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Familienfreundliche Gemeinde? Wir helfen Ihnen dabei

28.01.2013
In der NÖ-Gemeinde Ardagger wurden bestehende Freizeitaktivitäten und soziale Angebote geprüft und weitere Projekte ausgearbeitet. Wichtig war, ein Leitbild bzw. einen Wegweiser für die soziale Zukunft zu entwickeln.
©ZVG
Oft sind es banale Dinge, die eine Gemeinde für Familien attraktiv machen. Schon mehr als 260 Gemeinden haben sich mit dem Audit "familienfreundlichegemeinde" helfen lassen, familienfreundlicher zu werden.

Negative Geburtenbilanzen, negative Wanderungsbilanzen und eine hohe Pendlerrate ließen die Bevölkerung der burgenländischen Gemeinde Deutsch Schützen-Eisenberg in den letzten zehn Jahren stark schrumpfen. Dementsprechend wichtig war das Thema Familienfreundlichkeit sowie die Bildung der Gesamtstrategie für die Zukunft der Gemeinde. Ein Artikel in der Zeitschrift "Kommunal" gab schließlich den Ausschlag, dieses Thema im Rahmen des Audit familienfreundlichegemeinde anzugehen. Nicht nur die Lebensqualität zu steigern, sondern vor allem der Abwanderung mithilfe einer Gesamtstrategie ein Ende zu setzen war 2009 das hoch gesteckte Ziel der 1.100-Einwohner-Gemeinde, das direkt an der Grenze zu Ungarn liegt.

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 Standortverbesserung im Zentrum

Die Wünsche und Erwartungen waren damals eindeutig: Standortverbesserung, mehr junge Familien, eine gute Betreuung der Älteren und herauszufinden, was es in der Gemeinde an Angeboten ohnehin schon gibt. Die Verantwortlichen - allen voran Projektleiter Vizebürgermeister Herbert Weber und Bürgermeister Franz Wachter - arbeiteten gemeinsam mit der Bevölkerung im Rahmen des Audit familienfreundlichegemeinde gezielt auf diese Ziele hin. Während das Sammeln der bestehenden Maßnahmen in der Gemeinde zu den ersten Schritten gehörte, waren die anderen Ziele viel schwieriger zu erreichen.

Bestandserhebung bringt viel

Das Erfolgsgeheimnis des Audit ist, dass gemeinsam mit der Bevölkerung erarbeitet wird, was in der Gemeinde fehlt oder besser gemacht werden kann. Die Basis dafür bietet die Liste jener Angebote, die es für die unterschiedlichen Altersgruppen wie Kinder, Jugendliche, junge Familien oder ältere Menschen bereits gibt. "Schon die Bestandserhebung war für uns sehr aufschlussreich, denn wir haben erstmals geballt vor Augen geführt bekommen, dass es sehr viele Angebote in der Gemeinde bereits gibt", erzählt Bürgermeister Wachter. Wichtig sei auch, so der Bürgermeister, dass der Prozess in der Gemeinde bekannt gemacht wird und später die neu geschaffenen Angebote auch publiziert werden. 

Vielzahl an Maßnahmen für Jungfamilien

Um die Jugendlichen besser im Ort zu halten, hat die Gemeinde Deutsch Schützen-Eisenberg beispielsweise eine Lehrlingsförderung ins Leben gerufen. Zudem wurde eine Sonderförderung für Menschen mit Handicap und Über-55-Jährige ins Leben gerufen. Die meisten Maßnahmen beziehen sich jedoch auf Jungfamilien: Der Familienwegweiser, der alle Informationen, Hilfestellungen und Förderungen zusammenfasst, Wickeltische von öffentlichen Gebäuden, die Ansiedelungsförderung für junge Familien, günstige Startwohnungen oder die Erweiterung der Öffnungszeiten im Kindergarten sind nur Mosaiksteine im vielfältigen Gesamtpaket.

"Ohne das Audit hätten wir weniger Einwohner"

Im Jahr 2012 konnte die Gemeinde den Prozess abschließen und wurde von Familienminister Reinhold Mitterlehner sowie Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer mit dem Gütezeichen "familienfreundlichegemeinde", das nun gut sichtbar an den Ortsschildern angebracht ist, ausgezeichnet. "Unserer Gemeinde hat der Prozess sehr viel gebracht. Ohne da Audit - da bin ich zu hundert Prozent überzeugt - hätten wir um einige Personen weniger. Durch die Förderung konnten wir bereits einige Jungfamilien in der Gemeinde halten und auch immer mehr ältere Menschen ziehen zu, da sie sehen, dass sie hier gut alt werden können. Insgesamt hat das Audit die Gemeinde näher zusammenrücken lassen. Ich kann dieses Programm wärmstens an andere Gemeinden weiter empfehlen", so das äußert positive Resümee Wachters. 

Der Weg zum Audit

Sind Sie nun auf den Geschmack gekommen und möchten mit Ihrer Gemeinde am Audit familienfreundlichegemeinde teilnehmen? Der erste Schritt ist, bei der Familie & Beruf Management GmbH oder beim Österreichischen Gemeindebund (Ansprechpartnerin Mag. Anna Nödl-Ellenbogen, Tel. 01/512 17 80-20, anna.noedl-ellenbogen@gemeindebund.gv.at; oder Heike Trammer, Tel. 0699 11 85 35 74, heike.trammer@gemeindebund.gv.at) das Interesse zu bekunden. 

Der Gemeindebund sowie die Familie und Beruf Management Gmbh stehen Ihnen dabei nicht nur bei der persönlichen Ansprache zur Verfügung, sondern auch mit einem vielfältigen Service-Angebot. Der Besuch des kostenlosen Audit-Seminars in Ihrem Bundesland, ist der zweite Schritt, um Ihre Gemeinde familienfreundlich zu machen. Dabei erfahren Sie den Ablauf und Nutzen, Aufbau des Audit familienfreundlichegemeinde, sowie die Förderungsmöglichkeiten in Ihrem Bundesland. Es werden Ihnen alle Arbeitsunterlagen kostenlos zur Verfügung gestellt. Ein ausgebildeter Prozessbegleiter wird Ihnen mit Rat und Tat bei Schwierigkeiten und Fragen zur Seite stehen, und Sie erhalten 50 Prozent der Kosten für den Gutachter, der den Prozess am Ende bewertet, refundiert.

Weitere Informationen, sowie alle Kontakte finden Sie auf der Seite des Österreichischen Gemeindebundes.

Bei weiteren Fragen zum Audit familienfreundlichegemeinde wenden Sie sich bitte an

Frau Mag. Anna Noedl-Ellenbogen
E-Mail: anna.noedl-ellenbogen@gemeindebund.gv.at
Tel.: (01) 512 14 80 - 20

ODER

Frau Heike Trammer
E-Mail: heike.trammer@gemeindebund.gv.at

Tel.: 0699/11 85 35 74


Verfasser: Carina Rumpold

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