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Zwölf Gemeinden: Erste familienfreundliche Region Österreichs

19.03.2013
In Kaumberg hat sich einiges bewegt: Vom Muttter-Kind-Treff bis zum Nordic-Walking-Kurs können sich die Bürger über viele neue Angebote freuen.
©Gemeinde Kaumberg
Kaumberg im Triestingtal ging mit gutem Beispiel voran und nahm ab 2008 am Audit "familienfreundlichegemeinde" teil. Mittlerweile hat das ganze Tal nachgezogen und wurde zur ersten familienfreundlichen Region Österreichs.

Es ist Freitagnachmittag und die Kaumberger Jugend trifft sich im ehemaligen Bahnhof des Ortes. Dank des Audits familienfreundlichegemeinde gibt es dort einen Jugendraum, der intensiv genutzt wird. Einmal pro Woche, eben am Freitag, kommt sogar ein Sozialarbeiter der Jugendinitiative Triestingtal vorbei, der bei Problemen weiterhilft und kleinere Aktionen organisiert.

Im Triestingtal ist man sich einig: Familienfreundlichkeit hat Prioriät! 2012 wurden die Triestingtaler zur ersten familienfreundlichen Region Österreichs. ©Gemeinde Kaumberg

Dieses ist eines der vielen Projekte, die die niederösterreichische Gemeinde Kaumberg im Rahmen des Audits familienfreundlichegemeinde realisiert hat. Als eine der ersten Gemeinden im Triestingtal hat sie sich 2008 auf den mehrjährigen Prozess eingelassen, der zum Ziel hat, die Gemeinde für alle Generationen lebenswerter zu machen. Seitdem wurden in Kaumberg 27 familienfreundliche Maßnahmen umgesetzt. Von der Thermenfahrt bis zum Nordic-Walking-Kurs ist für alle was dabei. Frischgebackene Mütter können sich im Mutter-Kind-Treff austauschen, ein Seniorengemeinderat vertritt die ältere Generation in der Politik und die Jugendlichen haben einen neuen Beachvolleyballplatz zum Austoben.

"Wir hatten ein Aha-Erlebnis"

Am Anfang des Audit-Prozesses steht in der Regel ein Workshop, bei dem Gemeindevertreter, Vereine und interessierte Bürger zunächst zusammentragen, was die Gemeinde in puncto Familienfreundlichkeit bereits zu bieten hat. "Wir hatten alle ein Aha-Erlebnis", berichtet Michael Singraber, Bürgermeister von Kaumberg, über diesen ersten Schritt, "teilweise wussten wir gar nicht, wie viel es bei uns schon gibt."

Anschließend werden unter der Leitung von professionellen Prozessbegleitern Verbesserungsvorschläge diskutiert und die Planung neuer Projekte in Angriff genommen. Ist dies geschafft, bekommt die Gemeinde ein Grundzertifikat und startet in die rund dreijährige Umsetzungsphase. Am Ende steht die Auszeichnung mit dem Titel familienfreundlichegemeinde.

Andere Gemeinden ziehen nach

Aber auch die anderen Gemeinden im Triestingtal schauten diesem Erfolg der Kaumberger nicht untätig zu. Schließlich waren sie schon seit Jahren in einer LEADER-Region Tiestingtal zusammengeschlossen und engagierten sich mit vereinten Kräften für die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Region. Nach und nach stiegen weitere elf Gemeinden (Weissenbach, Furth, Pottenstein, Berndorf, Hernstein, Altenmarkt, Leobersdorf, Schönau, Günselsdorf, Enzesfeld und Hirtenberg) ins Audit ein und wurden zur ersten familienfreundlichen Region Österreichs. Seitdem treffen die Gemeindevertreter regelmäßig zusammen und beraten über die künftigen Schritte.

Mit vereinten Kräften für die Familien

"Wir haben gesehen, dass es bei manchen Vorhaben einfach mehr Sinn macht, zusammenzuarbeiten," berichtet Singraber. So werden die Kaumberger Jugendlichen nun von den Sozialarbeitern der Jugendintiative Triestingtal betreut, die auch in anderen Gemeinden der Region Beratung für Jugendliche anbieten. Auch in Sachen Ferienbetreuung haben sich die Triestingtaler zusammenschlossen. Sie koordinieren ihre Termine für die Aktivitäten und stellen den nötigen Transport für Kinder aus dem umliegenden Gemeinden zur Verfügung. 

"Für uns war das Audit eine tolle Sache", erzählt Singraber begeistert, "oft halten die Leute die Angebote im Ort für selbstverständlich. Doch hier können sich alle beteiligen und sehen, dass man sich gemeinsam für das Leben in der Gemeinde engagieren kann."

Wie komme ich zum Audit?

Haben auch Sie Interesse als Gemeinde an der Auditierung teilzunehmen? Der Gemeindebund sowie die Familie und Beruf Management GmbH bieten nicht nur persönliche Beratung an, sondern unterstützen Sie auch mit einem vielfältigen Service-Angebot. Der Besuch des kostenlosen Audit-Seminars in Ihrem Bundesland, ist der zweite Schritt, um Ihre Gemeinde familienfreundlich zu machen. Hier erfahren Sie anhand von vielen Good-Practice-Beispielen alles über Vorteile und Ziele, sowie Ablauf und Nutzen des Audit familienfreundlichegemeinde. Auch die Förderungsmöglichkeiten in Ihrem Bundesland kommen dabei nicht zu kurz. Alle Arbeitsunterlagen werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Ein ausgebildeter Prozessbegleiter steht Ihnen ebenfalls im Rahmen von 24 Stunden kostenlos mit Rat und Tat zur Seite. 50 Prozent der Nettokosten für den Gutachter, der den Prozess am Ende beurteilt, werden refundiert.

Für weitere Informationen, wenden Sie sich bitte an die Familie & Beruf Management GmbH (audit(at)familieundberuf.at) oder den Österreichischen Gemeindebund (Mag. Anna Nödl-Ellenbogen, anna.noedl-ellenbogen(at)gemeindebund.gv.at; oder Heike Trammer;  heike.trammer(at)gemeindebund.gv.at).




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