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"Die Kleinheit ist ein wertvoller Schatz"

05.03.2013
Zum 25. Mal trafen sich Bürgermeister von Gemeinden aus ganz Österreich im Schloss Weinzierl in Wieselburg. ©inShot Photography - Daniel Schalhas
©inShot Photography - Daniel Schalhas
Seit einem Vierteljahrhundert organisiert der Vordenker für den ländlichen Raum, Sixtus Lanner, den Bürgermeistertag in Wieselburg. Diesmal war man mit prominenten Gästen "der Zukunft auf der Spur".

Wie kann man das Leben in ländlichen Gemeinden für Familien und junge Menschen attraktiver machen? Wie Abwanderung verhindern? Und mehr Arbeitsplätze in kleinen Gemeinden schaffen? Diese Fragen gehören zu den am häufigsten gestellten vielen kleinen und mittleren Gemeinden Österreichs. 

Brigitte Lackner, Bürgermeisterin von Sankt Ulrich am Pillernsee, berichtete ihren Kollegen über die Infrastruktur in ihrer Gemeinde. ©inShot Photography - Daniel Schalhas

Der 25. Österreichischen Bürgermeistertag, veranstaltet von "Regionen.Österreich" und der "Arbeitsgemeinschaft Ländlicher Raum", ganz im Zeichen von Gemeindeentwicklung und Zukunft des ländlichen Raumes. Bürgermeister aus ganz Österreich trafen sich am 4. März 2013 auf Schloss Weinzierl in Wieselburg, um sich über ihre Perspektiven für die Gemeinden auszutauschen. Sixtus Lanner, ehemaliger ÖVP-Politiker, Vor- und Querdenker ist seit Jahren der Mastermind hinter der erfolgreichen Veranstaltung.

Infrastruktur als wichtiger Baustein 

Dass man Abwanderung wirksam entgegenwirken kann, zeigt die kleine Gemeinde Sankt Ulrich am Pillernsee, deren Bürgermeisterin ihre Erfahrungen schilderte. "Bei uns ist die Lebensqualität hoch und die Infrastruktur sehr gut. Deswegen entschieden sich viele Familien und junge Menschen zu bleiben“, so Bürgermeisterin Brigitte Lackner. Ihre Gemeinde gilt als Musterbeispiel dafür, wie man in einer schwierigen geographischen Lage zur Zuwanderungsgemeinde wird.

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Für Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer ist Sankt Ulrich ein Beispiel, dass sich auch kleine Gemeinden gut entwickeln können: "Die Kleinheit der Kommunen ist ein Schatz, der abgesichert und verteidigt gehört. Jede Woche habe ich Anfragen aus dem Ausland, weil man sich für die Erfolgsgeschichte unsere kommunalen Systeme interessiert, nur hier wird das ständig in Frage gestellt."

Auch räumte der Gemeindebund-Chef mit der Mär auf, dass kleine Gemeinden teurer sind, als große. "Tatsache ist, dass Wien genauso viel Schulden hat, wie alle anderen Gemeinden zusammen. Tatsache ist auch, dass Wien 2011 ein Defizit von über 400 Mio. Euro hatte, wir hatten 420 Mio. Euro Überschüsse. Mir braucht also niemand erzählen, wie man in den kleinen Gemeinden sparsam zu wirtschaften hat."

Für Regionen.Österreich-Obman Jakob Auer sind Angebote wie Kinderbetreuung, Nahversorgung und leistbarer Baugrund ausschlaggebend für die Zukunft der Gemeinden. "Es ist sinnvoll darüber nachzudenken, dass man gewisse Flächen als kostengünstigen Baugrund für Einheimische zur Verfügung stellen könnte", schlägt Auer vor.

Kreative Köpfe fördern

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Gastredner war der Bestseller-Autor und Humangenetiker Markus Hengstschläger. In anschaulichen Beispielen legte er dar, warum die "Durchschnittsfalle" in Österreich zunehmend zum Problem werde. "Derzeit schaut unser Bildungssystem so aus, dass wir unsere Kinder zu Durchschnittstypen erziehen. Im Moment ist es karrieretechnisch besser, wenn sich Menschen gemeinsam mit der Mehrheit irren, als wenn sie alleine recht haben. Wir müssen ein Klima schaffen, in dem Individualität und Flexibilität gefördert und nicht unterbunden werden. Sonst sind Innovation und Fortschritt nicht möglich", sagte Hengstschläger in seinem Referat. Das gelte auch für Gemeinden. "Nur wer in der Lage ist, die Talente seiner Bevölkerung zielgerichtet einzusetzen, der wird Erfolg haben." 

"Die Gemeinden dürfen sich nicht am Durchschnitt messen, sondern müssen sich an den besten Beispielen orientieren", fügte Bauernbund-Chef Jakob Auer hinzu.




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