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Kahlschlag in der Steiermark: Gemeindezahl drastisch reduziert

21.01.2013
Radikaler Schritt: So wird die neue steirische Gemeindelandkarte aussehen.
Bildquelle: Land Steiermark
Nur noch 285 Gemeinden sollen in der Steiermark übrig bleiben. Bislang waren es 539. Viele Zusammenlegungen sollen, wenn es nach der Landesregierung geht, auch zwangsweise erfolgen.

Die neue Aufteilung der Gemeindegrenzen wurde von Landeshauptmann Franz Voves und seinem Vize Hermann Schützenhöfer bekannt gegeben: Ab 1. Jänner 2015 wird die Gemeindelandkarte der Steiermark völlig neu gezeichnet. Ganz nach dem Motto "Stärkere Gemeinden - größere Chancen" soll es künftig nur mehr zwei Gemeinden mit weniger als 500 Einwohnern geben - derzeit sind es noch 77. Ähnlich radikal gehen die "Landesreformer" auch bei den restlichen Gemeinden zur Sache: Bei den Gemeinden von 500 bis 1.000 Einwohnern sollen von derzeit 123 nur mehr 14 über bleiben. Auf der anderen Seite steigt die Zahl der Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern von fünf auf 15.

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Damit steigt die durchschnittliche Einwohnerzahl (ohne Graz) von 1.754 auf 3.342 - die Steiermark wird damit deutlich über dem Österreich-Durchschnitt von 2.840 Einwohnern pro Gemeinde liegen.

Deutschlandsberg und Südoststeiermark trifft es besonders hart

Besonders betroffen sind die Bezirke Deutschlandsberg und Südoststeiermark: In der Südoststeiermark gibt es ab 2015 nur 26 statt wie bisher 74 Gemeinden, in Deutschlandsberg werden aus 40 künftig nur mehr 15 Gemeinden existieren.

Feldbach soll insgesamt sechs Nachbarorte "schlucken", die Stadt Deutschlandsberg wird um fünf Nachbargemeinden erweitert und künftig über 11.300 Einwohner haben (bisher 8.130 Einwohner).

Ab 2015 soll es statt 77 nur mehr zwei Gemeinden unter 500 Einwohnern geben. Sehen Sie hier die neuen Größenklassen. ©Land Steiermark

Gemeindefusion in Graz bleibt noch offen

 

 

 

 

Die Gemeinde Graz ist in den derzeitigen Plänen noch nicht enthalten, hier wird die Gemeinderatswahl 2015 noch abgewartet. Bei den Speckgürtelgemeinden, die sich teils heftig gegen Gemeindefusionen wehrten, sollen Pirka und Seiersberg, sowie Grambach und Raaba fusioniert werden.

Wo Gemeinden noch fusioniert werden

Dem Ausseerland bleiben Zusammenlegungen erspart, der WM-Ort Schladming wird allerdings trotz Widerstands und gegenteiliger Bürgermeinung mit Pichl und Rohrmoos fusioniert. Bruck-Kapfenberg ist nicht Teil der neuen Landkarte, dafür kommt Oberaich zu Bruck und Parschlug zu Kapfenberg. Mürzzuschlag wird um Kapellen und Glanz erweitert.

Auch den "Rebellen" aus der oststeirischen Ökoregion bleiben Fusionen nicht erspart: Kaindorf, Dienersdorf und Hofkirchen/Hartberg werden Eins, sowie Leibnitz, Kaindorf an der Sulm und Seggauberg.

Genehmigungen des Landtags noch für 2013 geplant

Im Februar wird der Bericht über die Gemeindestrukturreform in den Landtag eingebracht und im zweiten Halbjahr die freiwilligen Vereinigungen genehmigt. Das Gesetz zur Gemeindestrukturreform soll Mitte 2014 beschlossen werden und ab 1. Jänner 2015 soll die neue Gemeindestruktur dann Wirklichkeit werden. 


Verfasser: Carina Rumpold

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