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Zahlen, Daten, Fakten rund ums Wasser

12.02.2013
Österreichs Wasserleitungsnetze sind 76.000 Kilometer lang.
©knipseline_pixelio.de
90 Prozent der Bürger beziehen ihr Wasser aus der zentralen Wasserversorgung, rund 5.500 kommunale Wasserversorgungsunternehmen sorgen dafür, dass immer frisches Wasser aus der Leitung kommt. Hier die wichtigsten Zahlen und Fakten.

Österreich ist eines der wasserreichsten Länder Europas. Pro Jahr fällt doppelt soviel Regen, wie der Bodensee fassen kann. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt in Österreich 1.100 Millimeter pro Jahr. Wasser ist das Lebensmittel Nummer eins. Aber nicht nur als Lebensmittel hat es zentrale Bedeutung. Egal ob in der Landwirtschaft, der Industrie, dem Tourismus oder der Natur - der Schutz des Wassers ist den Österreichern wichtig. Diese Tatsache wurde erst wieder bei der Diskussion rund um die europäischen Vorhaben zur einheitlichen Regelung der Konzessionsvergabe deutlich (die Redaktion berichtete)

Mehr als 55 Milliarden Euro investierten Österreichs Gemeinden bis 2011 in Leitungsnetze für Kanal und Wasserversorgung. (Quelle: Lebensministerium)

Die Wasserqualität wurde dank strenger Gesetze in den letzten Jahren stark verbessert. Für Flüsse, Seen und Grundwasser gilt es, den "guten Zustand" zu erreichen. Sind Gewässer bereits empfindlich geschädigt, ist die Wiederherstellung des "guten Zustands" zentrales Ziel. Generell gilt jedoch, dass sich der Zustand der Gewässer nicht verschlechtern darf. 2010 wiesen mehr als 75 Prozent der gemessenen Überblicksmessstellen einen guten oder sehr guten ökologischen Zustand in Bezug auf stoffliche Belastungen, wie beispielsweise Rückstände von landwirtschaftlichen Düngungsmittel, auf.

90 Prozent beziehen Trinkwasser über öffentliche Netze

Ungefähr die Hälfte des verwendeten Trinkwassers stammt aus Grundwasserresourcen, die andere Hälfte wird aus Quellen gewonnen. 90 Prozent der Bevölkerung sind an zentrale Wasserversorgungsanlagen angebunden. Die restlichen zehn Prozent der Bevölkerung beziehen ihr Trinkwasser über eigene Hausbrunnen und Quellen und liegen damit außerhalb der öffentlichen Verantwortung.

Das meiste Wasser verbrauchen die Österreicher beim Duschen. Das anteilsmäßg wenigste Wasser benützen wir zum Trinken oder Kochen. (Bild: BMLFUW, Rita Newman)

Rund 5.500 Wasserversorgungsunternehmen in Österreich

 

Bereits jetzt erledigt diese Aufgabe nicht jede Kommune für sich alleine. In Österreich gibt es 165 Wasserverbände, in denen Gemeinden ihre Aufgaben gemeinsam wahrnehmen. 92 Gemeinden haben laut Wirtschaftsministerium diese Aufgabe an Unternehmen teilprivatisiert. Dabei handelt es sich jedoch ausschließlich um Unternehmen, die zur Gänze den Kommunen gehören. Am öftesten erledigen Gemeinden ihre Aufgaben im Wasserbereich jedoch mittels Genossenschaften (ca. 3.400) und durch kommunale Anlagen (rund 1.900).

Wasserbetriebe sind ein wichtiger Arbeitgeber: Alleine in der Wasserversorgung sind rund 2.100 Arbeiter und rund 900 Angestellte tätig. In Genossenschaften werden die Funktionen meist ehrenamtlich wahrgenommen.

Viermal vom Südpol zum Nordpol

Von 1959 bis 2011 haben Österreichs Gemeinden enorm in den Auf- und Ausbau der entsprechenden Leitungen für die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung investiert. Ingesamt wurden in diesem Zeitraum unglaubliche 55,1 Milliarden Euro aufgewendet. Der Großteil, nämlich 43,2 Milliarden Euro, floss in die Abwasserentsorgung.

Bis Ende 2011 wurden in Österreichs Gemeinden 89.000 Kilometer Kanäle (Schmutz-, Misch- und Regenwasserkanäle) bzw. 76.540 Kilometer Wasserleitungen errichtet. Um sich diese Zahlen besser vorstellen zu können: Mit dieser Wasserleitungslänge könnte man vier mal vom Südpol zum Nordpol fliegen. Dank des dichten Wasserleitungsnetzes werden österreichweit rund 1,4 Millionen Hausanschlüsse beliefert.

22 Prozent des Trinkwassers fließt die Toilette hinab

Drei Prozent der gesamten Wasserreserven werden in Österreich jährlich benötigt (2,6 Milliarden Kubikmeter). In den Haushalten wird in etwa die Wassermenge des Wolfgangsees, rund 0,8 Milliarden Kubimeter, verbraucht.  Gewerbe und Industrie brauchen 67 Prozent des Trinkwassers und für die landwirtschaftliche Bewässerung kommen weitere sieben Prozent dazu.

Das meiste Trinkwasser in den Haushalten verbrauchen die Österreicher beim Duschen und Baden (34 Prozent), rund 22 Prozent für die Toilettenspülung. Getrunken oder verkocht werden hingegen nur etwa drei Prozent.


Verfasser: Carina Rumpold

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