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Tiroler Landtagswahl: ÖVP mit Abstand stärkste Partei - auch in Gemeinden

29.04.2013

©Landesdirektion/Land Tirol
Überraschungserfolg in Tirol: Die ÖVP bleibt mit vorläufig 39,56 Prozent in Tirol stimmenstärkste Partei. Den zweiten Platz kann die SPÖ der Liste Fritz abspenstig machen. Auch in den Gemeinden ergaben sich interessante Ergebnisse.
Es war die Wahl mit den meisten antretenden Parteien: Ganze elf Parteien rangen bei der Landtagswahl in Tirol um den Sessel des Landeshauptmanns. Allen Befürchtungen zum Trotz konnte die ÖVP ihre Mehrheit verteidigen und musste mit einem Stimmenverlust von rund einem Prozent, die geringsten Einbußen hinnehmen. Die meisten Stimmen beim ersten Antreten bei einer Landtagswahl erzielte der ÖVP-Ableger "Vorwärts Tirol" mit einem Stimmenanteil von 9,3 Prozent. Damit rangiert die Partei noch vor der Liste Fritz, die 12,71 Prozent der Stimmen verlor und nun nur mehr 5,64 Prozent der Stimmen hält. Während SPÖ und FPÖ leicht an Stimmen verloren haben, konnten die Grünen in Tirol um 1,41 Prozent zulegen und belegen nun mit 12,4 Prozent Platz drei.

Das Team Stronach, die Piratenpartei, die Liste Gurgiser, die KPÖ und "Für Tirol" konnten den Einzug in den Landtag nicht schaffen. Die Wahlbeteiligung war mit 56 Prozent am 28. April 2013 äußerst gering.

Kurios: Team Stronach punktete in Namensvetter-Gemeinde

Obwohl das Team Stronach in Tirol seine erste Pleite einstecken musste, konnte es die Bürger in "Igelsberg-Stronach" von sich überzeugen. Mit einem Stimmengewinn von 17 Prozent konnte das Team Stronach dort nach der ÖVP auf Anhieb Platz zwei belegen. In der Kleingemeinde (617 Einwohner) stimmten damit 49 Personen für das Milliardärs-Team. In allen anderen Gemeinden konnten die Mitglieder des Teams Stronach nur maximal etwas mehr als acht Prozent erreichen.

Liste Fritz: Überall verloren außer in Pians

Interessant auch der Ergebnis der Liste Fritz: Aufgrund des Fehlens der "Gallionsfigur" Fritz Dinkhauser stürzten die Anhänger der Liste Fritz in allen Gemeinden außer ins Pians ab. In der kleinen 800-Einwohner-Gemeinde konnte die Liste Fritz 5,96 Prozent dazugewinnen und steht damit bei 21,24 Prozent. Mit diesem Ergebnis erzielte sie damit auch das beste Wahlergebnis auf Gemeindeebene. Die größten Verluste musste die Liste in Ehrwald mit einem Minus von 34,38 Prozent einstecken. Damit steht die Partei dort nur mehr bei 1,75 Prozent.

Galtür: ÖVP erzielte bestes Ergebnis

Mit 80,73 Prozent konnte die ÖVP in Galtür noch einmal 11,23 Prozent dazu gewinnen. Damit ist Galtür, das durch die Bergbahn-Katastrophe bekannt geworden ist, jene Gemeinde, in der die ÖVP ihr bestes Ergebnis erzielen konnte. Die ÖVP gewann aber nicht überall nur dazu. In 19 Gemeinden musste sie Verluste von über 20 Prozent einstecken, die wenigsten Stimmen im Vergleich zur Landtagswahl 2008 erreichte die ÖVP in Kaisers mit minus 61,67 Prozent. Damit steht die ÖVP dort nur bei 26,09 Prozent.

SPÖ bekam in fünf Gemeinden gar keine Stimmen

Die SPÖ musste in den meisten Gemeinden starke Stimmenverluste einstecken. Die größten Einbußen gibt es Fließ mit einem Minus von 10,67 Prozent. In fünf Gemeinden wählte die SPÖ kein einziger Bürger. In Elbigenalp konnte die SPÖ nur vier Stimmen und damit 0,95 Prozent aller Wahlberechtigten überzeugten. Dort fuhr die SPÖ ihr schlechtestes Gemeinde-Wahlergebnis ein. Umgekehrt erreichten die Sozialdemokraten in Kaltenbach mit 36,47 Prozent ihr bestes Wahlergebnis.

Auch die FPÖ hat in Tirol schon bessere Zeiten erlebt. In drei Gemeinden konnte sie gar keine Wähler von sich überzeugen. Auffällig auch das Ergebnis im Defereggental: Obwohl in St. Jakob und St. Veit im Defereggen die FPÖ die höchsten Stimmenverluste hinnehmen musste, erreichte sie in beiden Gemeinden ihre höchsten Ergebnisse (St. Jakob: 30,25%, St. Veit: 20,77%).

Positives Ergebnis für die Grünen

Die Grünen konnten in den meisten Gemeinden leichte Zugewinne erreichen. Das beste Ergebnis erreichte die nunmehr drittstärkste Kraft im Landtag in Sistrans, wo die Grünen mit 28,09 Prozent und einem Zugewinn von 9,58 Prozent das stärkste Ergebnis einfuhren.

Vorwärts Tirol: 65,22 Prozent in Kaisers

Erfreulich gestalteten sich die Wahlen auch für "Vorwärts Tirol". In 24 Gemeinden erhielt die Partei über 30 Prozent. Das beste Ergebnis gelang ihnen in der 70-Einwohner-Gemeinde Kaisers, wo 65,22 Prozent der Wahlberechtigten oder 30 von 57 Wahlberechtigten für "Vorwärts Tirol" stimmten. Mit diesem Ergebnis konnte die Partei rund um Spitzenkandidatin Anna Hosp die ÖVP von Platz eins verdrängen.

Auch in der Heimatgemeinde Hosps in Heiterwang ging das Ergebnis zu Lasten der ÖVP aus: Diese erzielte dort mit 18,68 Prozent ihr schlechtestes Wahlergebnis, während "Vorwärts Tirol" auf 56 Prozent der Stimmen kam.
Verfasser: Carina Rumpold

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