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Machen Sie Ihre Gemeinde familienfreundlich!

29.04.2013

Bildquelle: schlins.at
2013 wird ein aufregendes Jahr für die Schlinser. Nach 18 Jahren wird zum ersten Mal eine neue Bürgermeisterin die Geschicke der Gemeinde leiten. Schlins soll zu einer der neun familienfreundlichengemeinden in Vorarlberg werden. Die Walgauer Kommune ist am besten Weg dorthin.
Im Juni 2013 tritt Gabriele Mähr in die Fußstapfen von Schlins' bisherigen Bürgermeister Harald Sonderegger. Als Vizebürgermeisterin hat sie bereits seit dem Vorjahr große Schritte Richtung familienfreundlichegemeinde gemacht. Im Rahmen dieses Programms soll die Walgauer Gemeinde eine von österreichweit insgesamt 270 familienfreundlichen Gemeinden werden, die es sich zum Ziel machen, top Bedingungen für Familien, Kinder, Jugendliche und Ältere zu schaffen.

"Motivation zum Mitmachen war groß"

Jetzt, im Frühling 2013, hat sich die Teilnahme am Projekt bereits bemerkbar gemacht. Dass sich so schnell schon Ergebnisse zeigen, hat Gabriele Mähr vor dem "Auditseminar" nicht geglaubt. "Nach und nach wuchs aber die Begeisterung", schildert Sie euphorisch, "Schlins hat das Audit familienfreundlichegemeinde insofern geholfen, als dass die Bevölkerung im großen Stil eingebunden worden ist, Leute zunehmen aufeinander zugehen, die sich vorher nicht mal vom Sehen kannten. Das ist eine große Sache."

Nachdem Mähr zu Beginn des Prozess verschiedenen Vereinen die Idee des Audits vorstellte, meldeten sich spontan über 30 Leute. Im Rahmen eines Workshops setzten sich diese zusammen und entwickelten einen Fragebogen, der an die Schlinser Haushalte verteilt wurde. Gefragt wurde, wie zufrieden die Einwohner mit den existenten familien- und generationsübergreifenden Maßnahmen sind, und was sie sich diesbezüglich noch wünschen.

Gute Maßnahmen müssen nicht viel kosten

Die Ergebnisse überraschten Mähr ungemein: "Was hier schon alles passiert ist! Oft Kleinigkeiten, die man oft übersieht. Auch wünschen sich die Leute nicht unbedingt schwer umzusetzenden, kostspielige Dinge." Eine übersichtlichere Homepage oder ein Informationsabend für Neuzugezogene wäre ein guter Anfang bei der Umsetzung der Maßnahmen.

Schlins sieht einer rosigen Zukunft entgegen. Die zukünftige Bürgermeisterin ist eine erfahrene Kinder- und Jugendarbeiterin, hat Sommersportcamps und Ferienbetreuungswochen in den Ort eingeführt. Unter der Leitung von professionellen Prozessbegleitern werden nach der Evaluierungsphase der bestehenden Produkte Verbesserungsvorschläge diskutiert und die Planung neuer Projekte in Angriff genommen. Ist das geschafft, bekommt die Gemeinde ein Grundzertifikat und startet in die rund dreijährige Umsetzungsphase. Am Ende steht die Auszeichnung mit dem Titel familienfreundlichegemeinde.

Kein Geheimnis: Vernetzen und Zusammenarbeiten

In dieser Evaluierungsphase fiel vor allem eines besonders auf: das enorme Vernetzungs- und Kooperationspotential der Schlinser. Das liegt aber leider oft vergraben. "In den verschiedenen Vereinen gibt es oft Überschneidungen, von denen die Vereine gegenseitig nichts wissen. Manche machen voneinander getrennt dasselbe", brachte Mähr in Erfahrung. Durch das Audit sollen diese Überschneidungen zusammengeführt werden. Durch die gemeinsame Arbeit an einer Sache wird so Schlins kollaboratives Potential entfacht.

"Wir haben da zum Beispiel ein Projekt mit Lehrlingen, die Blumenkistchen anfertigen. Benachteiligte Kinder aus der sozialpädagogischen Schule bepflanzen die dann. Das ist Kooperation im Kleinen, die aber viel ausmacht", berichtet Mähr. Denn je mehr die Vereine und Leute sich vernetzen und sie miteinander zusammenarbeiten, desto mehr wird das Gemeinwesen unterstützt, desto mehr werden die Leute zu Bürgern einer Gemeinde.

Phänomenal kommunal: engagierte Bürger tun was

Neben nur scheinbar banalen Maßnahmen, die für die Sicherheit der Menschen sorgen (Zebrastreifen sichtbarer machen, Überprüfung der Gehsteigkante, Schülerlotsendienst, um nur wenige zu nennen), treten komplexere, die sowohl das Engagement der Gemeinde als auch der Bürger benötigen. Im Herbst soll bereits der Kindercampus gebaut werden, auf dem ein Generationenspielplatz errichtet werden soll. Jung und Alt können sich dort treffen: ein Ort der Begegnung für Eltern und Kinder, Teenager und Großmütter.

Eine intensivere, neu durchdachte Elternberatung, eine überarbeitete Sozialbroschüre, das Projekt Lebensmittel-Hauszustellung, in dessen Rahmen Menschen mit Gebrechen Lebensmittel zugestellt bekommen, sind bereits alle ausgearbeitet und bald durchführbar. Über 30 weitere Maßnahmen sollen folgen, um die Walgauer Kommune zu einer familienfreundlichengemeinde zu machen. Wie gesagt: 2013 wird ein aufregendes Jahr für Schlins.

Wie komme ich zum Audit?

Haben auch Sie Interesse als Gemeinde an der Auditierung teilzunehmen? Der Gemeindebund sowie die Familie und Beruf Management GmbH bieten nicht nur persönliche Beratung an, sondern unterstützen Sie auch mit einem vielfältigen Service-Angebot. Der Besuch des kostenlosen Audit-Seminars in Ihrem Bundesland, ist der zweite Schritt, um Ihre Gemeinde familienfreundlich zu machen. Hier erfahren Sie anhand von vielen Good-Practice-Beispielen alles über Vorteile und Ziele, sowie Ablauf und Nutzen des Audit familienfreundlichegemeinde. Auch die Förderungsmöglichkeiten in Ihrem Bundesland kommen dabei nicht zu kurz. Alle Arbeitsunterlagen werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Ein ausgebildeter Prozessbegleiter steht Ihnen ebenfalls im Rahmen von 24 Stunden kostenlos mit Rat und Tat zur Seite. 50 Prozent der Nettokosten für den Gutachter, der den Prozess am Ende beurteilt, werden refundiert.

Für weitere Informationen, wenden Sie sich bitte an die Familie & Beruf Management GmbH (audit(at)familieundberuf.at) oder den Österreichischen Gemeindebund (Mag. Anna Nödl-Ellenbogen, anna.noedl-ellenbogen(at)gemeindebund.gv.at; oder Heike Trammer; heike.trammer(at)gemeindebund.gv.at).

Besuchen Sie ein Audit-Seminar!

Die nächsten Auditseminare finden in in Graz (Steiermark) am 27. Mai und in Anif (Salzburg) am 5. Juni statt!

Verfasser: David Auer

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