicka wird neuer Leiter des Breitbandbüros. ©Boroviczeny

Breitbandbüro als zentrale Anlaufstelle

 

 

Um das Wissen und die Datenlage zu diesem Thema zu bündeln, wird im Infrastrukturministerium ein eigenes Breitbandbüro installiert. Dieses soll auch zentrale Anlaufstelle für Gemeinden und Unternehmen sein und die Umsetzung der Breitbandstrategie koordinieren. Es wird bereits ab 1. Jänner 2013 seine Arbeit aufnehmen. Leiter dieses Büros wird Alfred Ruzicka.

In der Folge soll ein Breitbandatlas entstehen, mit dem ein Überblick über die Versorgungslage möglich sein wird, sowie Informationen darüber, welche Bauvorhaben von anderen öffentlichen Unternehmen (Leitungsbauten) anstehen, gebündelt und für die Mitverlegung des Breitbandausbaus genutzt werden. Auch bestehende Infrastrukturen, wie beispielsweise Leerverrohrungen sollen besser genutzt werden. Besonders positiv ist, dass Gemeinden künftig in diesem Büro erfahren, welche Förderungen für sie infrage kommen. Durch die Einrichtung einer Förderdatenbank soll die Übersicht über alle Förderungen von Bund, Ländern und EU besser gegeben sein.

Mehr Geld in Aussicht gestellt

Um den Ausbau weiter zu forcieren, soll ein Teil der Erlöse durch die Versteigerung weiterer Mobilfunkfrequenzen für den Breitbandausbau verwendet werden. Im Budget sind derzeit 250 Millionen Euro aus der Versteigerung der sogenannten "digitalen Dividende" für Schuldenabbau eingeplant, alles was darüber hinaus geht, soll in den Breitbandausbau fließen, sichert die Ministerin zu.


Verfasser: Carina Rumpold (presse(at)gemeindebund.gv.at)



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