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Bank Austria Kunstpreis: Sechs Preisträger - 218.000 Euro Preisgeld

18.02.2013

©Bank Austria
Innovativ, neu und unkonventionell. Diese drei Adjektive beschreiben die Preisträger des Bank Austria Kunstpreises 2012 am besten. In der Kategorie "Regional" gab es zwei Gewinner: Wien und Freistadt.
Die Kunst stand am 18. Februar 2013 wieder im Mittelpunkt der Auszeichnungsgala des dritten Bank Austria Kunstpreises im Theater an der Josefstadt in Wien. So viele Projekte wie noch nie wurden mit dem gut dotierten Preis ausgezeichnet. Insgesamt fanden an diesem Abend 218.000 Euro ihren Weg zu den Projekten.

Immer mehr eingereichte Projekte

"Mehr als 300 Einreichungen zeigen, wie wichtig dieser Preis für die lokalen Kulturprojekte ist", meinte etwa Austria Bank Chef Willibald Cernko. Die aus dem Vorabendprogramm bekannte Moderatorin Verena Scheitz, sowie der beliebte Kabarettist Andreas Steppan, führten mit viel Witz und Charme durch den Abend.

Zwei Preisträger in der Kategorie "Regional"

Wie wichtig es ist, dass Kunstprojekte trotz der wirtschaftlich schwierigen Lage weiterhin gefördert werden, zeigten die ausgezeichneten Projekte. In der Sparte "Regional" wurden "Soho in Ottakring" und ":kult: das Mühlfestival" ausgezeichnet. Damit konnte der Brückenschlag zwischen den städtischen und ländlichen Einreichungen geschafft werden.

"Soho in Ottakring" ist ein 1999 aus einer Initiative von Künstler/innen entstandenes Kunst- und Stadtteilprojekt, das sich über das Brunnenviertel in Ottakring, dem 16. Wiener Gemeindebezirk, ausdehnt. 2012 luden zahlreiche Ausstellungen, Performances, Projekte, Konzerte, die im öffentlichen Raum, in Geschäftslokalen, in Schulen, Gasthöfen, Ateliers, dem ehemaligen Marktamt oder an "unentdeckten" Orten des Brunnenviertels stattfanden, zu einem "Tanz auf unsicherem Terrain". Das Preisgeld von 35.000 Euro soll in die laufende Arbeit einfließen.

Impulse, die über die Gemeindegrenzen hinausgehen

Querdenken und neue Wege zu finden steht auch im vergleichsweise kleinen Freistadt im Zentrum von ":kult: das Mühlfestival". Susanna Bihari, Ulf Dückelmann und Hans Christian Merten waren 2011 wesentlich an der Gründung beteiligt. Seit damals verwandelt sich die Freistädter Messehalle jährlich im Juli in eine Kulturstadt. Auf über 3.000 Quadratmetern haben auf einer Vielzahl an Bühnen unterschiedlichste Kunstformen wie Theater, Musik, Bildende Kunst, Film oder neue Medien Platz. Dabei reicht die Vielfalt von "Kasimir und Karoline" als Theaterstück, bei dem das Publikum Teil einer Bierzeltgesellschaft wird, über eine Ausstellung, die auf das gesamte Messegelände verteilt ist, bis hin zu Popmusikern, die ein Streichquartett aus der Songwriter-Perspektive neu denken. "Wir wollen neue Genres etablieren, Grenzen sprengen und international bekannte und regionale Künstlerinnen und Künstler zusammenführen", benennen die drei den Kern des Festivals. Von 10. bis 27 Juli 2013 begibt man sich im Rahmen der Oberösterreichischen Landesausstellung auf "spuren:suche". Das Preisgeld in Höhe von 35.000 Euro ermöglicht es, das Projekt auf hohem Niveau weiterzuführen und überregionaler zu positionieren.

Filmvermittlung und unkonventionelle Konzerte

In der Kategorie "Kunstvermittlung" gab es 2012 auch zwei Preisträger: Zum einen das "oenm . ganz privat" und das Diagonale Projekt "Lehrlinge analysieren Film". Auch sie teilen sich ein Preisgeld von 70.000 Euro.

Konzerte der besonderen Art stehen im Zentrum des Ensembles "oenm . ganz privat". In legerer Wohnzimmer-Atmosphäre wird Lust auf Musik gemacht. Dabei sitzt das Publikum mitten unter den Musikern und hat damit die Chance, Musik auf eine ganze neue Art und Weise zu erleben. Auch beim Gewinnerprojekt "Filmvermittlung für Lehrlinge" wird darauf gesetzt, eine neue Perspektive zu vermitteln. In diesem dreiteiligen Filmvermittlungsworkshop können sich Berufsschüler mit ausgewählten Kurzfilmen auseinandersetzen.

Journalistenpreis für Thomas Trenkler

Den mit 8.000 Euro dotierten Preis für Kulturjournalismus bekam 2012 der Journalist und Autor Thomas Trenkler. Bereits früh hat er den Spaß am Schreiben entdeckt, als er an der Schülerzeitung im Akademischen Gymnasium in Graz mitgearbeitet hat. Seit damals ist er eine "Neugierdsnase" geblieben. Ob für das Avantgardefestival "steirischer herbst", als Buchautor oder Redakteur bei der Tageszeitung "Der Standard", das nötige Fachwissen ist ihm bei seiner Arbeit sehr wichtig: "Nur wenn man vieles gelesen, gesehen, gehört hat, Hintergründe kennt, kann man Zusammenhänge sehen, analysieren, Verständnis bei der Leserin, beim Leser herstellen."

Internationale Tanzszene zu Gast in Wien

Den Preis in der Kategorie "International" staubte das Tanz Festival "ImPulsTanz" ab. Dieses Festival stellt Wien seit 1983 in das Zentrum des Tanzuniversums. "Das Besondere an ImPulsTanz ist, dass wir zum einen die ganz Großen der internationalen Tanzszene nach Wien holen, zum anderen auch jungen und aufstrebenden Künstlerinnen und Künstlern der lokalen und internationalen Tanzwelt eine Bühne bieten. Das ist in dieser Form weltweit einzigartig", so Intendant Karl Regensburger. Das Preisgeld in Höhe von 70.000 Euro wird in Jugendtanzprojekte in Osteuropa und Afrika investiert. Abgerundet wurde der Abend durch eine schwungvolle Performance der Schüler/innen des Staatsopernballetts.

Cernko: "Zeichen der Anerkennung"

Mit dem höchstdotierten Kunstpreis Österreichs möchte die Bank Austria nachhaltige Impulse setzen. "Wir erkennen das enorme Potenzial, das in der heimischen Kulturlandschaft liegt, wissen aber auch, dass es für viele Vereine und Projekte nicht einfach ist, ihre Ideen finanziell umzusetzen. Mit dem Bank Austria Kunstpreis möchten wir ein Zeichen der Anerkennung setzen für die großartige Arbeit und das Engagement, das vor allem im regionalen Raum häufig unentgeltlich geleistet wird", so Willibald Cernko im Rahmen der Preisverleihung.

Auch 2013 wird es wieder einen Kunstpreis geben, die Projekte können ab 20. Mai wieder auf der Homepage des Bank Austria Kunstforums eingereicht werden.
Verfasser: Carina Rumpold

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