English | Française
SUCHE


STARTSEITELINKSIMPRESSUMKONTAKT
Gemeinden 2012 erneut mit Maastricht-Überschuss

28.03.2013


237 Mio. Euro an Maastricht-Überschuss haben die Gemeinden 2012 erwirtschaftet. Die Reformbemühungen der Gemeinden und der Tritt auf die Ausgabenbremse wirken sich sichtbar aus. Rechnet man Wien als Bundesland (und nicht als Gemeinde) ist das Ergebnis noch besser.
Mit Zufriedenheit kommentierte Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer die heute veröffentlichten Zahlen der Statistik Austria über das Rechnungsjahr 2012 der öffentlichen Haushalte (http://www.statistik.at/web_de/presse/070409). „Zum zweiten Mal in Folge haben die Gemeinden ihre Maastricht-Ziele nicht nur erreicht, sondern übererfüllt“, so Mödlhammer. „Das verdient große Beachtung und Anerkennung“, so Mödlhammer. „Immerhin haben die Kommunen (inkl. Wien) einen Überschuss von 237 Mio. Euro erwirtschaftet.“ Ohne Wien beträgt der Überschuss sogar 484 Mio. Euro, denn für Wien wird ein Defizit von 252 Mio. Euro ausgewiesen.

448 Millionen Euro haben die Gemeinden ohne Wien 2012 erwirtschaftet. (Quelle: Statistik Austria)Bund und Länder mit Defiziten

Während die Landes- und Gemeindeebenen ihr Maastricht-Defizit im Jahr 2012 verringern bzw. ihren Überschuss noch weiter steigern konnten, erzielt die Bundesebene – Gebietskörperschaft, Bundeskammern und sonstige Bundeseinheiten – ein Maastricht-Defizit von rund 8,1 Mrd. Euro und liegt somit um rund 0,9 Mrd. Euro über dem Vorjahresergebnis von 7,2 Mrd. Euro Maastricht-Defizit. Die Landesebene – Gebietskörperschaft, Landeskammern und sonstige Landeseinheiten – erzielt ein Maastricht-Defizit von 240 Mio. Euro, was einen Rückgang um 455 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die Gemeindeebene einschließlich Wien verzeichnet 2012 einen Maastricht-Überschuss von rund 237 Mio. Euro, damit dreht sich der Saldo von einem Maastricht-Defizit von 128 Mio. Euro im Jahr zuvor.

Reformweg der Gemeinden wirkt sich aus

„Dieses Ergebnis bestätigt uns in unseren Reformbemühungen“, so Mödlhammer. „Die Gemeinden sind in den letzten Jahren massiv auf die Ausgabenbremse gestiegen, die Folgen daraus sind sehr schnell und unmittelbar abzulesen. Bei uns wird der sorgsame Umgang mit Steuergeldern täglich gelebt, wir sind daher nicht nur politisch sondern auch finanziell der stabilste Faktor in diesem Land.“

Investitionsrückstau muss aufgearbeitet werden

Dennoch besteht für Mödlhammer kein Grund zur Euphorie. „Wir haben natürlich inzwischen auch einen gewissen Investitionsrückstau, der aufgrund der Sparnotwendigkeiten in den letzten Jahren entstanden ist. Und wir sind immer noch ständig mit neuen Aufgaben und Begehrlichkeiten konfrontiert, die die Gemeinden finanziell belasten. Alle zusätzlichen Forderungen in der Kinderbetreuung, der Pflege oder vielen anderen Bereichen wirken sich finanziell sehr stark auf die kommunalen Haushalte aus“, warnte Mödlhammer.

Insgesamt, so der Gemeindebund-Präsident, würden die Gemeinden aber tagtäglich ihre Bereitschaft zum Sparen unter Beweis stellen. „Das ist oft eine sehr schwere Aufgabe, weil auf kommunaler Ebene ja jede Einsparung sich sehr unmittelbar auswirkt und von den Menschen wahrgenommen wird. Wir sind aber bereit, unseren Beitrag zur Sanierung der Staatsfinanzen zu leisten“, so Mödlhammer abschließend.

Hier können Sie die veröffentlichten Daten der Statistik Austria nachlesen

Hier können Sie die Bundesländer und Gemeindeergebnisse ohne Wien nachlesen



Feedback

Vorname :
Nachname :
Betreff :
Feedback :
*Rückmeldung :

Wünschen Sie eine Rückmeldung, dann geben Sie hier eine E-Mailadresse oder Telefonnummer an.
*Sicherheitsabfrage :


 Wie bewerten Sie diesen Artikel?

 sehr informativ neutral kaum informativ



 | Artikel per Email verschicken


Haben Sie eine Frage zu österreichs Gemeinden?

Schwerpunkte


.